Der Heilige des Tages · 25. August
Hl. Ludwig
Dienstag, 21. Woche im Jahreskreis
Liturgische Farbe : Grün
Der heilige Ludwig, auf Französisch bekannt als Louis, ist besser bekannt als Ludwig IX., König von Frankreich. Geboren zu Beginn des 13. Jahrhunderts, regierte er Frankreich in einer Zeit großer politischer und religiöser Umbrüche. Ludwig war nicht nur ein konsequenter Herrscher, sondern zeichnete sich besonders durch seine tiefe Frömmigkeit, Gerechtigkeit und Hingabe an das gemeine Wohl aus. Seine Regierung war geprägt von einer klaren Orientierung an christlichen Werten – er kümmerte sich um Arme, Kranke und Bedürftige, reformierte das Justizwesen und förderte die Wohltätigkeit.
Besonders bekannt wurde Ludwig IX. auch durch seine Teilnahme an den Kreuzzügen. Zwei Mal zog er ins Heilige Land, motiviert von der Verteidigung des Glaubens und der Hoffnung auf den Schutz christlicher Pilger. Auch wenn diese Unternehmungen aus politischer Sicht nicht von Erfolg gekrönt waren, blieb seine religiöse Hingabe beispielhaft. Ludwig führte ein einfaches, fast mönchisches Leben am Hof und war Vorbild für viele. Der Bau bedeutender Kirchen und sein aktives Engagement zur Wahrung kirchlicher Rechte unterstreichen seine Bedeutung als christlicher Herrscher. Nach seinem Tod wurde Ludwig bald als Heiliger verehrt, und 1297 durch Papst Bonifatius VIII. kanonisiert. Die Kirche feiert sein Fest besonders, um an das Ideal eines christlichen Herrschers zu erinnern, der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit lebt.
Eine Frage zum Fest des Tages stellen
Regionale Besonderheiten
- Frankreich — Hl. Ludwig
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
« Haltet fest an den Überlieferungen, die wir euch gelehrt haben » — 2 Th 2, 1-3a.14-17
Brüder, wir haben eine Bitte an euch
betreffend das Kommen unseres Herrn Jesus Christus
und unser Versammeltwerden bei ihm:
Wenn euch jemand eine Eingebung, ein Wort oder einen Brief zuschreibt,
der behauptet, der Tag des Herrn sei schon da,
geratet nicht gleich in Verwirrung,
lasst euch nicht erschrecken.
Lasst euch von niemandem auf irgendeine Weise irreführen.
Gott hat euch durch unsere Verkündigung des Evangeliums berufen,
damit ihr Anteil erhaltet
an der Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus.
Darum, Brüder, steht fest
und haltet an den Überlieferungen fest,
die wir euch gelehrt haben,
sei es mündlich oder durch einen Brief.
Unser Herr Jesus Christus selbst
und Gott, unser Vater, der uns geliebt
und uns immerwährenden Trost
und gute Hoffnung durch seine Gnade geschenkt hat,
tröste eure Herzen
und stärke sie in allem Guten, das ihr tut und sagt.
– Wort des Herrn.
Ps 95 (96), 10, 11-12a, 12b-13ab, 13bcd
Sagt unter den Völkern: „Der Herr ist König!“
Die Welt steht fest und wankt nicht.
Er richtet die Völker in Geradheit.
Freude am Himmel! Die Erde jauchze!
Das Brausen des Meeres und alles, was darin lebt,
das Feld sei fröhlich samt allem, was darauf wächst.
Die Bäume des Waldes jubeln vor Freude
von Angesicht des Herrn, denn er kommt,
den er kommt, um die Erde zu richten.
Der Herr kommt, um die Erde zu richten.
Er wird den Erdkreis richten in Gerechtigkeit
und die Völker nach seiner Wahrheit!
« Das hätte man tun sollen, ohne das andere zu vernachlässigen » — Mt 23, 23-26
In jener Zeit
sagte Jesus:
„Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!
Denn ihr gebt den Zehnten
von Minze, Dill und Kümmel,
habt aber das Wichtigste im Gesetz vernachlässigt:
Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue.
Das hätte man tun sollen,
ohne das andere zu vernachlässigen.
Blinde Führer! Ihr siebt die Mücke aus,
aber das Kamel verschluckt ihr!“
Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!
Ihr reinigt das Äußere des Bechers und der Schüssel,
aber innen sind sie voll Raubgier und Unmäßigkeit!
Blinder Pharisäer, reinige zuerst das Innere des Bechers,
damit auch das Äußere rein wird.“
– Lob sei dir, Christus, für dein Evangelium.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org