20. November
Freitag, 33. Woche im Jahreskreis
Jahr II
Der heutige Tag ist im liturgischen Kalender als gewöhnlicher Wochentag, auch "feria" genannt, im 33. Sonntag der gewöhnlichen Zeit eingeordnet. Während der gewöhnlichen Zeit (Tempus per annum) steht nicht ein bestimmter Heiliger oder ein einzigartiges Ereignis im Mittelpunkt, sondern das alltägliche Leben der Glaubenden mit Christus. Die Kirche lädt an solchen Tagen dazu ein, über das Geheimnis Christi selbst und das Wirken der Gnade im täglichen Leben nachzudenken. Gottesdienste an "feria"-Tagen werden in grüner liturgischer Farbe gefeiert, welche Hoffnung, Leben und Wachstum im Glauben symbolisiert. Es besteht die Möglichkeit, eine Messe "pro aliquibus necessitatibus" (für besondere Anliegen) oder eine Votivmesse zu feiern. Solche Tage helfen, das tägliche Gebet und die Heilige Messe als Orte kontinuierlicher Verwandlung und Heiligung zu entdecken, selbst wenn kein besonderer Festcharakter gegeben ist. Die Kirche lädt die Gläubigen ein, die Gegenwart Gottes in der alltäglichen Routine zu suchen und dem Herrn immer mehr Raum zu geben. Allgemeine Werktage erinnern daran, wie wichtig die Treue im Kleinen ist und dass die Nachfolge Christi nicht nur in großen Taten, sondern vor allem im Alltag gelebt wird. So vertiefen "feriae" im Kirchenjahr die Beziehung zu Gott und bereiten auf die kommenden Feste und Hochzeiten vor.
Permanenter Link
Eine Frage zum Fest des Tages stellen
Fragen zu Freitag, 33. Woche im Jahreskreis (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
LesungAp 10, 8-11
Ich, Johannes,
die Stimme, die ich vom Himmel vernommen hatte,
sprach erneut zu mir und sagte:
„Geh, nimm das offene Buch
aus der Hand des Engels,
der auf dem Meer und auf dem Land steht.“
Ich ging zu dem Engel
um ihn zu bitten, mir das kleine Buch zu geben.
Er sagte zu mir:
„Nimm und iss es auf;
es wird deinen Magen mit Bitterkeit füllen,
aber in deinem Mund wird es süß wie Honig sein.“
Ich nahm das kleine Buch aus der Hand des Engels
und aß es auf.
In meinem Mund war es süß wie Honig,
aber als ich es gegessen hatte,
füllte es meinen Magen mit Bitterkeit.
Dann wurde mir gesagt:
„Du musst nochmals prophetisch reden
über viele Völker,
Nationen, Sprachen und Könige.“
– Wort des Herrn.
PsalmPs 118 (119), 14.24, 72.103, 111.131
Ich freue mich auf dem Weg deiner Gebote
mehr als über alle Reichtümer.
Ich finde meine Freude an deinen Vorschriften:
sie sind es, die mich beraten.
Mein Glück ist das Gesetz aus deinem Mund,
mehr als ein Haufen Gold und Silber.
Wie süß ist deine Zusage für meinen Gaumen:
Honig ist in meinem Mund nicht so süß!
Deine Gebote bleiben mein Erbe,
die Freude meines Herzens.
Mit offenem Mund lechze ich,
durstig nach deinen Geboten.
EvangeliumLc 19, 45-48
In jener Zeit
ging Jesus in den Tempel hinein
und begann, die Verkäufer hinauszutreiben.
Er sagte zu ihnen:
„Es steht geschrieben:
Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein.
Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht.“
Und er war jeden Tag im Tempel und lehrte.
Die Hohenpriester und die Schriftgelehrten sowie die führenden Männer des Volkes
suchten, ihn zu töten,
aber sie wussten nicht, was sie tun sollten;
Denn das ganze Volk
hörte ihm gebannt zu.
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org