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Der Heilige des Tages · 19. August

Johannes Eudes, Priester

Nicht gebotener Gedenktag

Mittwoch, 20. Woche im Jahreskreis

Liturgische Farbe : Grün


Der heilige Johannes Eudes wurde im 17. Jahrhundert in Frankreich geboren und spielte eine bedeutende Rolle in der Erneuerung des geistlichen Lebens, besonders durch die Förderung der Verehrung der Heiligsten Herzen Jesu und Mariä. Er gründete mehrere Kongregationen, darunter die Kongregation von Jesus und Maria (Eudisten), die sich vor allem der Priesterausbildung und der Mission in ländlichen Gebieten widmete. Johannes Eudes setzte sich sehr für eine tiefere geistliche Ausbildung der Priester ein, damit sie ihrer Berufung als Seelsorger gerecht werden konnten. In einer Zeit großer sozialer und religiöser Umbrüche engagierte er sich auch in der Volksmission und kümmerte sich um Notleidende, insbesondere um Frauen in schwierigen Lebenssituationen. Die Spiritualität von Johannes Eudes war stark vom Herzen Christi geprägt, was in einer herzlichen und persönlichen Beziehung zu Jesus und seiner Mutter Maria Ausdruck fand. Durch seine Predigten, Schriften und Gründungen wollte er das geistliche Leben der Gläubigen erneuern und zur Umkehr aufrufen. Die Kirche ehrt ihn als Beispiel für priesterliche Hingabe und Erneuerung des kirchlichen Lebens. Obwohl einige Details aus seinem Leben nicht detailliert überliefert sind, besteht kein Zweifel an seinem bedeutenden Einfluss in Frankreich und darüber hinaus.

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Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

« Ich werde meine Schafe aus ihrem Rachen reißen, und sie werden ihnen nicht mehr zur Beute werden » — Ez 34, 1-11

Das Wort des Herrn erging an mich:
„Menschensohn,
weissage gegen die Hirten Israels, weissage!
Du sollst zu ihnen sagen:
So spricht Gott, der Herr:
Wehe den Hirten von Israel,
die sich selbst weiden!
Sind sie nicht Hirten für die Schafe?
Ihr jedoch trinkt ihre Milch,
ihr kleidet euch mit ihrer Wolle,
ihr schlachtet das fette Schaf,
ihr seid keine Hirten für die Herde.
Das schwache Schaf habt ihr nicht gestärkt,
das kranke nicht geheilt,
das verwundete nicht verbunden.
Das verirrte Schaf habt ihr nicht zurückgeführt,
das verlorene nicht gesucht.
Stattdessen habt ihr sie mit Härte und Gewalt beherrscht.
Sie zerstreuten sich, weil es keinen Hirten gab,
und wurden zur Beute aller wilden Tiere.
Meine Herde irrt umher
auf allen Bergen und auf allen hohen Hügeln;
meine Schafe sind über das ganze Land zerstreut,
niemand sucht sie, niemand fragt nach ihnen.

Deshalb, ihr Hirten, hört das Wort des Herrn:
So wahr ich lebe – Spruch Gottes, des Herrn –,
weil meine Herde zum Raub geworden ist
und zur Beute der wilden Tiere, weil kein Hirte da war,
weil meine Hirten sich nicht um meine Herde kümmern,
sondern sich selbst weiden
statt meine Herde zu weiden,
darum, ihr Hirten, hört das Wort des Herrn:
So spricht Gott, der Herr:
Siehe, ich komme über die Hirten.
Ich werde meine Herde selbst wieder an mich nehmen,
und ich werde ihnen nicht mehr erlauben, sie zu weiden;
sie sollen nicht mehr Hirten meiner Herde sein.
Ich werde meine Schafe aus ihrem Rachen retten,
und sie werden ihnen nicht mehr zur Beute werden.
Denn so spricht Gott, der Herr:
Siehe, ich selbst werde nach meinen Schafen suchen
und mich um sie kümmern.“

         – Wort des Herrn.

Ps 22 (23), 1-2ab, 2c-3, 4, 5, 6

Der Herr ist mein Hirt;
mir wird nichts mangeln.
Auf grünen Auen lässt er mich lagern,
er führt mich zum Ruheplatz am Wasser.

Er stillt mein Verlangen;
er leitet mich auf rechten Pfaden,
um seines Namens willen.

Auch wenn ich gehe im finsteren Tal,
fürchte ich kein Unheil,
denn du bist bei mir;
dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.

Du deckst für mich den Tisch
vor den Augen meiner Feinde;
du salbst mein Haupt mit Öl,
mein Becher ist übervoll.

Güte und Barmherzigkeit werden mir folgen
alle Tage meines Lebens;
und ich werde wohnen im Hause des Herrn
immerdar.

« Ist dein Auge böse, weil ich gut bin? » — Mt 20, 1-16

In jener Zeit
sagte Jesus seinen Jüngern dieses Gleichnis:
   „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsherrn,
der früh am Morgen hinausging,
um Arbeiter für seinen Weinberg einzustellen.
   Er einigte sich mit ihnen
auf einen Tageslohn von einem Denar,
das heißt eine Silbermünze,
und schickte sie in seinen Weinberg.
   Um die dritte Stunde ging er wieder hinaus,
sah andere auf dem Marktplatz herumstehen,
sie waren untätig.
   Zu ihnen sagte er:
»Geht auch ihr in meinen Weinberg,
und ich werde euch geben, was recht ist!«
   Sie gingen ebenfalls.
Wieder ging er zur sechsten und neunten Stunde hinaus,
und handelte ebenso.
    Um die elfte Stunde ging er nochmals hinaus,
fand andere und sagte zu ihnen:
»Warum steht ihr hier den ganzen Tag untätig?«
    Sie antworteten ihm:
»Weil uns niemand eingestellt hat.«
Er sagte zu ihnen:
»Geht auch ihr in meinen Weinberg!«

    Als es Abend wurde,
sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter:
»Ruf die Arbeiter und zahle ihnen den Lohn aus,
anfangend bei den Letzten
bis zu den Ersten!«
   Die um die elfte Stunde begonnen hatten, traten heran
und erhielten jeder einen Denar.
   Als dann die Ersten kamen,
dachten sie, sie würden mehr erhalten,
doch auch sie bekamen jeder einen Denar.
   Als sie ihn bekamen,
begannen sie, gegen den Gutsherrn zu murren:
   »Die da, die zuletzt gekommen sind, haben nur eine Stunde gearbeitet,
und du hast sie uns gleichgestellt,
wir aber haben die Last des Tages und die Hitze ertragen!«
    Der Herr entgegnete einem von ihnen:
»Mein Freund, ich bin dir nicht unfair.
Bist du nicht mit mir einig gewesen über einen Denar?
   Nimm, was dir gehört, und geh!
Ich will dem Letzten genauso viel geben wie dir.
   Darf ich denn mit dem, was mir gehört, nicht machen, was ich will?
Oder bist du neidisch,
weil ich gütig bin?«
    So werden die Letzten Erste sein,
und die Ersten Letzte.“

         – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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