15. September
Unsere Liebe Frau der Schmerzen
Dienstag, 24. Woche im Jahreskreis
Afrika : Selige Jungfrau Maria der Schmerzen
Das Fest „Unsere Liebe Frau der Schmerzen“ (Hl. Maria, Mutter der Schmerzen) lädt Gläubige ein, über die Leiden der Gottesmutter im Zusammenhang mit dem Leben und dem Leiden Jesu Christi nachzudenken. In besonderer Weise werden die sogenannten „Sieben Schmerzen“ Marias betrachtet, darunter die Weissagung Simeons, die Flucht nach Ägypten, der Verlust Jesu im Tempel, die Begegnung mit Jesus auf dem Kreuzweg, sein Tod am Kreuz, die Kreuzabnahme und schließlich die Grablegung Jesu. Diese Spiritualität wurzelt im Mittelalter, als die Rolle der Mutter Jesu als Teilhaberin am Leiden ihres Sohnes intensiver in den Blick geriet. Die Schmerzen Mariens stehen für ihr tiefes Mitfühlen, aber auch für ihre Hoffnung, Treue und Standhaftigkeit im Glauben. Ihr Beispiel wirkt bis heute tröstend für Leidende, die ihre Sorgen mit Maria verbinden. Die römisch-katholische Kirche feiert diesen Gedenktag, um die besondere Nähe Mariens zu allen Menschen in Not hervorzuheben und sie als Helferin und Fürsprecherin darzustellen. Die liturgische Farbe Weiß erinnert an die Hoffnung auf die Auferstehung, selbst im Leiden.
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Regionale Besonderheiten
- Afrika — Selige Jungfrau Maria der Schmerzen
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
Lesung1 Co 12, 12-14.27-31a
Brüder,
nehmen wir einen Vergleich:
der Leib ist einer,
er hat jedoch viele Glieder;
und alle Glieder, so zahlreich sie auch sind,
bilden doch nur einen einzigen Leib.
So ist es auch mit Christus.
Denn durch den einen Geist
sind wir alle, Juden wie Griechen, Sklaven wie Freie,
zur Einheit in einem Leib getauft worden.
Alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.
Der menschliche Leib besteht nämlich nicht aus einem einzigen,
sondern aus vielen Gliedern.
Ihr aber seid der Leib Christi
und jeder für sich ist ein Glied an diesem Leib.
So hat Gott in der Kirche eingesetzt:
zuerst Apostel,
dann Propheten,
drittens Lehrer;
danach Wundertaten,
dann die Gaben der Heilung, der Hilfeleistung, der Leitung,
die Fähigkeit, in verschiedenen Zungen zu reden.
Sind etwa alle Apostel?
Sind alle Propheten, oder Lehrer?
Haben alle die Kraft, Wunder zu tun?
Oder zu heilen, in Zungen zu reden,
oder sie auszulegen?
Strebt also eifrig nach den höheren Gnadengaben!
– Wort des Herrn.
PsalmPs 99 (100), 1-2, 3, 4, 5
Jauchzt dem Herrn, ganze Erde,
dient dem Herrn mit Freude,
kommt vor sein Angesicht mit Jubel!
Erkennt, dass der Herr Gott ist:
er hat uns gemacht, und wir gehören ihm,
wir sind sein Volk, die Herde seiner Weide.
Tretet ein in sein Haus mit Dank,
seine Vorhöfe mit Lobgesang;
dankt ihm, preist seinen Namen!
Ja, der Herr ist gut,
seine Liebe währt ewig,
seine Treue von Geschlecht zu Geschlecht.
EvangeliumStabat Mater. Jn 19, 25-27
Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter,
und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas,
und Maria Magdalena.
Als Jesus seine Mutter sah
und bei ihr den Jünger, den er liebte,
sagte er zu seiner Mutter:
„Frau, siehe, dein Sohn.“
Dann sagte er zu dem Jünger:
„Siehe, deine Mutter.“
Und von jener Stunde an
nahm der Jünger sie zu sich.
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
ODER
„Dein Herz wird von einem Schwert durchbohrt werden.“
Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nach dem heiligen Lukas (Lk 2, 33-35)
In jener Zeit,
als sie Jesus im Tempel darbrachten,
staunten der Vater und die Mutter des Kindes
über das, was über ihn gesagt wurde.
Simeon segnete sie
und sagte zu Maria, seiner Mutter:
„Siehe, dieser Knabe
ist dazu bestimmt, dass viele in Israel durch ihn zu Fall kommen und aufgerichtet werden.
Er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird.
Und dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen –
so werden die Gedanken vieler Herzen offenbar werden.“
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org