Der Heilige des Tages · 28. August
Hl. Augustinus, Bischof und Kirchenlehrer
GedenktagFreitag, 21. Woche im Jahreskreis
Liturgische Farbe : Weiß
Der heilige Augustinus von Hippo (354–430) zählt zu den bedeutendsten Kirchenvätern und prägte die Theologie und Spiritualität der Kirche maßgeblich. Geboren in Nordafrika, führte Augustinus zunächst ein rastloses und suchendes Leben, bevor er nach langem inneren Ringen durch das Gebet seiner Mutter Monika und die Predigten des heiligen Ambrosius zum Glauben fand und sich taufen ließ. Bald wurde er Priester und Bischof von Hippo (heute Annaba, Algerien), wo er in einer Zeit politischer Umwälzungen und theologischer Auseinandersetzungen wirkte.
Augustinus beschäftigte sich intensiv mit zentralen Fragen über Gott, die Gnade, den Menschen und die Kirche. Besonders bekannt sind seine Werke „Bekenntnisse“, ein geistlich-autobiografischer Klassiker, und „Vom Gottesstaat“, in dem er die Beziehung von Kirche und Welt reflektiert. Seine Lehren über die Erlösungsbedürftigkeit des Menschen und das Wirken der göttlichen Gnade sind bleibender Bestandteil der katholischen Theologie.
Die Kirche ehrt Augustinus als „Kirchenlehrer“, dessen Schriften Generationen inspiriert und geprägt haben. Sein Gedenktag ruft zur persönlichen Bekehrung, zur Suche nach der Wahrheit und zur Treue im Glauben auf – Herzensanliegen, die der heilige Augustinus selbst beispielhaft lebte. Seine Sehnsucht nach Gott, seine umkämpfte Bekehrung und sein mutiger Dienst als Bischof machen ihn auch heute zu einem glaubwürdigen Zeugen und Fürsprecher.
Eine Frage zum Fest des Tages stellen
Regionale Besonderheiten
- Afrika — Hl. Augustinus, Bischof und Kirchenlehrer, Hochfest
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
« Wir verkünden einen gekreuzigten Messias – ein Skandal für die Juden. Doch für die, die Gott beruft, ist er Gottes Weisheit » — 1 Co 1, 17-25
Brüder,
Christus hat mich nicht gesandt zu taufen,
sondern das Evangelium zu verkünden,
und zwar nicht mit menschlicher Weisheitsrede,
damit das Kreuz Christi nicht entleert werde.
Denn die Botschaft vom Kreuz ist Torheit
für die, die verloren gehen,
aber für die, die gerettet werden – für uns –
ist sie Gottes Kraft.
Denn die Schrift sagt:
Ich will die Weisheit der Weisen vernichten,
und die Klugheit der Klugen will ich verwerfen.
Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter?
Wo ein Gesprächspartner dieser Welt?
Hat Gott nicht die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht?
Denn weil die Welt in der Weisheit Gottes
gott nicht durch ihre eigene Weisheit erkannte,
hat es Gott gefallen, die Glaubenden
durch die Torheit der Verkündigung zu retten.
Während die Juden Zeichen fordern
und die Griechen Weisheit suchen,
verkünden wir einen gekreuzigten Messias,
Skandal für die Juden,
Torheit für die Heiden,
aber für die, die Gott beruft,
ob Juden oder Griechen,
ist dieser Messias, dieser Christus, Gottes Kraft
und Gottes Weisheit.
Denn das, was bei Gott Torheit ist, ist weiser als die Menschen,
und was bei Gott Schwäche ist, ist stärker als die Menschen.
– Wort des Herrn.
Ps 32 (33), 1-2, 4-5, 10-11
Jubelt dem Herrn, ihr Gerechten!
Ihr Redlichen, euch gebührt das Lob!
Dankt dem Herrn mit der Zither,
spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe.
Ja, das Wort des Herrn ist aufrichtig,
er ist in allem, was er tut, treu.
Er liebt Gerechtigkeit und Recht;
die Erde ist erfüllt von seiner Güte.
Der Herr vereitelt die Pläne der Nationen,
zerschlägt die Vorhaben der Völker.
Der Ratschluss des Herrn bleibt ewig bestehen,
die Gedanken seines Herzens von Geschlecht zu Geschlecht.
« Seht, der Bräutigam! Geht ihm entgegen » — Mt 25, 1-13
In jener Zeit
sagte Jesus zu seinen Jüngern dieses Gleichnis:
« Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen,
die zu einer Hochzeit eingeladen waren.
Sie nahmen ihre Lampen
um dem Bräutigam entgegenzugehen.
Fünf von ihnen waren sorglos,
und fünf waren klug:
Die Sorglosen nahmen ihre Lampen,
hatten aber kein Öl dabei,
die Klugen aber nahmen mit ihren Lampen
auch Öl in Gefäßen mit.
Als der Bräutigam sich verzögerte,
wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.
Mitten in der Nacht rief jemand:
„Seht, der Bräutigam! Geht ihm entgegen.“
Da standen alle Jungfrauen auf
und machten ihre Lampen bereit.
Die Sorglosen sagten zu den Klugen:
„Gebt uns von eurem Öl,
den unsere Lampen gehen aus.“
Die Klugen aber antworteten:
„Es reicht nicht für uns und euch.
Geht lieber zu den Händlern und kauft für euch.“
Während sie noch kaufen gingen,
kam der Bräutigam.
Die, die bereit waren,
gingen mit ihm zum Hochzeitsmahl hinein;
und die Tür wurde verschlossen.
Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen:
„Herr, Herr, öffne uns!“
Er aber antwortete:
„Amen, ich sage euch:
Ich kenne euch nicht.“
Seid also wachsam,
denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.»
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org