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Der Heilige des Tages · 12. Juli

15. Sonntag im Jahreskreis

15ème dimanche du Temps Ordinaire (semaine III du Psautier)

Liturgische Farbe : Grün


Der 15. Sonntag im Jahreskreis lädt uns ein, über das Wirken Gottes in unserem Alltag nachzudenken und die Botschaft Christi erneut in unserem Leben aufzunehmen. Das Evangelium dieses Sonntags stellt häufig das Gleichnis vom Sämann in den Mittelpunkt, in dem Jesus davon spricht, wie das Wort Gottes ausgestreut wird und auf verschiedene Böden – also Herzen – fällt.

Dieser Sonntag ermutigt die Gläubigen, ihr eigenes Herz zu prüfen: Wie empfangen wir das Wort Gottes? Was verhindern oder fördern wir, damit Gottes Botschaft in unserem Leben Frucht trägt? Im liturgischen Kontext erinnern uns die Texte daran, dass Gott sein Heil nicht durch spektakuläre Taten, sondern oft in der kleinen, stillen Hingabe des täglichen Lebens wirkt. In der Tradition der römisch-katholischen Kirche ist dieser Sonntag Teil der sogenannten 'Zeit im Jahreskreis', einer Periode, die dazu dient, den Glauben im Alltag zu vertiefen und aus der Begegnung mit Christus in der Heiligen Messe Kraft für das eigene Leben zu schöpfen.

Die Liturgie legt Wert auf das Zuhören und das lebendige Umsetzen des Evangeliums. Durch das wiederholte Hören der Lesungen und die Deutung der Texte im Licht der christlichen Tradition werden die Gläubigen eingeladen, das Gehörte ins konkrete Tun zu übertragen. Die Kirche feiert diesen Sonntag als Einladung, den Glauben immer wieder neu aufleben zu lassen und sich von der Liebe Gottes berühren zu lassen.

Eine Frage zum Fest des Tages stellen

Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

« Der Regen lässt die Erde sprießen » — Is 55, 10-11

So spricht der Herr:
    « Wie der Regen und der Schnee vom Himmel herabkommen
und nicht dorthin zurückkehren, ohne die Erde zu tränken,
sie fruchtbar zu machen und zum Keimen zu bringen,
samen dem Sämann zu geben
und Brot dem, der isst;
    so ist mein Wort, das aus meinem Mund hervorgeht:
es kehrt nicht erfolglos zu mir zurück,
sondern bewirkt, was mir gefällt,
erfüllt, wozu ich es gesandt habe.»

    – Wort des Herrn.

Ps 64 (65), 10abcd, 10e-11, 12-13, 14

Du suchst die Erde heim und bewässerst sie,
du überschüttest sie mit Reichtum;
die Wasserbäche Gottes sind voll Wasser,
du bereitest das Getreide vor.

So bereitest du die Erde,
du tränkst ihre Furchen;
du ebnest den Boden, du durchfeuchtest ihn mit Regen,
du segnest das, was ausgesät wurde.

Du krönst das Jahr mit deiner Güte,
von deinen Spuren tropft Überfluss.
In der Steppe triefen die Weiden,
die Hügel sind voll Jubel.

Die Weiden bekleiden sich mit Herden
und die Täler bedecken sich mit Korn.
Alles jauchzt und singt!

« Die Schöpfung wartet sehnsüchtig auf die Offenbarung der Kinder Gottes » — Rm 8, 18-23

Brüder,
    ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit
nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit,
die an uns offenbar werden soll.
    Denn die Schöpfung wartet sehnsüchtig
auf die Offenbarung der Kinder Gottes.
    Denn die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen,
nicht freiwillig,
sondern durch den, der sie unterworfen hat.
Dennoch hat sie die Hoffnung bewahrt,
    dass auch sie befreit wird von der Knechtschaft der Vergänglichkeit,
um die Freiheit
der Herrlichkeit der Kinder Gottes zu erlangen.
    Wir wissen ja,
die ganze Schöpfung seufzt
und liegt in Geburtswehen bis jetzt.
    Aber nicht nur sie.
Auch wir seufzen in unserem Innern,
wir haben die Erstlingsgabe des Heiligen Geistes,
und dennoch warten wir auf unsere Sohnschaft,
die Erlösung unseres Leibes.

    – Wort des Herrn.

« Der Sämann ging hinaus, um zu säen » — Mt 13, 1-23

An jenem Tag verließ Jesus das Haus
und setzte sich an das Ufer des Sees.
    Um ihn versammelten sich so große Menschenmengen,
dass er in ein Boot stieg und sich setzte;
die ganze Menge stand am Ufer.
    Und er sprach zu ihnen vieles in Gleichnissen:
« Siehe, der Sämann ging hinaus, um zu säen.
    Und während er säte,
fielen einige Körner auf den Weg,
und die Vögel kamen und fraßen sie auf.
    Andere fielen auf felsigen Boden,
wo sie nicht viel Erde hatten;
sie gingen rasch auf,
weil der Boden nicht tief war.
    Als aber die Sonne aufging, wurden sie versengt,
und weil sie keine Wurzeln hatten, verdorrten sie.
    Wieder andere fielen unter die Dornen;
die Dornen wuchsen und erstickten sie.
    Andere aber fielen auf guten Boden
und brachten Frucht
zum Teil hundertfach, zum Teil sechzigfach, zum Teil dreißigfach.
    Wer Ohren hat, der höre!»

    Da traten die Jünger zu Jesus und fragten ihn:
« Warum sprichst du zu ihnen in Gleichnissen?»
    Er antwortete ihnen:
« Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreiches zu erkennen,
ihnen aber ist es nicht gegeben.
    Denn wer hat, dem wird gegeben,
und er wird Überfluss haben;
wer aber nicht hat,
dem wird auch noch genommen, was er hat.
    Darum spreche ich zu ihnen in Gleichnissen,
weil sie sehen und doch nicht sehen,
und hören und doch nicht hören und nicht verstehen.
    So erfüllt sich an ihnen die Weissagung des Jesaja:
Hören sollt ihr, hören, und doch nicht verstehen;
sehen sollt ihr, sehen, und doch nicht erkennen.
    Das Herz dieses Volkes ist verstockt:
sie sind schwerhörig geworden,
sie haben ihre Augen verschlossen,
damit ihre Augen nicht sehen,
ihre Ohren nicht hören,
ihr Herz nicht versteht,
sie sich nicht bekehren,
– und ich sie heile.

    Ihr aber, selig sind eure Augen, weil sie sehen,
und eure Ohren, weil sie hören!
    Amen, ich sage euch:
viele Propheten und Gerechte wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

    Ihr also, hört, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet.
    Wenn jemand das Wort vom Reich hört und nicht versteht,
kommt der Böse
und reißt weg, was in sein Herz gesät war:
der ist der, der auf dem Weg gesät ist.
    Auf felsigen Boden gesät wird der, wer das Wort hört
und es sogleich mit Freude aufnimmt;
    er hat aber keine Wurzeln in sich, sondern ist unbeständig; kommt Bedrängnis oder Verfolgung um des Wortes willen, so fällt er sogleich ab. Unter die Dornen gesät wird der, wer das Wort hört; doch die Sorgen der Welt und der trügerische Reichtum ersticken das Wort, und es bringt keine Frucht. Auf guten Boden gesät wird der, wer das Wort hört und versteht: er bringt Frucht hundertfach, sechzigfach oder dreißigfach.»

    – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

 

ODER KURZFASSUNG

« Der Sämann ging hinaus, um zu säen » — Mt 13, 1-9

    An jenem Tag verließ Jesus das Haus
und setzte sich an das Ufer des Sees.
    Um ihn versammelten sich so große Menschenmengen,
dass er in ein Boot stieg und sich hinsetzte;
die ganze Menge stand am Ufer.
    Und er sprach zu ihnen vieles in Gleichnissen:
« Siehe, der Sämann ging hinaus, um zu säen.
    Und während er säte,
fielen einige Körner auf den Weg,
und die Vögel kamen und fraßen sie auf.
    Andere fielen auf felsigen Boden,
wo sie nicht viel Erde hatten;
sie gingen rasch auf,
weil der Boden nicht tief war.
    Als aber die Sonne aufging, wurden sie versengt
und weil sie keine Wurzeln hatten, verdorrten sie.
    Wieder andere fielen unter die Dornen;
die Dornen wuchsen und erstickten sie.
    Andere aber fielen auf guten Boden
und brachten Frucht
zum Teil hundertfach, zum Teil sechzigfach, zum Teil dreißigfach.
    Wer Ohren hat, der höre!»

    – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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