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Der Heilige des Tages · 21. Juli

Hl. Laurentius von Brindisi, Priester und Kirchenlehrer

Nicht gebotener Gedenktag

Dienstag, 16. Woche im Jahreskreis

Liturgische Farbe : Grün


Der heilige Laurentius von Brindisi wurde um 1559 in Brindisi, Italien, geboren und trat früh in den Kapuzinerorden ein. Als herausragender Prediger, Theologe und Kenner der Heiligen Schrift wirkte er in mehreren europäischen Ländern und setzte sich für die Erneuerung des Glaubens ein. Besonders beeindruckend war seine Sprachbegabung: Neben seiner Muttersprache beherrschte er unter anderem auch Hebräisch, was für katholische Gelehrte seiner Zeit ungewöhnlich war. Laurentius war ein eifriger Missionar, sowohl im christlichen Europa als auch gegenüber Juden und Muslimen. Er wurde wiederholt in diplomatische Aufgaben einbezogen, nicht zuletzt, weil er als Vermittler und Friedensstifter angesehen wurde. 1602 wurde er Generalminister der Kapuziner und unterstützte die Reformbewegungen innerhalb des Ordens. Laurentius war zudem an militärischen Auseinandersetzungen beteiligt, insbesondere in Ungarn gegen die Osmanen, wobei er mit seinem tiefen Glauben Mut und Hoffnung vermittelte. Seine zahlreichen Schriften, vor allem Predigten und Kommentare zur Bibel, spiegeln seine tiefe Spiritualität wider, die von einer leidenschaftlichen Christusliebe geprägt war. Papst Johannes XXIII. erhob ihn 1959 zum Kirchenlehrer. Die Kirche feiert sein Gedächtnis, um an das Zeugnis eines Mannes zu erinnern, der Intellekt, Glaubensstärke und menschliche Zuwendung beispielhaft vereinte.

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Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

« Du wirst alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen! » — Mi 7, 14-15.18-20

Herr, führe du dein Volk mit deinem Stab,
sei der Hirt deiner Herde,
der Herde, die dir gehört,
die einsam wohnt im Dickicht,
umgeben von Obstgärten.
Möge sie ihre Weide wiederfinden in Baschan und Gilead,
wie in den Tagen der Vorzeit!
Wie in den Tagen, als du aus Ägypten auszogst,
lässt du sie Wunder sehen!

Wer ist ein Gott wie du, der Schuld vergibt,
der an der Übertretung vorübergeht,
wie du es tust für den Rest deines Erbes:
ein Gott, der seinen Zorn nicht für immer festhält,
sondern Freude daran hat, Güte zu zeigen?
Erneut wirst du uns dein Erbarmen zeigen,
du wirst unsere Schuld zertreten,
alle unsere Sünden wirfst du in die Tiefen des Meeres!
So gewährst du Jakob deine Treue,
Abraham deine Huld,
wie du es unseren Vätern geschworen hast,
seit den Tagen der Vorzeit.

– Wort des Herrn.

Ps 84 (85), 2-3, 5-6, 7-8

Du hast, Herr, dein Land geliebt,
du hast die Gefangenen Jakobs heimgeführt;
du hast die Schuld deines Volkes vergeben,
du hast all seine Sünde bedeckt.

Lass uns umkehren, Gott, unser Heil,
vergiss deinen Groll gegen uns.
Wirst du für immer zornig auf uns sein,
wirst du deinen Zorn von Generation zu Generation behalten?

Bist nicht du es, der uns wieder Leben gibt
und der die Freude deines Volkes ist?
Lass uns, Herr, deine Liebe schauen,
und schenke uns dein Heil.

« Er streckte die Hand über seine Jünger aus und sagte: Siehe, das sind meine Mutter und meine Brüder » — Mt 12, 46-50

In jener Zeit,
während Jesus noch zu den Leuten sprach,
standen seine Mutter und seine Brüder draußen
und wollten mit ihm sprechen.
Da sagte jemand zu ihm:
„Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen,
die wollen mit dir reden.“
Jesus aber antwortete ihm:
„Wer ist meine Mutter,
und wer sind meine Brüder?“
Und er streckte die Hand über seine Jünger aus und sagte:
„Das hier sind meine Mutter und meine Brüder.
Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut,
der ist für mich Bruder, Schwester und Mutter.“

– Lob sei dir, Christus, für das Evangelium.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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