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17. November

Liturgische Farbe : Weiß

Hl. Elisabeth von Ungarn

Gedenktag

Dienstag, 33. Woche im Jahreskreis — Jahr II


Die heilige Elisabeth von Ungarn, auch bekannt als Elisabeth von Thüringen, zählt zu den bedeutendsten Frauen des Mittelalters. Sie wurde um 1207 als Tochter des ungarischen Königs geboren und heiratete im jungen Alter den Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen. Nach dem frühen Tod ihres Mannes widmete sie ihr Leben radikal den Armen und Kranken. Ihr Wirken in Marburg, wo sie ein Hospiz gründete, war geprägt von tiefer Nächstenliebe und einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Ihre außergewöhnliche Frömmigkeit und Hingabe an Christus beeindruckten Zeitgenossen und Nachwelt gleichermaßen. Elisabeth war von großem Vertrauen auf Gott getragen und setzte sich unermüdlich für Bedürftige ein – oft unter Inkaufnahme persönlicher Entbehrungen und sozialer Anfeindungen. Bereits wenige Jahre nach ihrem Tod wurde sie heiliggesprochen. Die Kirche feiert ihr Gedenken als Vorbild christlicher Caritas und Demut. Ihr Leben erinnert daran, dass christliche Liebe im solidarischen Handeln sichtbar wird.

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Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

LesungAp 3, 1-6.14-22

Ich, Johannes, habe den Herrn gehört, der zu mir sprach:
An den Engel der Kirche in Sardes schreibe:
So spricht der, der die sieben Geister Gottes
und die sieben Sterne hat:
Ich kenne dein Tun,
ich weiß, dass du dem Namen nach lebst,
aber du bist tot.
Sei wachsam, stärke, was dir noch bleibt
und schon im Begriff war zu sterben,
denn ich habe deine Werke nicht als vollkommen befunden
vor meinem Gott.
Also erinnere dich daran, was du empfangen und gehört hast,
bewahre es und kehre um.
Wenn du nicht wachst, werde ich kommen wie ein Dieb,
und du wirst nicht wissen,
zu welcher Stunde ich dich überfallen werde.
Doch in Sardes
hast du einige, die ihre Kleider nicht befleckt haben.
In weißen Gewändern werden sie mit mir einhergehen,
den sie sind dessen würdig.
So wird der Sieger mit weißen Gewändern bekleidet werden;
ich werde seinen Namen niemals aus dem Buch des Lebens auslöschen;
seinen Namen werde ich bekennen
vor meinem Vater und vor seinen Engeln.
Wer Ohren hat,
der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.

An den Engel der Kirche in Laodizea schreibe:
So spricht der, der das Amen ist,
der treue und wahrhaftige Zeuge,
der Ursprung der Schöpfung Gottes:
Ich kenne deine Werke,
ich weiß, dass du weder kalt noch heiß bist
– lieber wärst du kalt oder heiß!
Deshalb, weil du lau bist
– weder heiß noch kalt –
werde ich dich aus meinem Mund ausspeien.
Du sagst: „Ich bin reich,
ich habe Reichtum erworben, mir fehlt nichts“,
und du weißt nicht, dass du elend und bemitleidenswert bist,
arm, blind und nackt!
So rate ich dir:
kaufe von mir Gold, das im Feuer geläutert ist, um reich zu werden,
weiße Kleider, um dich zu bekleiden,
damit die Schande deiner Blöße nicht sichtbar wird,
eine Salbe, um sie auf deine Augen zu streichen,
damit du sehen kannst.
Ich, alle, die ich liebe,
erweise ich ihre Fehler auf und züchtige sie.
Sei also eifrig und kehre um.
Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an.
Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet,
werde ich bei ihm eintreten;
ich werde mit ihm das Mahl halten und er mit mir.
Dem Sieger werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen,
wie auch ich nach meinem Sieg
mit meinem Vater auf seinem Thron sitze.
Wer Ohren hat,
der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.

– Wort des Herrn.

PsalmPs 14 (15), 1a.2, 3bc-4ab, 4d.5

Herr, wer darf Gast sein in deinem Zelt?
Wer untadelig lebt,
wer tut, was recht ist,
und mit aufrichtigem Herzen die Wahrheit sagt.

Er fügt seinem Bruder kein Unrecht zu
und bringt seinen Nächsten nicht in Verruf.
In seinen Augen ist der Verworfene verachtet,
aber er ehrt die Gottesfürchtigen.

Er hält sein Versprechen auch wenn es ihm schadet.
Er leiht sein Geld nicht auf Wucher aus,
und lässt sich nicht bestechen gegen den Unschuldigen.
Wer so handelt, wird niemals wanken.

EvangeliumLc 19, 1-10

In jener Zeit
ging Jesus in die Stadt Jericho hinein und zog hindurch.
Nun gab es dort einen Mann namens Zachäus;
er war der Oberste der Zöllner
und war reich.
Er wollte sehen, wer Jesus sei,
konnte es aber wegen der Menschenmenge nicht,
den er war klein von Gestalt.
So lief er voraus
und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum,
um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen sollte.
Als Jesus an die Stelle kam,
blickte er auf und sagte zu ihm:
„Zachäus, steig schnell herab!
Denn heute muss ich in deinem Haus zu Gast sein.“
Da stieg er schnell herab
und nahm Jesus voller Freude bei sich auf.
Als alle das sahen, murrten sie:
„Er ist bei einem Sünder eingekehrt.“
Zachäus aber trat vor den Herrn und sagte:
„Siehe, Herr,
ich gebe die Hälfte meines Besitzes den Armen,
und wenn ich von jemandem etwas erpresst habe,
erstatte ich es vierfach zurück.“
Da sagte Jesus zu ihm:
„Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden,
denn auch er ist ein Sohn Abrahams.
Der Menschensohn ist nämlich gekommen, zu suchen und zu retten,
was verloren war.“

– Evangelium unseres Herrn.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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