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Der Heilige des Tages · 16. Juli

Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel

Nicht gebotener Gedenktag

Donnerstag, 15. Woche im Jahreskreis

Liturgische Farbe : Grün


Das Fest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel erinnert an die tief verwurzelte Beziehung der Kirche zur Jungfrau Maria als besondere Schutzpatronin des Karmeliterordens. Der Ursprung dieser Feier liegt im 13. Jahrhundert, als sich eine Gruppe von Einsiedlern auf dem Berg Karmel im Heiligen Land niederließ und Maria als ihre Patronin erwählte. Die Karmeliten verehren Maria nicht nur als Vorbild des kontemplativen Lebens und der Hingabe an Gottes Willen, sondern sehen in ihr auch die Mutter, die sie zu Christus führt und in ihren geistlichen Kämpfen begleitet. Eine entscheidende Rolle spielte später die Tradition des Skapuliers: Der Überlieferung nach empfing der Ordensgeneral Simon Stock im 13. Jahrhundert eine Marienerscheinung, bei der Maria das Skapulier als Zeichen ihres besonderen Schutzes und ihrer Fürsprache überreichte – eine Legende, deren historische Einzelheiten jedoch umstritten sind.

Die Verehrung Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel breitete sich bald in der ganzen Kirche aus und wurde zu einem Symbol des Vertrauens in Marias Fürsprache. Die liturgische Feier am 16. Juli wurde im Laufe des 18. Jahrhunderts offiziell in den Römischen Kalender aufgenommen. Für viele Gläubige ist dieser Tag eine Gelegenheit, sich erneut unter den mütterlichen Schutz Mariens zu stellen und zu betonen, dass sie – wie am Karmel – Wegweiserin zu einem Leben aus Vertrauen, Gebet und Hingabe ist. Die Spiritualität des Karmel lehrt, dass jeder Christ zur inneren Freundschaft mit Gott und zur Nachfolge Christi durch das Beispiel und die Hilfe Mariens berufen ist.

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Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

„Sie werden erwachen, jubeln vor Freude, die im Staub wohnen“ — Is 26, 7-9.12.16-19

Gerade ist der Weg des Gerechten;
du, der du gerecht bist, ebnest den Pfad des Gerechten.
    Ja, auf dem Weg deiner Gerichte,
Herr, hoffen wir auf dich.
Deinen Namen auszusprechen, deiner zu gedenken,
ist die Sehnsucht der Seele.
    Meine Seele verlangt nachts nach dir,
und mein Geist in meinem Innersten sucht dich seit dem Morgen.
Wenn deine Gerichte auf Erden geschehen,
lernen die Bewohner der Welt Gerechtigkeit.

    Herr, du verschaffst uns Frieden:
bei all unserem Tun wirkst du selbst für uns.
    Herr, in der Not sucht man dich auf;
wenn du Strafen sendest,
versucht man, sie abzuwenden.
    Wir standen vor dir, Herr,
wie eine schwangere Frau, die gebären soll,
die sich windet und unter Schmerzen schreit.
    Wir haben empfangen, wir haben Schmerzen gehabt,
aber nur Wind geboren:
wir haben dem Land kein Heil gebracht,
kein Bewohner der Erde kam zum Leben.

    Deine Toten werden auferstehen,
ihre Leichname werden sich erheben.
Sie werden erwachen, jubeln vor Freude,
die im Staub wohnen,
denn dein Tau, Herr, ist ein Tau des Lichts,
und das Land der Schatten wird neues Leben geben.

            – Wort des Herrn.

Ps 101 (102), 13-15, 16-18, 19-21

Du aber, Herr, bleibst für immer;
von Generation zu Generation wird man deiner gedenken.
Du wirst dich über Zion erbarmen;
es ist Zeit, ihr Mitleid zu zeigen: die Stunde ist gekommen.
Deine Knechte haben Mitleid mit ihren Trümmern,
sie lieben sogar ihren Staub.

Die Völker werden den Namen des Herrn fürchten,
und alle Könige der Erde seine Herrlichkeit:
wenn der Herr Zion wieder aufbaut,
wenn er erscheint in seiner Herrlichkeit,
ner wird er sich dem Gebet des Unterdrückten zuwenden,
er hat ihr Gebet nicht verachtet.

Das soll aufgeschrieben werden für die künftige Generation,
und das neu geschaffene Volk wird seinen Gott preisen:
„Von der Höhe seines Heiligtums neigte sich der Herr,
vom Himmel schaut er auf die Erde
um das Stöhnen der Gefangenen zu hören
und die zu befreien, die dem Tod geweiht waren.“

„Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig“ — Mt 11, 28-30

In jener Zeit ergriff Jesus das Wort und sprach:
    „Kommt zu mir,
alle, die ihr mühselig und beladen seid,
und ich werde euch Ruhe verschaffen.
    Nehmt mein Joch auf euch,
lernt von mir,
denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig,
und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.
    Ja, mein Joch ist sanft,
und meine Last ist leicht.“

            – Verkünden wir das Wort Gottes.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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