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Der Heilige des Tages · 14. Juli

Hl. Kamillus von Lellis

Nicht gebotener Gedenktag

Dienstag, 15. Woche im Jahreskreis

Liturgische Farbe : Grün


Camillus de Lellis wurde 1550 in Italien geboren und wuchs unter schwierigen Bedingungen auf, da er früh beide Eltern verlor. Nach einer Jugend geprägt von Sucht und Krankheit bekehrte er sich zum Glauben und spürte einen tiefen Ruf, den Kranken zu dienen. Camillus gründete die Ordensgemeinschaft der Kamillianer, die sich besonders der Pflege von Kranken und Sterbenden widmeten – zu einer Zeit, als medizinische Versorgung noch oft mangelhaft war und vor allem Arme und Ausgegrenzte wenig Beistand erfuhren. Der Orden zeichnete sich durch einen besonderen Einsatz während Seuchen und Kriegen aus, wobei die Mitglieder das Gelübde ablegten, auch unter Lebensgefahr zu helfen.

Camillus sah Christus selbst in jedem Bedürftigen und prägte damit entscheidend die katholische Spiritualität der Barmherzigkeit. Seine Heiligsprechung durch die Kirche würdigt die beispielhafte Verbindung von Hingabe, praktischem Dienst und tiefem Gottvertrauen. Der Gedenktag erinnert die Gläubigen an die christliche Pflicht zu tätiger Nächstenliebe, gerade gegenüber den Kranken und Leidenden, und ruft dazu auf, in allen Werken der Barmherzigkeit Christus zu begegnen.

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Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

« Wenn ihr nicht glaubt, könnt ihr nicht bestehen » — Is 7, 1-9

Zur Zeit des Ahas, des Königs von Juda,
zogen Rezin, der König von Aram, und Pekach, der Sohn Remaljas, König von Israel,
gegen Jerusalem hinauf, um es anzugreifen,
aber sie konnten keinen Angriff gegen die Stadt unternehmen.
    Dem Haus Davids wurde gemeldet,
dass die Aramäer sich in Ephraim niedergelassen hatten.
Da erbebte das Herz des Königs und das Herz seines Volkes,
wie die Bäume des Waldes vor dem Wind erbeben.
    Da sprach der Herr zu Jesaja:
„Nimm deinen Sohn Schear-Jaschub (das heißt: ‚Ein Rest kehrt zurück‘)
und geh zu Ahas, ans Ende des Wasserkanals des oberen Teiches,
an der Straße zum Walkerfeld.
    Sage ihm:
‚Bewahre die Ruhe, fürchte dich nicht,
verliere nicht den Mut
wegen dieser beiden rauchenden Holzstücke,
wegen des glühenden Zorns des Königs von Aram
und des Königs von Israel.
    Ja, Aram hat sich zusammengetan,
zusammen mit Ephraim und dessen König, um dich zu vernichten.
Sie sagen sich:
    Wir wollen gegen das Land Juda ziehen,
es erschrecken
und es zur Kapitulation zwingen;
dann wollen wir ihm den Sohn Tabëls als König einsetzen.
    So spricht Gott, der Herr:
Das wird nicht geschehen, das wird nicht sein,
    dass Damaskus die Hauptstadt von Aram ist,
und Rezin das Haupt von Damaskus,
    dass Samaria die Hauptstadt von Ephraim ist,
und der Sohn Remaljas das Haupt von Samaria.
– In fünfundsechzig Jahren wird Ephraim vernichtet sein,
und kein Volk mehr sein.
Aber wenn ihr nicht glaubt,
könnt ihr nicht bestehen.‘“

            – Wort des Herrn.

Ps 47 (48), 2-3ab, 3cd-4, 5-6,7-8

Groß ist der Herr und hoch zu loben,
in der Stadt unseres Gottes,
sein heiliger Berg, prächtig und schön,
Freude der ganzen Erde.

Der Berg Zion, das Zentrum der Welt,
die Stadt des großen Königs;
Gott zeigt sich dort in seinen Palästen
als wahrer Schutz.

Seht, Könige hatten sich verbündet;
sie zogen gemeinsam heran.
Sie schauten, erschraken plötzlich,
vor Schrecken ergriffen, flohen sie hinweg.

Dort packte sie das Zittern,
wie Geburtswehen eine Frau;
ein Sturmwind aus der Wüste
hat die Schiffe von Tarsis zerschmettert.

« Am Tag des Gerichts wird es Tyrus und Sidon und dem Land von Sodom erträglicher gehen als euch » — Mt 11, 20-24

In jener Zeit
    begann Jesus, den Städten Vorwürfe zu machen,
in denen die meisten seiner Wunder geschehen waren,
weil sie sich nicht bekehrt hatten:
    „Weh dir, Chorazin!
Weh dir, Betsaïda!
Denn wenn in Tyrus und Sidon
die Wunder geschehen wären, die bei euch geschehen sind,
hätten sie längst in Sack und Asche Buße getan.
    Darum sage ich euch:
am Tag des Gerichts
wird es Tyrus und Sidon erträglicher gehen als euch.
    Und du, Kafarnaum, wirst du etwa bis zum Himmel erhoben werden?
Nein, du wirst bis zur Unterwelt hinabgestoßen werden!
Denn wenn bei dir die Wunder geschehen wären, die in Sodom geschehen sind,
dann würde diese Stadt noch heute stehen.
    Darum sage ich euch:
am Tag des Gerichts
wird es dem Land von Sodom erträglicher gehen als dir.“

            – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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