Der Heilige des Tages · 2. Juli
Werktag im Jahreskreis
Liturgische Farbe : Grün
Der heutige Tag im liturgischen Kalender ist ein "ferialer" Tag, also ein gewöhnlicher Werktag ohne festes Heiligen- oder Festgedenken. In der sogenannten "Zeit im Jahreskreis" (Tempus per Annum oder ordentliche Zeit) liegt der liturgische Schwerpunkt auf dem Wirken Jesu Christi und dem Wachsen des Glaubens im täglichen Leben. Die Lesungen aus der Heiligen Schrift begleiten gläubige Christen durch die Evangelien und Briefe, damit das Evangelium tiefer verstanden und im Alltag gelebt werden kann. Solche Tage erinnern daran, dass das Christsein nicht nur an besonderen Feiertagen, sondern vor allem im gewöhnlichen Leben verwirklicht wird. Die Kirche ermutigt, die alltäglichen Herausforderungen und Pflichten in der Nachfolge Christi zu gestalten, indem man an der Feier der Eucharistie teilnimmt, das persönliche Gebet pflegt und die Tugenden im Alltag übt. Durch die grüne liturgische Farbe wird das Wachstum und die Hoffnung symbolisiert, die der christliche Glaube schenkt. Der heutige Tag lädt dazu ein, die Stille und Einfachheit des Alltags als Raum zur Begegnung mit Gott zu entdecken und den Glauben in kleinen Schritten zu vertiefen.
Eine Frage zum Fest des Tages stellen
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
« Geh, du sollst Prophet für mein Volk sein » — Am 7, 10-17
In jenen Tagen
schickte Amazja, der Priester von Bet-El,
eine Botschaft an Jerobeam, den König von Israel:
„Amos stiftet mitten im Haus Israel
Revolte gegen dich;
das Land kann all seine Worte nicht mehr ertragen.
Denn das sagt Amos:
‚Jerobeam wird durch das Schwert sterben,
und Israel wird weit weg von seinem Land in die Verbannung geführt werden.‘“
Dann sagte Amazja zu Amos:
„Du Seher, geh fort von hier,
flieh ins Land Juda;
dort kannst du mit deinem Prophetendasein deinen Lebensunterhalt verdienen.
Aber hier in Bet-El höre auf zu prophezeien;
denn dies ist ein königliches Heiligtum,
ein Tempel des Königreichs.“
Amos antwortete Amazja:
„Ich war kein Prophet und kein Prophetensohn;
ich war Viehhirte und pflegte Maulbeerbäume.
Aber der Herr hat mich hinter meiner Herde weggenommen,
und er hat zu mir gesagt:
‚Geh, du sollst Prophet sein für mein Volk Israel.‘
Höre nun das Wort des Herrn,
du, der du zu mir sagst:
‚Weisssage nicht gegen Israel,
sprich nicht gegen das Haus Isaak.‘
Gut, so spricht der Herr:
Deine Frau wird mitten in der Stadt zur Dirne werden,
deine Söhne und Töchter werden durch das Schwert fallen,
dein Land wird mit der Messschnur verteilt,
du selbst wirst in einem unreinen Land sterben,
und Israel wird fern von seinem Land in die Verbannung geführt werden.“
– Wort des Herrn.
Ps 18b (19), 8, 9, 10, 11
Das Gesetz des Herrn ist vollkommen,
es belebt die Seele;
das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig,
es macht die Einfältigen weise.
Die Weisungen des Herrn sind richtig,
sie erfreuen das Herz;
das Gebot des Herrn ist lauter,
es erleuchtet die Augen.
Die Furcht des Herrn ist rein,
sie bleibt für immer;
die Entscheidungen des Herrn sind gerecht
und wahrhaftig in allem:
sie sind begehrenswerter als Gold,
als viel feines Gold;
süßer als Honig
der aus den Waben fließt.
« Die Menschenmengen gaben Gott die Ehre, der den Menschen solche Macht verliehen hat » — Mt 9, 1-8
In jener Zeit
stieg Jesus ins Boot, setzte über
und kam in seine Stadt Kafarnaum.
Da brachte man einen Gelähmten zu ihm,
der auf einer Trage lag.
Als Jesus ihren Glauben sah,
sagte er zu dem Gelähmten:
„Hab Vertrauen, mein Sohn,
deine Sünden sind dir vergeben.“
Und einige der Schriftgelehrten dachten bei sich:
„Dieser Mensch lästert.“
Aber Jesus erkannte ihre Gedanken und fragte:
„Warum hegt ihr so böse Gedanken in euren Herzen?
Was ist leichter zu sagen:
‚Deine Sünden sind dir vergeben‘,
oder zu sagen: ‚Steh auf und geh!‘?
Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben...
– da sagte Jesus zu dem Gelähmten –
Steh auf, nimm deine Trage
und geh in dein Haus.“
Da stand er auf und ging weg in sein Haus.
Als die Leute das sahen, erschraken sie
und gaben Gott die Ehre,
der den Menschen eine solche Vollmacht geschenkt hat.
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org