CatéGPT

Der Heilige des Tages · 15. Juli

Hl. Bonaventura, Bischof und Kirchenlehrer

Gedenktag

Mittwoch, 15. Woche im Jahreskreis

Liturgische Farbe : Weiß


Der heilige Bonaventura, dessen Gedenktag die Kirche heute feiert, wurde im 13. Jahrhundert in Italien geboren und zählt zu den bedeutendsten Theologen des Mittelalters. Er trat in jungen Jahren in den Franziskanerorden ein, wurde bald Professor an der Universität Paris und zeichnete sich dort durch tiefe Frömmigkeit und Weisheit aus. Seine theologischen Werke, insbesondere das „Itinerarium mentis in Deum“ (Die Reise der Seele zu Gott), verbinden scharfsinnige Argumentation mit mystischer Spiritualität. Als Generalminister führte Bonaventura den Franziskanerorden durch bewegte Zeiten, prägte maßgeblich dessen Identität und arbeitete an einer Balance zwischen radikaler Armut und stabiler Gemeinschaft.

1265 wurde er zum Bischof und Kardinal von Albano ernannt und nahm am Zweiten Konzil von Lyon teil, wo er kurz vor dessen Abschluss starb. Bonaventura verstand sich selbst als „zweiter Gründer“ des Franziskanerordens, indem er die Vision des heiligen Franziskus für kommende Generationen interpretiert und strukturiert hat. Sein Beitrag für die Kirche liegt auch in seinem ausgleichenden Geist: Er verband die große Hochscholastik mit einer betont spirituellen Theologie, die das Herz ebenso anspricht wie den Verstand. Papst Sixtus V. erhob ihn im 16. Jahrhundert zum Kirchenlehrer. Die Kirche ehrt Bonaventura als herausragenden Gelehrten und Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Glauben.

Eine Frage zum Fest des Tages stellen

Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

„Rühmt sich das Beil gegenüber dem, der es schwingt?“ — Is 10, 5-7.13-16

So spricht der Herr:
Weh! Assur, das Werkzeug meines Zorns,
der Stock meines Grimms.
Ich sende ihn gegen ein gottloses Volk,
ich beauftrage ihn gegen ein Volk, das meinen Zorn erregt,
um es zu plündern und Beute zu machen,
um es wie Straßenkot zu zertreten.
Aber Assur sieht es nicht so,
es denkt ganz anders:
sein Ziel ist es, zu vernichten,
viele Völker auszurotten.
Denn der König von Assur sagte:
„Durch die Kraft meiner Hand habe ich gehandelt,
und durch meine Weisheit, denn ich habe Verstand.
Ich habe die Grenzen der Völker verschoben,
ich habe ihre Vorräte geplündert;
stark unter den Starken, habe ich Mächtige entthront.
Ich legte meine Hand an den Reichtum der Völker,
wie an ein Nest.
Wie man verlassene Eier sammelt,
habe ich die ganze Erde gesammelt,
und da war kein Flügelschlag,
kein offener Schnabel,
kein Schrei.“
Aber rühmt sich das Beil
über den, der es gebraucht?
Wird sich die Säge
über den, der sie führt, erheben?
Als würde der Stock die Hand bewegen, die ihn schwingt,
als ob das Holz den Menschen schwinge!
Darum wird der Herr, der GOTT der Heerscharen,
die wohlgenährten Krieger des Königs von Assur dahinschwinden lassen,
und anstelle seines Ruhmes wird ein Brandherd aufflammen,
das Feuer eines Brandes.

            – Wort des Herrn.

Ps 93 (94), 5-6, 7-8, 9-10, 14-15

Dein Volk, Herr, zertreten sie,
und dein Erbe unterdrücken sie;
sie morden die Witwe und den Fremden,
sie töten die Waisen.

Sie sagen: „Der Herr sieht es nicht,
der Gott Jakobs merkt es nicht!“
Erkennt endlich, ihr Unvernünftigen!
Ihr Toren, wann werdet ihr klug?

Er, der das Ohr gepflanzt hat, sollte er nicht hören?
Er, der das Auge geschaffen hat, sollte er nicht sehen?
Er, der Nationen züchtigt, sollte er nicht strafen,
er, der den Menschen Erkenntnis gibt?

Der Herr verlässt sein Volk nicht,
er gibt sein Erbe nicht preis:
Es wird wieder Recht gesprochen werden;
alle aufrichtigen Menschen werden es bejubeln.

„Was du den Weisen und Klugen verborgen hast, hast du den Unmündigen offenbart“ — Mt 11, 25-27

In jener Zeit
ergriff Jesus das Wort und sprach:
„Vater, Herr des Himmels und der Erde,
ich preise dich:
Was du den Weisen und Klugen verborgen hast,
hast du den Unmündigen offenbart.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen in deiner Güte.
Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden;
niemand kennt den Sohn, nur der Vater,
und niemand kennt den Vater, nur der Sohn,
und der, dem es der Sohn offenbaren will.“

            – Lob sei dir, o Herr, für dein Wort.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

Dieses Fest teilen

Zum Fest des TagesZum liturgischen Kalender