15. November
33. Sonntag im Jahreskreis
Lesejahr A
Der 33. Sonntag im Jahreskreis markiert in der Liturgie der katholischen Kirche eine Phase der Sammlung und Reflexion gegen Ende des Kirchenjahres. Die biblischen Lesungen dieses Sonntags richten unseren Blick auf das Thema Wachsamkeit, Verantwortung und das Hinarbeiten auf das kommende Reich Gottes. Gerade im Licht des nahenden Advents laden die Texte dazu ein, die eigenen Talente im Dienst an Gott und den Mitmenschen einzusetzen, wachsam zu sein und sich stets auf das Kommen Christi vorzubereiten.
Die Kirche ruft die Gläubigen dazu auf, ihr Leben zu prüfen und nicht in Selbstzufriedenheit zu verharren. Der Kontext des späten Kirchenjahres lenkt den Blick auf die Endlichkeit des Lebens und die Hoffnung auf die Vollendung in Christus. Dabei verdeutlichen die Schriftlesungen – häufig das Gleichnis von den anvertrauten Talenten (Matthäus 25,14-30) und ein Abschnitt aus den Paulusbriefen – welche Verantwortung jeder Christ für sein Tun trägt.
Dieser Sonntag ermutigt, das eigene Handeln am Evangelium auszurichten, verantwortungsvoll mit den Gaben Gottes umzugehen und stets bereit zu sein, Christus zu begegnen. Die wiederkehrende liturgische Feier erinnert daran, dass das christliche Leben auf das Ziel des ewigen Lebens und die Gemeinschaft mit Gott ausgerichtet ist.
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Eine Frage zum Fest des Tages stellen
Fragen zu 33. Sonntag im Jahreskreis (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
Erste LesungPr 31, 10-13.19-20.30-31
Eine vollkommene Frau, wer findet sie?
Sie ist kostbarer als Perlen!
Ihr Mann kann ihr vertrauen:
er wird keinen Mangel an Gütern haben.
Sie bringt ihm Glück und nicht Unglück,
an allen Tagen ihres Lebens.
Sie versteht es, Wolle und Flachs zu wählen,
und ihre Hände arbeiten bereitwillig.
Sie streckt ihre Hand nach dem Spinnrocken aus,
ihre Finger führen die Spindel.
Ihre Hände öffnen sich dem Armen,
sie streckt ihre Hand dem Bedürftigen entgegen.
Anmut ist trügerisch und Schönheit vergeht;
nur die Frau, die den Herrn fürchtet, verdient Lob.
Preiset sie für die Früchte ihrer Arbeit:
und an den Toren der Stadt mögen ihre Werke sie rühmen!
– Wort des Herrn.
PsalmPs 127 (128), 1-2, 3, 4-5
Selig, wer den Herrn fürchtet
und auf seinen Wegen geht!
Du wirst dich nähren von deiner Hände Arbeit:
Selig bist du! Dir wird es gut ergehen!
Deine Frau ist wie ein fruchtbarer Weinstock
im Innern deines Hauses,
und deine Söhne, wie junge Ölbäume,
rings um deinen Tisch.
So wird gesegnet der Mann,
der den Herrn fürchtet.
Vom Zion möge dich der Herr segnen!
Du wirst das Glück Jerusalems schauen alle Tage deines Lebens.
Zweite Lesung1 Th 5, 1-6
Was Zeiten und Zeitpunkte der Ankunft des Herrn angeht,
brauche ich euch, Brüder und Schwestern, nicht in meinem Brief zu schreiben.
Ihr wisst genau, dass der Tag des Herrn
kommt wie ein Dieb in der Nacht.
Wenn die Leute sagen:
„Frieden und Sicherheit!“,
dann wird plötzlich das Unheil über sie kommen,
wie die Wehen über die schwangere Frau:
sie werden nicht entkommen können.
Ihr aber, Brüder und Schwestern, seid nicht in der Finsternis,
sodass euch dieser Tag wie ein Dieb überraschen könnte.
Ihr alle seid ja Kinder des Lichts, Kinder des Tages;
wir gehören nicht der Nacht oder der Finsternis.
Also wollen wir nicht schlafen wie die anderen,
sondern wachsam und nüchtern sein.
– Wort des Herrn.
EvangeliumMt 25, 14-30
In jener Zeit
erzählte Jesus seinen Jüngern dieses Gleichnis:
„Es ist wie bei einem Mann, der in die Fremde reiste:
er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an.
Dem einen gab er fünf Talente,
dem anderen zwei Talente,
dem dritten ein Talent,
jeweils nach ihren Fähigkeiten.
Dann reiste er ab.
Sogleich ging der, der die fünf Talente erhalten hatte,
hin und machte damit Gewinn
und gewann fünf weitere dazu.
Ebenso gewann der, der zwei Talente erhalten hatte,
noch zwei dazu.
Der aber, der nur ein Talent bekommen hatte,
ging, grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn.
Nach langer Zeit kehrte der Herr jener Diener zurück
und hielt Abrechnung mit ihnen.
Der, der die fünf Talente erhalten hatte, trat heran,
brachte fünf weitere Talente
und sagte:
‚Herr,
du hast mir fünf Talente anvertraut;
siehe, ich habe noch fünf dazugewonnen.‘
Sein Herr sagte zu ihm:
‚Sehr gut, du guter und treuer Diener,
du warst im Kleinen treu,
ich will dir Größeres anvertrauen;
komm, nimm teil an der Freude deines Herrn.‘
Auch der, der zwei Talente erhalten hatte, trat heran
und sagte:
‚Herr, du hast mir zwei Talente anvertraut;
siehe, ich habe noch zwei dazugewonnen.‘
Sein Herr sagte zu ihm:
‚Sehr gut, du guter und treuer Diener,
du warst im Kleinen treu,
ich will dir Größeres anvertrauen;
komm, nimm teil an der Freude deines Herrn.‘
Auch der, der nur ein Talent erhalten hatte, trat heran
und sagte:
‚Herr,
ich wusste, dass du ein strenger Mann bist:
du erntest, wo du nicht gesät hast,
du sammelst, wo du nicht ausgestreut hast.
Ich hatte Angst und habe dein Talent in der Erde versteckt.
Hier hast du, was dir gehört.‘
Sein Herr erwiderte ihm:
‚Du böser und fauler Diener,
du wusstest also, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe,
dass ich sammle, wo ich nicht ausgestreut habe.
Dann hättest du mein Geld zur Bank bringen sollen;
bei meiner Rückkehr hätte ich es mit Zinsen zurückerhalten.
Nehmt ihm also das Talent
und gebt es dem, der die zehn Talente hat.
Denn wer hat, dem wird gegeben werden,
und er wird Überfluss haben;
wer aber nichts hat,
dem wird sogar das genommen, was er hat.
Doch jenen unnützen Diener
werft hinaus in die äußerste Finsternis;
dort wird Heulen und Zähneknirschen sein!‘ “
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
ODER KURZFASSUNG
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org