Der Heilige des Tages · 13. Juli
Hl. Heinrich
Montag, 15. Woche im Jahreskreis
Liturgische Farbe : Grün
Der heilige Heinrich II., der oftmals als Heinrich der Heilige bezeichnet wird, war ein bedeutender Herrscher des frühen Mittelalters. Er wurde um die Mitte des 10. Jahrhunderts geboren und stammte aus dem bayerischen Adelsgeschlecht der Ottonen. Heinrich wurde 1002 zum deutschen König und im Jahr 1014 auch zum römisch-deutschen Kaiser gekrönt. Sein Wirken war geprägt von einem tiefen christlichen Glauben und einer starken Orientierung am Wohle der Kirche. Auch wenn seine Regierungszeit von politischen Auseinandersetzungen geprägt war, setzte Heinrich stets auf die enge Zusammenarbeit mit kirchlichen Institutionen. Er förderte Klöster und stiftete zahlreiche Kirchen, so etwa das berühmte Bistum Bamberg, das er als geistliches Zentrum errichten ließ. Seine Ehe mit der heiligen Kunigunde blieb kinderlos, beide Ehepartner legten jedoch Wert auf eine von gegenseitiger Achtung und religiösem Leben geprägte Beziehung.
Die Kirche ehrt Heinrich II. nicht nur wegen seiner politischen Verdienste, sondern insbesondere aufgrund seiner tiefen Frömmigkeit, seiner karitativen Bemühungen und seines Einsatzes für den Glauben. Die Heiligsprechung erfolgte im 12. Jahrhundert, vermutlich aufgrund seines exemplarischen Lebens, das sowohl Macht als auch Demut in den Dienst Gottes stellte. Bis heute gilt Heinrich als einer der wenigen Kaiser, die offiziell als Heilige anerkannt sind – ein Zeichen für die enge Verbindung von weltlicher Herrschaft und christlicher Berufung in seiner Zeit.
Eine Frage zum Fest des Tages stellen
Regionale Besonderheiten
- Luxemburg — Hl. Heinrich und Hl. Kunigunde
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
« Wascht euch, reinigt euch, entfernt eure bösen Taten aus meinen Augen » — Is 1, 10-17
Hört das Wort des Herrn,
ihr, die ihr den Fürsten von Sodom gleicht!
Gebt acht auf die Lehre unseres Gottes,
ihr Volk von Gomorra!
Was kümmert mich die Menge eurer Opfer?
– spricht der Herr.
Mit Brandopfern von Widdern, dem Fett der Mastkälber,
bin ich gesättigt.
Am Blut von Stieren, Lämmern und Ziegenböcken
habe ich kein Gefallen.
Wenn ihr kommt, um vor meinem Angesicht zu erscheinen,
wer hat dies von euch verlangt, meine Vorhöfe zu betreten?
Bringt keine nichtigen Gaben mehr dar;
ich verabscheue euren Weihrauch.
Neumonde, Sabbate, Versammlungen –
ich ertrage nicht mehr Verbrechen und Festtagsfeiern.
Eure Neumonde und eure Feste
hasst meine Seele:
sie sind mir eine Last,
ich bin es müde, sie zu ertragen.
Wenn ihr eure Hände ausbreitet,
verschließe ich meine Augen vor euch.
Auch wenn ihr eure Gebete vervielfacht,
höre ich nicht hin:
eure Hände sind voller Blut.
Wascht euch, reinigt euch,
entfernt eure bösen Taten aus meinen Augen,
hört auf, Böses zu tun.
Lernt, Gutes zu tun:
sucht das Recht,
weist den Unterdrücker zurecht,
schafft dem Waisen Recht,
verteidigt die Sache der Witwe.
– Wort des Herrn.
Ps 49 (50), 8-9, 16bc-17, 21, 23
„Nicht wegen deiner Opfer klage ich dich an;
deine Brandopfer stehen mir ständig vor Augen.
Ich nehme keinen Stier aus deinem Besitz,
keinen Widder aus deinen Ställen.
Was hast du meine Gebote zu verkünden,
meinen Bund in deinem Mund zu führen,
du, der Ermahnung nicht liebt
und meine Worte von sich wirft?
„Das tust du alles:
sollte ich da schweigen?
Meinst du, ich sei wie du?
Ich halte dir dies vor Augen und klage dich an.
„Wer Dank als Opfer darbringt,
der ehrt mich;
wer seinen Weg recht geht,
dem werde ich das Heil Gottes zeigen.“
« Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert » — Mt 10, 34 – 11, 1
In jener Zeit
sprach Jesus zu seinen Aposteln:
„Denkt nicht, ich sei gekommen,
Frieden auf die Erde zu bringen:
ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
Ja, ich bin gekommen, um zu entzweien
den Menschen mit seinem Vater,
die Tochter mit ihrer Mutter,
die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter:
die eigenen Hausgenossen werden Feinde sein.
Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich
ist meiner nicht würdig;
wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich,
ist meiner nicht würdig;
wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt,
ist meiner nicht würdig.
Wer sein Leben findet,
wird es verlieren;
wer aber sein Leben um meinetwillen verliert,
wird es finden.
Wer euch aufnimmt,
nimmt mich auf;
und wer mich aufnimmt,
nimmt den auf, der mich gesandt hat.
Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist,
erhält den Lohn eines Propheten;
wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist,
erhält den Lohn eines Gerechten.
Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frischen Wassers zu trinken gibt,
weil er mein Jünger ist – amen, ich sage euch: Er wird seinen Lohn gewiss nicht verlieren.“
Nachdem Jesus seine Anweisungen
an seine zwölf Jünger beendet hatte,
ging er von dort weg, um in ihren Städten zu lehren und zu verkünden.
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org