16. November
Hl. Margareta von Schottland und Hl. Gertrud, Jungfrau
Montag, 33. Woche im Jahreskreis — Jahr II
Die heilige Margareta von Schottland lebte im 11. Jahrhundert und war als Königin von Schottland eine bedeutende Gestalt christlicher Nächstenliebe und Reform. Geboren vermutlich um 1045 an einem königlichen Hof, gelangte sie nach politischen Wirren an den schottischen Königshof, wo sie Malcolm III. heiratete. Margareta zeichnete sich durch tiefe Frömmigkeit, Wohltätigkeit und ihren unermüdlichen Einsatz für Bedürftige aus. Sie förderte klösterliches und kirchliches Leben, war bestrebt, kirchliche Sitten zu erneuern und bemühte sich, den Glauben unter ihrem Volk zu vertiefen. Dabei pflegte sie eine lebenslange Verbundenheit zu Gebet, Fasten und Barmherzigkeit. Die Kirche ehrt sie besonders für ihre Fürsorge um die Armen, ihre Rolle als Mutter und ihre Weisheit als Königin, die ihr Land nicht nur politisch, sondern auch geistlich prägte. Ihr Tod um 1093 markierte ein Ende, doch ihr Nachwirken reicht bis heute – sie gilt als Patronin Schottlands und Vorbild für christliche Frauen und Herrscher gleichermaßen.
Die heilige Gertrud von Helfta, auch bekannt als Gertrud die Große, war eine deutsche Mystikerin des 13. Jahrhunderts. Sie trat bereits als Kind ins Kloster Helfta ein, wo sie eine tiefe Beziehung zu Christus entwickelte und berühmt wurde für ihre mystischen Erfahrungen und theologischen Schriften, insbesondere in Bezug auf die Andacht zum Herzen Jesu. Ihre Werke beeinflussten die Spiritualität der Kirche nachhaltig. Gertruds Leben steht für das Ideal der innigen Christusbeziehung, die durch Gebet, Meditation und Hingabe wächst. Ihr liturgisches Gedächtnis erinnert an die Bedeutung der geistlichen Kontemplation und lädt alle Gläubigen zu einer vertieften Liebe zu Gott ein.
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Fragen zu Hl. Margareta von Schottland und Hl. Gertrud, Jungfrau (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
LesungAp 1, 1-4 ; 2, 1-5a
Offenbarung Jesu Christi,
die Gott ihm anvertraut hat,
um seinen Dienern zu zeigen,
was bald geschehen muss;
diese Offenbarung hat er,
durch den Dienst seines Engels,
seinem Diener Johannes kundgetan.
Johannes bezeugt als Wort Gottes
und als Zeugnis Jesu Christi
alles, was er gesehen hat.
Selig, wer liest,
selig, wer hört
die Worte dieser Weissagung
und bewahrt, was darin geschrieben steht,
denn die Zeit ist nahe.
Johannes
an die sieben Gemeinden, die in Kleinasien sind:
Euch Gnade und Friede
von dem, der ist, der war und der kommt,
von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind.
Ich hörte den Herrn zu mir sagen:
An den Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe:
So spricht der, der die sieben Sterne in seiner rechten Hand hält,
der mitten unter den sieben goldenen Leuchtern geht:
Ich kenne deine Werke, deine Mühe, deine Ausdauer,
ich weiß, dass du die Bösen nicht ertragen kannst;
du hast die geprüft, die sich Apostel nennen
und es nicht sind;
du hast erkannt, dass sie Lügner sind.
Du mangelt es nicht an Ausdauer,
und du hast vieles um meines Namens willen ertragen,
ohne zu ermüden.
Aber ich habe gegen dich,
dass du deine erste Liebe verlassen hast.
So erinnere dich daran, von wo du gefallen bist,
bekehr dich, und tu wieder deine ersten Werke.
– Wort des Herrn.
PsalmPs 1, 1-2, 3, 4.6
Selig der Mann,
der nicht dem Rat der Frevler folgt,
der nicht auf dem Weg der Sünder geht,
nicht sitzt im Kreis der Spötter,
sondern Gefallen hat am Gesetz des Herrn
und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht!
Er ist wie ein Baum,
gepflanzt an Wasserbächen,
der Frucht bringt zu seiner Zeit
und dessen Laub niemals welkt;
was immer er tut, gedeiht.
So geht es nicht den Frevlern.
Sie sind wie Spreu,
die der Wind verweht.
Der Herr kennt den Weg der Gerechten,
doch der Weg der Frevler führt ins Verderben.
EvangeliumLc 18, 35-43
Als Jesus sich Jericho näherte,
saß ein Blinder am Straßenrand und bettelte.
Als er die Menge vorbeigehen hörte,
erkundigte er sich, was das bedeute.
Man sagte ihm, dass Jesus von Nazareth vorbeikomme.
Da rief er:
„Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner!“
Die Leute, die vorangingen,
wiesen ihn zurecht, damit er schweige.
Doch er schrie noch viel lauter:
„Sohn Davids, erbarme dich meiner!“
Jesus blieb stehen und ließ ihn zu sich führen.
Als er näher gekommen war, fragte ihn Jesus:
„Was willst du, dass ich dir tue?“
Er antwortete:
„Herr, dass ich wieder sehen kann.“
Und Jesus sprach zu ihm:
„Sei sehend! Dein Glaube hat dich gerettet.“
Im selben Augenblick konnte er sehen,
und er folgte Jesus, indem er Gott pries.
Und das ganze Volk, das das sah,
lobte Gott.
– Lob sei dir, Christus, für dein Evangelium.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org