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22. Oktober

Liturgische Farbe : Grün

Hl. Johannes Paul II., Papst

Nicht gebotener Gedenktag

Donnerstag, 29. Woche im Jahreskreis — Jahr II


Heute gedenkt die Kirche des hl. Johannes Paul II., Papst, der als eine der prägenden Gestalten des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts gilt. Karol Józef Wojtyła wurde in Polen geboren und begann seinen priesterlichen Dienst unter schwierigen Bedingungen zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Während seines langen Pontifikats von 1978 bis 2005 setzte er sich besonders für die Menschenrechte, Versöhnung und den weltweiten Dialog ein. Er förderte die Neuevangelisierung, bereiste zahlreiche Länder und war für seine Nähe zu jungen Menschen bekannt. Johannes Paul II. spielte eine bedeutende Rolle im Zusammenbruch der kommunistischen Regime in Europa, besonders in seiner Heimat Polen. Seine umfassenden theologisch-philosophischen Schriften, wie die Enzykliken über die Menschenwürde oder die Bedeutung des Leids, prägten die Kirche nachhaltig. Auch war er ein überzeugter Verteidiger des Lebens und der Familie. Die schnelle Einleitung seines Seligsprechungsprozesses nach seinem Tod am 2. April 2005 zeigte seine tiefgehende Verehrung im Volk Gottes. Das Fest wird als dankbare Erinnerung an seinen leidenschaftlichen Dienst und sein tiefes Vertrauen in die göttliche Vorsehung begangen.

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Fragen zu Hl. Johannes Paul II., Papst (Novus Ordo Missae)

Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

LesungEp 3, 14-21

Brüder,
    ich knie nieder vor dem Vater,
        von dem jede Vaterschaft im Himmel und auf Erden ihren Namen hat.
    Er, der so reich an Herrlichkeit ist,
gebe euch durch die Kraft seines Geistes,
dass der innere Mensch in euch erstarke.

    Möge Christus durch den Glauben in euren Herzen wohnen;
bleibt in der Liebe verwurzelt, fest gegründet in der Liebe.
    So werdet ihr imstande sein, mit allen Gläubigen zu erfassen,
wie groß die Breite, Länge, Höhe und Tiefe ist…
    Ihr werdet erkennen, was alle Erkenntnis übersteigt:
die Liebe Christi.
Dann werdet ihr erfüllt werden
bis zur ganzen Fülle Gottes.

    Ihm aber, der mit seiner Kraft, die in uns wirkt,
unendlich viel mehr tun kann,
als wir erbitten oder erdenken können,
    ihm sei Ehre in der Kirche und in Christus Jesus
in allen Generationen von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.

            – Wort des Herrn.

PsalmPs 32 (33), 1-2, 4-5, 11-12, 18-19

Jubelt dem Herrn zu, ihr Gerechten!
Ihr Aufrichtigen, euch gebührt das Lob!
Dankt dem Herrn auf der Zither,
spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe.

Ja, das Wort des Herrn ist redlich;
er ist treu in allem, was er tut.
Er liebt Gerechtigkeit und Recht;
die Erde ist erfüllt von seiner Liebe.

Der Plan des Herrn bleibt ewig bestehen,
die Gedanken seines Herzens von Geschlecht zu Geschlecht.
Selig das Volk, dessen Gott der Herr ist,
selig das Volk, das er sich zum Erbe erwählt hat!

Der Herr wacht über alle, die ihn fürchten,
die auf seine Liebe hoffen,
um sie dem Tod zu entreißen
und sie am Leben zu erhalten in Zeiten der Hungersnot.

EvangeliumLc 12, 49-53

In jener Zeit
sagte Jesus zu seinen Jüngern:
    « Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen,
und wie sehr wünschte ich, es würde schon brennen!
    Ich muss mit einer Taufe getauft werden,
und wie sehr bin ich bedrängt, bis sie vollbracht ist!
    Meint ihr, ich sei gekommen,
Frieden auf die Erde zu bringen?
Nein, sage ich euch,
sondern vielmehr die Spaltung.
    Denn von nun an werden fünf in einer Familie gespalten sein:
drei gegen zwei und zwei gegen drei;
    sie werden entzweit sein:
der Vater gegen den Sohn
und der Sohn gegen den Vater,
die Mutter gegen die Tochter
und die Tochter gegen die Mutter,
die Schwiegermutter gegen die Schwiegertochter
und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.»

            – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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