Der Heilige des Tages · 9. Juli
Hl. Augustin Zhao Rong und Gefährten
Donnerstag, 14. Woche im Jahreskreis
Liturgische Farbe : Grün
Der 9. Juli ist der Gedenktag für den heiligen Augustin Zhao Rong und seine Gefährten, die als Märtyrer von China bekannt sind. Augustin Zhao Rong war ursprünglich Soldat und diente als Wächter eines gefangenen katholischen Priesters. Beeindruckt vom Glauben und der Standhaftigkeit des Priesters, ließ sich Augustin taufen und wurde selbst Priester. Im 18. und 19. Jahrhundert litten Christen in China immer wieder schwere Verfolgungen, die oft von verschiedenen Dynastien und durch örtliche Behörden angeordnet wurden.
Insgesamt gedenkt die Kirche an diesem Tag 120 Märtyrern – Männer, Frauen, Laien, Ordensleute, Priester und Bischöfe – die zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert ermordet wurden, weil sie am christlichen Glauben festhielten. Viele von ihnen stammten aus einfachen Verhältnissen und zeigten starken Glauben und Durchhaltevermögen trotz Drohungen, Folter und Tod. Die genaue Zahl und die einzelnen Lebensdaten vieler Märtyrer sind nicht immer präzise überliefert, aber ihre Geschichten stellen Zeugnisse des Glaubens und der Treue zu Christus dar. 2000 wurden sie von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.
Die Kirche gedenkt ihrer, um das Beispiel der Treue und Hoffnung im Zeichen von Verfolgung wachzuhalten und um zu zeigen, dass der Glaube Grenzen und Kulturen überschreitet. Auch heute sind Christen in vielen Regionen der Welt mit Repression und Ausgrenzung konfrontiert. Das Gedenken an Augustin Zhao Rong und seine Gefährten mahnt, für Glaubensfreiheit einzutreten und im Glauben standhaft zu bleiben.
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Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
« Mein Herz wendet sich gegen mich » — Os 11, 1-4.8c-9
So spricht der Herr:
Ja, ich habe Israel von Kindheit an geliebt,
und um es aus Ägypten herauszuführen, habe ich meinen Sohn gerufen.
Als ich ihn rief,
wandte er sich ab, um den Baalen zu opfern
und den Götzen Brandopfer darzubringen.
Ich war es, der ihm das Gehen beibrachte,
indem ich ihn mit meinen Armen stützte,
und er verstand nicht, dass ich ihm half.
Mit Güte führte ich ihn,
durch Bänder der Liebe;
ich behandelte ihn wie ein kleines Kind,
dash man an die Wange hebt;
ich beugte mich zu ihm, um ihn zu nähren.
Doch sie weigerten sich, zu mir zurückzukehren:
soll ich sie dem Strafgericht übergeben?
Nein! Mein Herz wendet sich gegen mich;
zugleich zittern meine Eingeweide.
Ich werde nicht wie in meinem Zorn handeln,
ich werde Israel nicht weiter vernichten,
denn ich bin Gott und kein Mensch:
in eurer Mitte bin ich der heilige Gott,
und ich komme nicht, um zu vernichten.
– Wort des Herrn.
Ps 79 (80), 2ac.3bc, 15bc-16
Hirte Israels, höre,
leuchte über den Kerubim hervor,
erwecke deine Macht
und komm uns zu Hilfe.
Blicke herab vom Himmel und sieh:
besuche diesen Weinstock, behüte ihn,
den deine starke Hand gepflanzt hat,
den Spross, den du stark gemacht hast.
« Ihr habt unentgeltlich empfangen: gebt unentgeltlich » — Mt 10, 7-15
In jener Zeit
sagte Jesus zu seinen Aposteln:
„Geht und verkündet auf eurem Weg:
Das Himmelreich ist nahe.
Heilt Kranke, weckt Tote auf,
reinigt Aussätzige, treibt Dämonen aus.
Ihr habt unentgeltlich empfangen:
gebt unentgeltlich.
Beschafft euch weder Gold noch Silber noch Kupfermünzen
zur Aufbewahrung in euren Gürteln,
keine Tasche für den Weg,
kein zweites Hemd,
keine Schuhe, keinen Stab.
Denn der Arbeiter ist seiner Nahrung wert.
Wenn ihr in eine Stadt oder ein Dorf kommt,
erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen,
und bleibt dort bis zu eurem Aufbruch.
Wenn ihr das Haus betretet,
grüßt seine Bewohner.
Wenn dieses Haus würdig ist,
so komme euer Friede auf es.
Ist es nicht würdig,
so kehre euer Friede zu euch zurück.
Wenn man euch nicht aufnimmt
und eure Worte nicht hört,
verlasst dieses Haus oder diese Stadt
und schüttelt den Staub von euren Füßen.
Amen, ich sage euch:
am Tag des Gerichts
wird es dem Land von Sodom und Gomorra
erträglicher ergehen als dieser Stadt.“
– Frohe Botschaft unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org