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Der Heilige des Tages · 1. Juli

ferialer Tag

Wochentag

Liturgische Farbe : Grün


Der 1. Juli im liturgischen Kalender der katholischen Kirche fällt im Jahr 2026 auf einen gewöhnlichen Werktag, der so genannte "feriale Tag" in der 13. Woche im Jahreskreis. An solchen Tagen wird kein besonderes Fest oder Gedenktag einer Heiligen oder eines Heiligen gefeiert, sondern das tägliche Leben und das fortlaufende Lesen der Heiligen Schrift stehen im Mittelpunkt. Die Kirche möchte so die Gläubigen dazu einladen, auch im Alltag Gottes Gegenwart zu suchen und das Evangelium in den kleinen Ereignissen des Lebens zu entdecken.

Im Verlauf des Kirchenjahres wechseln Festzeiten wie Weihnachten, Ostern oder die Zeiten mit besonderen Gedenktagen von Heiligen mit solchen gewöhnlichen Tagen ab. Gerade diese schlichten Tage erinnern daran, dass Heiligkeit nicht nur in außergewöhnlichen Momenten, sondern vor allem im treuen und gläubigen Alltag wächst. Die liturgische Farbe ist Grün – ein Symbol für die Hoffnung und das ständige Wachstum im Glauben.

An ferialen Tagen werden in der Messe die jeweiligen Tageslesungen vorgetragen, die der Jahreszeit und dem Verlauf des Evangeliumszyklus entsprechen. So führt die Kirche ihre Gläubigen Schritt für Schritt durch das Wort Gottes und lädt sie ein, dieses immer tiefer in ihr Leben einfließen zu lassen. Auch ohne festliche Akzente bleibt der feriale Tag ein Geschenk: Er bestärkt darin, dass der Alltag mit Gott leuchtet und das spirituelle Leben mitten im weltlichen Geschehen verankert ist.

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Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

„Haltet den Lärm eurer Lieder von mir fern. Aber das Recht ströme wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach!“ — Am 5, 14-15.21-24

Sucht das Gute und nicht das Böse,
damit ihr lebt.
So wird der Herr, Gott der Heerscharen, mit euch sein,
wie ihr sagt.
    Hasst das Böse, liebt das Gute,
lasst das Recht am Gerichtshof walten;
vielleicht wird dann der Herr, Gott der Heerscharen,
den Rest Israels verschonen.
    Ich hasse, ich verabscheue eure Feste,
an euren Versammlungen habe ich kein Gefallen.
    Bringt ihr mir Brandopfer und Speisopfer dar,
nehme ich sie nicht an;
eure fetten Opfertiere
schaue ich nicht einmal an.
    Haltet den Lärm eurer Lieder von mir fern;
ich will die Musik eurer Harfen nicht hören.
    Aber das Recht ströme wie Wasser,
die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach!

            – Wort des Herrn.

Ps 49 (50), 7, 8-9, 10-11, 12-13, 16bc-17

„Höre, mein Volk, ich will reden;
Israel, ich rufe dich als Zeugen an.
Ich, Gott, bin dein Gott!

„Nicht wegen deiner Opfer klage ich dich an;
deine Brandopfer sind stets vor mir.
Ich nehme keinen Stier aus deinem Besitz,
keinen Widder aus deinen Hürden.

„Alles Wild des Waldes gehört mir,
und das Vieh auf den Bergen im Überfluss.
Ich kenne alle Vögel auf den Bergen;
das Wild des Feldes steht mir zur Verfügung.

„Wenn ich Hunger hätte, würde ich es dir nicht sagen;
denn mein ist die Welt und ihre Fülle.
Soll ich etwa das Fleisch der Stiere essen
oder das Blut der Widder trinken?

„Was hast du meine Gesetze zu verkünden
und meinen Bund in den Mund zu nehmen,
du, der die Zurechtweisung hasst
und meine Worte hinter dich wirfst?“

„Bist du gekommen, um uns schon vor der Zeit zu quälen?“ — Mt 8, 28-34

In jener Zeit,
    als Jesus an das andere Ufer kam,
in das Gebiet der Gadarener,
kamen ihm zwei von Dämonen Besessene aus den Grabkammern entgegen;
sie waren so wild,
dass niemand auf diesem Weg vorbeigehen konnte.
    Plötzlich schrien sie laut:
„Was willst du von uns, Sohn Gottes?
Bist du gekommen, um uns schon vor der Zeit zu quälen?“
    In einiger Entfernung war eine große Herde Schweine,
die auf der Weide war.
    Die Dämonen baten Jesus:
„Wenn du uns austreibst,
schick uns in die Schweineherde.“
    Er aber sagte zu ihnen:
„Geht!“
Da fuhren sie aus, gingen in die Schweine,
und plötzlich stürzte sich die ganze Herde den Abhang hinunter in den See
und die Schweine kamen in den Fluten um.
    Die Hirten flohen
und liefen in die Stadt, um alles zu berichten,
vor allem das, was mit den Besessenen geschehen war.
    Da zog die ganze Stadt Jesus entgegen;
und als sie ihn sahen, baten sie ihn,
ihr Gebiet zu verlassen.

            – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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