CatéGPT

2. November

Liturgische Farbe : Violett

Allerseelen


Allerseelen ist der liturgische Gedenktag, an dem die Kirche ausdrücklich aller verstorbenen Gläubigen gedenkt und für sie betet. Dieser Tag folgt unmittelbar auf Allerheiligen und entstand im Mittelalter, als der Benediktiner Odilo von Cluny Anfang des 11. Jahrhunderts einen eigenen Gedenktag für alle Verstorbenen einführte, um über das individuelle Totengedenken hinauszugehen. In der katholischen Spiritualität ist das Gebet für die Verstorbenen Ausdruck der tiefen Gemeinschaft zwischen Lebenden und Toten, wie sie im Glaubensbekenntnis mit der „Gemeinschaft der Heiligen“ bekannt wird. Die Gläubigen beten besonders, dass die Seelen im Fegefeuer gereinigt werden und zur himmlischen Herrlichkeit gelangen.

An Allerseelen wird in besonderer Weise an den Tod und das ewige Leben erinnert. Die Feier spiegelt das Vertrauen wider, dass Gottes Barmherzigkeit alle umfasst und dass die Kirche als pilgerndes Volk auf der Erde, die leidende Kirche im Läuterungszustand und die triumphierende Kirche der Heiligen miteinander verbunden sind. Es ist Brauch, Friedhöfe zu besuchen, Gräber zu segnen und das ewige Licht zu entzünden, Zeichen der Hoffnung auf die Auferstehung. Die liturgische Farbe ist Violett, Symbol für Buße und Hoffnung. Allerseelen erinnert die Gläubigen daran, nicht nur zu trauern, sondern auch die Hoffnung auf das ewige Leben wachzuhalten und im Gebet verbunden zu bleiben.

Permanenter Link

Eine Frage zum Fest des Tages stellen

Fragen zu Allerseelen (Novus Ordo Missae)

Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

Erste LesungSg 3, 1-6.9

          Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand;
kein Leid kann sie berühren.

  Vor den Augen der Toren schienen sie gestorben zu sein;
ihr Scheiden gilt als Unglück,

  und ihr Weggehen als Untergang:
aber sie sind in Frieden.

  Vor den Menschen schien es, als litten sie Strafe,
aber die Hoffnung auf Unsterblichkeit erfüllte sie.

  Nach einer kleinen Prüfung
erwarten sie große Wohltaten,
denn Gott hat sie erprobt
und sie für würdig befunden.

  Wie Gold im Schmelzofen hat er sie geprüft;
wie ein vollkommenes Opfer nimmt er sie an.

  Zur Zeit seines Heimsuchens werden sie leuchten:
wie Funken durch Stroh laufen sie dahin.

  Sie werden die Völker richten, über die Nationen herrschen,
und der Herr wird über sie herrschen in Ewigkeit.

  Wer auf ihn vertraut, wird die Wahrheit verstehen;
die ihm treu sind, werden in Liebe bei ihm bleiben.
Für seine Freunde gibt es Gnade und Erbarmen:
er nimmt sich seiner Auserwählten an.

          – Wort des Herrn.

Psalm26 (27), 1, 4, 7-9a, 13-14

Der Herr ist mein Licht und mein Heil;
vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist die Zuflucht meines Lebens;
von wem sollte ich erschrecken?

Nur eines habe ich vom Herrn erfragt,
nach diesem verlangt mich:
im Haus des Herrn zu wohnen
alle Tage meines Lebens,
um die Freundlichkeit des Herrn zu schauen
und seinen Tempel zu betrachten.

Höre, Herr, ich rufe zu dir!
Erbarme dich und erhöre mich!
Mein Herz erinnert mich an dein Wort:
« Sucht mein Angesicht. »
Dein Angesicht, Herr, will ich suchen:
verbirg dein Gesicht nicht vor mir.

Doch ich bin gewiss, die Güte des Herrn zu schauen
im Land der Lebenden.
« Hoffe auf den Herrn, sei stark und fasse Mut;
hoffe auf den Herrn. »

Zweite Lesung1 Co 15, 51-57

Brüder,
es ist ein Geheimnis, das ich euch verkünde:
Wir werden nicht alle entschlafen, aber wir alle werden verwandelt werden,
und zwar plötzlich, in einem Augenblick,
wenn zuletzt die Posaune erschallt.
Denn sie wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden, unvergänglich,
und wir, wir werden verwandelt werden.
Denn dieses Vergängliche muss Unvergänglichkeit anziehen;
und dieses Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen.
  Und
wenn dieses Vergängliche
Unvergänglichkeit anziehen wird,
wenn dieses Sterbliche
Unsterblichkeit anziehen wird,
dann wird das Wort der Schrift erfüllt sein:
Der Tod ist verschlungen im Sieg.
  Tod, wo ist dein Sieg?
Tod, wo ist dein Stachel?

Der Stachel des Todes
ist die Sünde;
die Kraft aber der Sünde
ist das Gesetz.
Wir danken Gott, der uns den Sieg gibt
durch Jesus Christus, unseren Herrn.

          – Wort des Herrn.

EvangeliumJean 6, 37-40

     In jener Zeit
sagte Jesus zu den Menschenmengen:
      « Alle, die mir der Vater gibt,
werden zu mir kommen;
und wer zu mir kommt,
den werde ich nicht hinausstoßen.
       Denn ich bin vom Himmel herabgekommen,
um nicht meinen Willen zu tun,
sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
        Das aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat:
dass ich keinen von denen verliere, die er mir gegeben hat,
sondern dass ich sie auferwecke am Jüngsten Tag.
        Das ist der Wille meines Vaters:
dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt,
das ewige Leben hat;
und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag.»

          – Lob sei dir, Christus, für dein heiliges Evangelium.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

Dieses Fest teilen

Zum Fest des TagesZum liturgischen Kalender