16. September
Hl. Cornelius, Papst, und Hl. Cyprian, Bischof, Märtyrer
Mittwoch, 24. Woche im Jahreskreis
Afrika : Hl. Cyprian, Bischof und Märtyrer
Am 16. September feiert die Kirche das Gedenken an die heiligen Cornelius und Cyprian, zwei große Gestalten der frühen Christenheit, die im dritten Jahrhundert lebten. Cornelius war Papst in einer Zeit, als die Kirche durch inneren Streit und äußere Verfolgung erschüttert wurde. Er setzte sich gemeinsam mit Cyprian, dem Bischof von Karthago, für die Barmherzigkeit gegenüber abgefallenen Christen ein, die während der Christenverfolgungen ihren Glauben verleugnet hatten, aber reumütig zur Kirche zurückkehren wollten. Diese Haltung gegenüber den sog. 'Lapsi' war umstritten, doch sie setzte sich schließlich durch und prägte das Bild von einer aufnahmebereiten und heilenden Kirche.
Cornelius und Cyprian bezahlten beide ihren Dienst mit dem Leben: Cornelius starb im Exil, nachdem er von den römischen Behörden verhaftet worden war, während Cyprian in seiner Heimatstadt Karthago das Martyrium erlitt. Die tiefe Freundschaft der beiden Heiligen ist durch erhaltene Briefe bezeugt und wird bis heute als Beispiel christlicher Verbundenheit in schweren Zeiten betrachtet. Ihr Gedenktag will nicht nur an ihren Mut und ihr Zeugnis erinnern, sondern auch an die stets aktuelle Frage, wie Barmherzigkeit und kirchliche Disziplin miteinander verbunden werden können. Im Gedenken an Cornelius und Cyprian wird der Wert der Versöhnung und der Standhaftigkeit im Glauben in den Mittelpunkt gestellt.
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Fragen zu Hl. Cornelius, Papst, und Hl. Cyprian, Bischof, Märtyrer (Novus Ordo Missae)
Regionale Besonderheiten
- Afrika — Hl. Cyprian, Bischof und Märtyrer
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
Lesung1 Co 12, 31 – 13, 13
Brüder,
strebt eifrig nach den größeren Gaben.
Und jetzt zeige ich euch einen unübertrefflichen Weg.
Wenn ich in allen Sprachen
der Menschen und der Engel spräche,
habe aber die Liebe nicht, fehlt mir die Liebe,
bin ich nur ein dröhnendes Erz,
eine lärmende Pauke.
Wenn ich prophetisch reden könnte,
alle Geheimnisse wüsste
und alle Erkenntnis hätte,
und wenn ich allen Glauben hätte,
sodass ich Berge versetzen könnte,
habe aber die Liebe nicht,
bin ich nichts.
Wenn ich all meinen Besitz den Hungernden schenkte,
und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe,
habe aber die Liebe nicht,
nützt es mir nichts.
Die Liebe ist langmütig;
die Liebe ist gütig;
die Liebe ist nicht eifersüchtig;
sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf;
sie handelt nicht ungehörig;
sie sucht nicht ihren Vorteil;
sie lässt sich nicht zum Zorn reizen;
sie trägt das Böse nicht nach;
sie freut sich nicht über das Unrecht,
sondern sie freut sich an der Wahrheit;
sie erträgt alles, glaubt alles,
hofft alles, hält allem stand.
Die Liebe vergeht niemals.
Die prophetische Rede wird aufhören,
die Gabe der Sprachen wird vergehen,
die Erkenntnis wird ein Ende haben.
Denn wir erkennen nur stückweise,
und wir prophezeien nur stückweise.
Wenn aber das Vollkommene kommt,
wird das Stückwerk aufhören.
Als ich ein Kind war,
redete ich wie ein Kind,
dachte wie ein Kind,
urteilte wie ein Kind.
Jetzt aber, da ich ein Mann bin,
habe ich abgelegt, was kindlich war.
Jetzt sehen wir noch wie in einem Spiegel, rätselhaft,
aber dann von Angesicht zu Angesicht.
Jetzt erkenne ich nur unvollständig;
dann aber werde ich erkennen,
wie ich erkannt bin.
Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe,
doch am größten unter ihnen
ist die Liebe.
– Wort des Herrn.
PsalmPs 32 (33), 2-3, 4-5, 12.22
Preist den Herrn mit der Zither,
spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe.
Singt ihm das neue Lied,
spielt kunstvoll das Lobspiel.
Ja, das Wort des Herrn ist wahrhaftig;
in allem, was er tut, ist er treu.
Er liebt Gerechtigkeit und Recht;
die Erde ist erfüllt von seiner Güte.
Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist,
wohl der Nation, die er sich zum Erbe erwählt hat!
Deine Liebe, Herr, sei über uns,
wie wir auf dich hoffen!
EvangeliumLc 7, 31-35
In jener Zeit
sprach Jesus zur Menge:
« Wem soll ich also die Menschen dieser Generation vergleichen?
Wem sind sie ähnlich?
Sie sind Kindern gleich, die auf dem Marktplatz sitzen
und einander zurufen:
‚Wir haben auf der Flöte gespielt,
und ihr habt nicht getanzt.
Wir haben Klagelieder gesungen,
und ihr habt nicht geweint.‘
Denn Johannes der Täufer ist gekommen;
er isst kein Brot, er trinkt keinen Wein,
und ihr sagt: ‚Er ist von einem Dämon besessen!‘
Der Menschensohn ist gekommen;
er isst und trinkt,
und ihr sagt: ‚Seht, ein Fresser und ein Säufer,
ein Freund der Zöllner und Sünder.‘
Doch die Weisheit Gottes
ist durch alle ihre Kinder gerechtfertigt worden.»
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org