20. September
25. Sonntag im Jahreskreis
Am 25. Sonntag im Jahreskreis lädt die Kirche die Gläubigen dazu ein, ihr eigenes Leben im Licht des Evangeliums zu betrachten und ihre Beziehung zu Gott und den Mitmenschen zu vertiefen. Es ist eine Zeit, in der der Alltag bewusst als Ort der Nachfolge Christi wahrgenommen wird. Die Texte der Liturgie betonen häufig Themen wie das Vertrauen auf Gott, die Berufung zum Dienst an den Nächsten und die Weisheit, das Reich Gottes über weltliche Güter zu stellen. Jesus lehrt immer wieder durch Gleichnisse, dass Gottes Gnade und seine Berufung alle Grenzen unserer menschlichen Vorstellungen sprengen. Die Kirche erinnert uns an diesem Tag daran, wie wichtig es ist, im Vertrauen und in der Liebe zu wachsen, unabhängig vom Stand oder dem bisherigen Lebensweg. Im Jahreskreis wird so die ständige Wandlung und Reifung der Gläubigen gefördert, indem immer neue Aspekte des Glaubenslebens durch die Schriftlesungen und Gebete erhellt werden.
Dieser Sonntag steht exemplarisch für die Einladung, den christlichen Glauben im Alltag ernst zu nehmen. Der einfache liturgische Charakter zeigt, dass Heiligkeit nicht nur an besonderen Festen, sondern gerade in den gewöhnlichen Tagen gesucht und gefunden werden kann.
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Fragen zu 25. Sonntag im Jahreskreis (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
Erste LesungIs 55, 6-9
Sucht den Herrn, solange er sich finden lässt;
ruft ihn an, solange er nahe ist.
Der Böse soll seinen Weg verlassen,
und der Ruchlose seine Gedanken!
Er kehre um zum Herrn
der sich über ihn erbarmen wird,
zu unserem Gott,
der reich ist an Vergebung.
Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken,
und eure Wege sind nicht meine Wege,
spricht der Herr.
Denn so hoch der Himmel über der Erde ist,
so hoch sind meine Wege über euren Wegen,
und meine Gedanken über euren Gedanken.
– Wort des Herrn.
PsalmPs 144 (145), 2-3, 8-9, 17-18
Jeden Tag will ich dich preisen,
und deinen Namen loben immer und ewig.
Groß ist der Herr, hoch zu loben;
seine Größe ist unerforschlich.
Der Herr ist gütig und barmherzig,
langmütig und reich an Liebe;
die Güte des Herrn waltet über alle,
sein Erbarmen über all seinen Werken.
Gerecht ist der Herr in all seinen Wegen,
treu in allen seinen Taten.
Nahe ist er allen, die ihn anrufen,
allen, die ihn aufrichtig anrufen.
Zweite LesungPh 1, 20c-24.27a
Brüder,
ob ich lebe oder sterbe,
Christus wird in meinem Leib verherrlicht.
Denn für mich ist das Leben Christus,
und das Sterben Gewinn.
Wenn aber das Leben in dieser Welt
mir eine fruchtbare Arbeit ermöglicht,
dann weiß ich nicht, was ich wählen soll.
Ich werde von beiden Seiten bedrängt:
ich sehne mich danach, aufzubrechen
und bei Christus zu sein,
das wäre viel besser;
doch um euretwillen
ist es nötiger, im Fleisch zu bleiben.
Was euch betrifft,
führt ein Leben, das des Evangeliums Christi würdig ist.
– Wort des Herrn.
EvangeliumMt 20, 1-16
In jener Zeit
erzählte Jesus seinen Jüngern folgendes Gleichnis:
« Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsherrn,
der früh am Morgen hinausging,
um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben.
Er einigte sich mit ihnen auf einen Denar,
den üblichen Tageslohn,
und schickte sie in seinen Weinberg.
Um neun Uhr ging er wieder hinaus
und sah andere auf dem Markt stehen, die nichts taten.
Er sagte zu ihnen:
Geht auch ihr in meinen Weinberg!
Ich werde euch geben, was recht ist.
Und sie gingen.
Auch um zwölf Uhr und um drei Uhr ging er hinaus
und machte es ebenso.
Um fünf Uhr ging er nochmals hinaus,
sah wieder andere dastehen und sagte zu ihnen:
Warum steht ihr hier den ganzen Tag untätig?
Sie antworteten ihm:
Weil uns niemand angeworben hat.
Er sagte zu ihnen:
Geht auch ihr in meinen Weinberg!
Am Abend
sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter:
Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus,
beginnend bei den Letzten
bis zu den Ersten.
Da kamen die um fünf Uhr Eingestellten
und erhielten jeder einen Denar.
Als dann die Ersten kamen,
dachten sie, sie würden mehr bekommen,
bekamen aber ebenfalls jeder einen Denar.
Als sie ihn erhielten,
murrten sie über den Gutsherrn:
Diese da, die zuletzt gekommen sind, haben nur eine Stunde gearbeitet,
und du behandelst sie genauso wie uns,
die wir die Last und Hitze des Tages getragen haben!
Der Herr aber antwortete einem von ihnen:
Mein Freund, ich tue dir kein Unrecht.
Bist du nicht mit mir einig geworden für einen Denar?
Nimm, was dir zusteht, und geh!
Ich will dem Letzten genauso viel geben wie dir.
Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will?
Oder bist du neidisch,
weil ich gütig bin?
So werden die Letzten Erste sein
und die Ersten Letzte.»
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org