Der Heilige des Tages · 6. Juli
Heilige Maria Goretti
Montag, 14. Woche im Jahreskreis
Liturgische Farbe : Grün
Die hl. Maria Goretti, geboren 1890 in Italien, ist eine der jüngsten heiliggesprochenen Märtyrerinnen der Kirche. Aus einfachen Verhältnissen stammend, verbrachte sie ihre Kindheit in einer armen Landarbeiterfamilie. Im Alter von nur elf Jahren wurde sie 1902 Opfer eines Angriffs, als sie sich weigerte, den Annäherungen eines jungen Mannes, Alessandro Serenelli, nachzugeben. Maria verteidigte ihre Keuschheit und wurde dabei tödlich verletzt. Noch auf dem Sterbebett vergab sie ihrem Angreifer aus tiefem Glauben, eine Geste großer christlicher Liebe und Barmherzigkeit. Die Verehrung der heiligen Maria Goretti gründet sich besonders auf ihr Zeugnis für Reinheit, Glaubensstärke und Vergebungsbereitschaft, Eigenschaften, die in der Nachfolge Christi für katholische Gläubige von zentraler Bedeutung sind. 1950 wurde sie von Papst Pius XII. heiliggesprochen, wobei viele Jugendliche aus aller Welt anwesend waren. Ihr Leben inspiriert bis heute viele Gläubige dazu, sich für ein reines Herz, Vergebung und Treue im Glauben einzusetzen. Die Kirche hält diese Gedenkfeier, um das Ideal der christlichen Reinheit und die Kraft der Versöhnung hervorzuheben.
Eine Frage zum Fest des Tages stellen
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
« Ich werde dich für immer zu meiner Ehefrau machen » — Os 2, 16.17b-18.21-22
So spricht der Herr:
Meine treulose Ehefrau,
ich will sie verführen,
ich will sie in die Wüste führen,
und ich will zu ihrem Herzen sprechen.
Dort wird sie mir antworten
wie in den Tagen ihrer Jugend,
am Tag, als sie das Land Ägypten verließ.
An jenem Tag – Spruch des Herrn –,
wird Folgendes geschehen:
Du wirst mich „mein Ehemann“ nennen
und nicht mehr „mein Baal“ (das heißt „mein Herr“).
Ich werde dich für immer zu meiner Ehefrau machen,
ich werde dich zu meiner Ehefrau machen
in Gerechtigkeit und Recht,
in Treue und Zärtlichkeit;
ich werde dich in Loyalität zu meiner Ehefrau machen,
und du wirst den Herrn erkennen.
– Wort des Herrn.
Ps 144 (145), 2-3, 4-5, 6-7, 8-9
Jeden Tag will ich dich preisen,
ich will deinen Namen loben immer und ewig.
Groß ist der Herr, hoch zu loben;
seine Größe ist unergründlich.
Von Generation zu Generation rühmt man deine Werke,
man verkündet deine Taten.
Ich will erzählen von deinen Wundern,
deinem Glanz, deiner Herrlichkeit und deiner Pracht.
Man spricht von deiner gewaltigen Kraft;
ich will deine Größe verkünden.
Man erinnert sich an deine große Güte;
alle jubeln über deine Gerechtigkeit.
Der Herr ist gütig und barmherzig,
langsamer zum Zorn und reich an Liebe;
die Güte des Herrn reicht über alle,
und seine Zärtlichkeit gilt all seinen Werken.
« Meine Tochter ist soeben gestorben; doch komm, und sie wird leben » — Mt 9, 18-26
In jener Zeit,
während Jesus zu den Jüngern des Johannes des Täufers sprach,
trat ein Vorsteher heran.
Er warf sich vor ihm nieder und sagte:
„Meine Tochter ist soeben gestorben;
aber komm, lege ihr die Hand auf,
und sie wird leben.“
Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen Jüngern.
Und siehe, eine Frau,
die seit zwölf Jahren an Blutungen litt,
trat von hinten heran
und berührte den Saum seines Gewandes.
Denn sie sagte sich:
„Wenn ich nur sein Gewand berühre,
werde ich gerettet.“
Jesus drehte sich um, sah sie und sprach zu ihr:
„Hab Vertrauen, meine Tochter!
Dein Glaube hat dich gerettet.“
Und in derselben Stunde war die Frau geheilt.
Als Jesus im Haus des Vorstehers ankam,
sah er die Flötenspieler
und die lärmende Menge.
Er sagte:
„Geht hinaus!
Das Mädchen ist nicht tot; sie schläft.“
Aber sie lachten ihn aus.
Als die Menge hinausgeschickt war,
ging er hinein, nahm sie bei der Hand,
und das Mädchen stand auf.
Und die Kunde davon verbreitete sich in jener ganzen Gegend.
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org