Der Heilige des Tages · 19. Juli
16. Sonntag im Jahreskreis
16ème dimanche du Temps Ordinaire (semaine IV du Psautier)
Liturgische Farbe : Grün
Am 16. Sonntag im Jahreskreis lädt die Kirche dazu ein, über das Wirken Gottes in unserer Alltagswelt nachzudenken und seine Geduld mit der Menschheit zu bestaunen. Die biblischen Lesungen dieses Sonntags greifen oft das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen auf, das Jesus erzählt: Gott lässt die Guten und die Bösen auf dieser Welt wachsen, weil sein Urteil und seine Zeit über alles entscheiden. Dieser Sonntag ermutigt Gläubige, geduldig zu sein und sich nicht von Schwierigkeiten entmutigen zu lassen, sondern weiterhin im Glauben und in der Hoffnung zu leben.
Liturgisch steht die Farbe Grün für Hoffnung und das beständige Wachstum im Glauben, das im „gewöhnlichen“ Alltag des Kirchenjahres geschieht. Die Kirche weist darauf hin, dass Gott immer gegenwärtig ist und in der scheinbaren Unsichtbarkeit unseres gewöhnlichen Lebens wirkt. Der 16. Sonntag im Jahreskreis mahnt uns, die Geduld Gottes nachzuahmen und nicht vorschnell über andere zu urteilen. Wir werden erinnert, dass die endgültige Ernte, das heißt das Gericht, allein Gott gehört.
Diese Themen möchten zur Nachsicht mit uns selbst und anderen anregen und laden ein, im Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit zu wachsen. Die Lesungen bieten eine Gelegenheit, sich in seinem eigenen Leben auf die Kraft des Gebets, das Vertrauen in Gottes verborgene Pläne und die christliche Hoffnung zu besinnen.
Eine Frage zum Fest des Tages stellen
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
« Nach der Sünde schenkst du die Umkehr » — Sg 12, 13.16-19
Es gibt keinen anderen Gott als dich,
der sich um alles kümmert:
du zeigst damit, dass deine Urteile nicht ungerecht sind.
Deine Kraft ist der Ursprung deiner Gerechtigkeit,
und deine Herrschaft über alles
ergibt dir die Möglichkeit, alles zu verschonen.
Du zeigst deine Kraft
wenn man nicht an die Fülle deiner Macht glaubt,
und diejenigen, die sie wissentlich herausfordern, weist du zurecht.
Aber du, der du über Kraft verfügst,
richtest mit Nachsicht,
führst uns mit großer Milde,
denn es genügt dir zu wollen, um deine Macht auszuüben.
Durch dein Beispiel hast du deinem Volk gelehrt,
dass der Gerechte menschlich sein soll;
den Deinen hast du eine schöne Hoffnung gegeben:
nach der Sünde schenkst du die Umkehr.
– Wort des Herrn.
Ps 85 (86), 5-6, 9ab.10, 15-16ab
Du bist gütig und vergibst,
voll Liebe für alle, die dich anrufen,
höre mein Gebet, Herr,
erhöre meine flehende Stimme.
Alle Nationen, die du gemacht hast,
werden kommen und sich vor dir niederwerfen,
denn du bist groß und wirkst Wunder,
du, Gott, der einzige.
Du, Herr, Gott voll Zärtlichkeit und Erbarmen,
langsam zum Zorn, voll Liebe und Wahrheit!
Blicke auf mich,
habe Erbarmen mit mir.
« Der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen » — Rm 8, 26-27
Brüder,
der Heilige Geist kommt unserer Schwäche zu Hilfe,
den wir wissen nicht, wie wir beten sollen, wie es sich gehört.
Der Geist selbst tritt für uns ein
mit unaussprechlichem Seufzen.
Und Gott, der die Herzen erforscht,
kennt die Absicht des Geistes,
denn gemäß Gott
tritt der Geist für die Gläubigen ein.
– Wort des Herrn.
« Lasst beides wachsen bis zur Ernte » — Mt 13, 24-43
In jener Zeit
trug Jesus der Menge folgendes Gleichnis vor:
« Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte.
Während nun die Leute schliefen,
kam sein Feind,
er säte Unkraut mitten unter den Weizen
und ging wieder.
Als die Saat aufging und Frucht ansetzte,
zeigte sich auch das Unkraut.
Da kamen die Knechte des Gutsherrn und sagten zu ihm:
‘Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät?
Woher kommt dann das Unkraut?’
Er antwortete ihnen:
‘Das hat ein Feind getan.’
Die Diener sagten zu ihm:
‘Willst du, dass wir hingehen und es ausreißen?’
Er erwiderte:
‘Nein, damit ihr beim Ausreißen des Unkrauts nicht zugleich auch den Weizen mit ausreißt.
Lasst beides wachsen bis zur Ernte;
und zur Zeit der Ernte
werde ich den Schnittern sagen:
Sammelt zuerst das Unkraut
und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen;
den Weizen aber sammelt in meine Scheune.’ »
Er legte ihnen ein weiteres Gleichnis vor:
« Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann nahm
und auf seinen Acker säte.
Es ist das kleinste von allen Samenkörnern,
aber wenn es gewachsen ist,
ist es größer als alle anderen Gartenpflanzen
und wird zu einem Baum,
sodass die Vögel des Himmels kommen
und in seinen Zweigen nisten.»
Er sagte ihnen ein weiteres Gleichnis:
« Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau nahm
und unter drei Maß Mehl verbarg,
bis das Ganze durchsäuert war.»
All das sagte Jesus der Menge in Gleichnissen,
er redete nur in Gleichnissen zu ihnen,
damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist:
Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen,
ich will aussprechen, was seit der Grundlegung der Welt verborgen war.
Dann ließ er die Volksmenge gehen und ging ins Haus.
Seine Jünger traten zu ihm und sagten:
« Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker.»
Er antwortete ihnen:
« Der, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn;
der Acker ist die Welt;
der gute Samen sind die Kinder des Reiches;
das Unkraut sind die Kinder des Bösen.
Der Feind, der es sät, ist der Teufel;
die Ernte ist das Ende der Welt;
die Schnitter sind die Engel.
Wie nun das Unkraut gesammelt
und im Feuer verbrannt wird,
so wird es auch am Ende der Welt sein.
Der Menschensohn wird seine Engel senden,
und sie werden aus seinem Reich
alle, die zu Fallstricken Anlass geben,
und alle, die Böses tun, aussondern;
sie werden sie in den Feuerofen werfen:
dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.
Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne
im Reich ihres Vaters.
Wer Ohren hat,
der höre!»
– Lob sei dir, Christus, für dein Evangelium.
ODER KURZFASSUNG
« Lasst beides wachsen bis zur Ernte » — Mt 13, 24-30
In jener Zeit
trug Jesus der Menge folgendes Gleichnis vor:
« Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte.
Während nun die Leute schliefen,
kam sein Feind,
er säte Unkraut mitten unter den Weizen
und ging wieder.
Als die Saat aufging und Frucht ansetzte,
zeigte sich auch das Unkraut.
Da kamen die Knechte des Gutsherrn und sagten zu ihm:
‘Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät?
Woher kommt dann das Unkraut?’
Er antwortete ihnen:
‘Das hat ein Feind getan.’
Die Diener sagten zu ihm:
‘Willst du, dass wir hingehen und es ausreißen?’
Er erwiderte:
‘Nein, damit ihr beim Ausreißen des Unkrauts nicht zugleich auch den Weizen mit ausreißt.
Lasst beides wachsen bis zur Ernte;
und zur Zeit der Ernte
werde ich den Schnittern sagen:
Sammelt zuerst das Unkraut
und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen;
den Weizen aber sammelt in meine Scheune.’ »
– Lob sei dir, Christus, für dein Evangelium.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org