Der Heilige des Tages · 11. Juli
Hl. Benedikt, Abt
Samstag, 14. Woche im Jahreskreis
Liturgische Farbe : Weiß
Der heilige Benedikt von Nursia, der um das Jahr 480 geboren wurde, gilt als Vater des abendländischen Mönchtums. Über sein Leben gibt es nur wenige gesicherte historische Daten, vieles entstammt der Vita von Papst Gregor dem Großen. Benedikt wurde in Nursia (heute Norcia, Italien) geboren und zog sich schon als junger Mann in die Einsamkeit zurück. Seine Suche nach Gott führte ihn zunächst in eine Höhle bei Subiaco, wo er als Einsiedler lebte und bald Schüler um sich scharte. Später gründete er das berühmte Kloster Montecassino, das zum geistigen Zentrum Europas werden sollte. Seine sogenannte Benediktsregel, ein Maßstab des klösterlichen Lebens, balanciert Arbeit, Gebet und Gemeinschaft und prägt das klösterliche Leben in der ganzen christlichen Welt bis heute. „Ora et labora“ – bete und arbeite – spiegelt das Ideal der benediktinischen Spiritualität wider, in der das Streben nach Gott im täglichen Leben verankert ist. Benedikts Einfluss reicht weit über die Klostermauern hinaus: Seine Regel unterstützte die Weitergabe von Bildung, Kultur und Glauben im mittelalterlichen Europa. Deshalb ehrt ihn die Kirche als Patron Europas und feiert sein Fest insbesondere im Benediktinerorden und in Ländern, die von seiner Spiritualität geprägt sind.
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Regionale Besonderheiten
- Frankreich — Hl. Benedikt, Abt (Fest in Europa)
- Schweiz — Hl. Benedikt, Abt (Fest in Europa)
- Belgien — Hl. Benedikt, Abt (Fest in Europa)
- Luxemburg — Hl. Benedikt, Abt (Fest in Europa)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
« Ich bin ein Mann mit unreinen Lippen, und meine Augen haben den König, den Herrn der Heerscharen, gesehen! » — Is 6, 1-8
Im Jahr des Todes des Königs Usija
sah ich den Herrn, der auf einem sehr hohen Thron saß;
die Säume seines Gewandes füllten den Tempel.
Seraphim standen über ihm.
Jeder von ihnen hatte sechs Flügel:
zwei um das Gesicht zu bedecken,
zwei um die Füße zu bedecken,
und zwei um zu fliegen.
Sie riefen einander zu:
„Heilig! Heilig! Heilig ist der Herr der Heerscharen!
Die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit.“
Die Türschwellen bebten bei der Stimme des Rufenden,
und der Tempel füllte sich mit Rauch.
Da sagte ich:
„Weh mir! Ich bin verloren,
denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen,
und wohne mitten in einem Volk mit unreinen Lippen;
und meine Augen haben den König, den Herrn der Heerscharen, gesehen!“
Einer der Seraphim flog zu mir,
in der Hand eine glühende Kohle,
die er mit einer Zange vom Altar genommen hatte.
Er berührte damit meinen Mund und sprach:
„Das hat deine Lippen berührt;
jetzt ist deine Schuld getilgt,
deine Sünde ist vergeben.“
Dann hörte ich die Stimme des Herrn, der sprach:
„Wen soll ich senden?
Wer wird unser Bote sein?“
Und ich antwortete:
„Hier bin ich: Sende mich!“
– Wort des Herrn.
Ps 92 (93), 1abc, 1d-2, 5
Der Herr ist König;
er hat sich in Majestät gekleidet,
der Herr hat sich mit Macht umgürtet.
Die Erde steht fest, sie wankt nicht;
von Anbeginn steht dein Thron fest,
von Ewigkeit her bist du.
Deine Zeugnisse sind wahrhaftig und fest:
Heiligkeit erfüllt dein Haus,
Herr, für immer und ewig.
« Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten » — Mt 10, 24-33
In jener Zeit
sagte Jesus zu seinen Aposteln:
„Der Jünger steht nicht über dem Meister
und der Knecht nicht über seinem Herrn.
Es genügt, dass der Jünger wird wie sein Meister
und der Knecht wie sein Herr.
Wenn sie den Hausherrn Beelzebul genannt haben,
wird es mit den Hausgenossen erst recht so sein.
Fürchtet euch also nicht vor diesen Menschen;
nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird,
nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.
Was ich euch im Dunkeln sage,
das sagt im Licht!
Was ihr ins Ohr hört,
das verkündet auf den Dächern!
Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten,
die Seele aber nicht töten können;
fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann!
Verkauft man nicht zwei Spatzen für einen Pfennig?
Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde,
ohne dass euer Vater es will.
Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt.
Fürchtet euch also nicht:
Ihr seid mehr wert als eine Menge Spatzen.
Wer sich nun zu mir bekennt vor den Menschen,
den werde auch ich bekennen
vor meinem Vater im Himmel.
Wer mich aber vor den Menschen verleugnet,
den werde auch ich verleugnen
vor meinem Vater im Himmel.“
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org