23. Oktober
Hl. Johannes von Capestrano
Freitag, 29. Woche im Jahreskreis — Jahr II
Hl. Johannes von Capestrano war ein italienischer Franziskanerpriester und ein bedeutender Prediger des 15. Jahrhunderts. Er wurde um 1386 in Capestrano, Italien, geboren und hatte zunächst eine juristische Laufbahn eingeschlagen, bevor er sich nach einer tiefen Bekehrung dem Franziskanerorden anschloss. Johannes widmete sich der Reform des kirchlichen Lebens und war bekannt für seine asketische Lebensweise sowie seine begeisternden Predigten, mit denen er das Volk zur Umkehr rief. In einer Zeit großer kirchlicher und gesellschaftlicher Umbrüche engagierte er sich außerdem für die Eindämmung von Häresien und half, den katholischen Glauben in schwierigen Zeiten zu stärken. Besonders bekannt wurde Johannes durch seine Rolle während der Belagerung von Belgrad (1456): Er motivierte die Verteidiger der Stadt gegen das osmanische Heer und trug damit entscheidend zur Rettung Belgrads bei. Sein Wirken wird oft mit großer Volksnähe, Einsatzfreude und tiefer Spiritualität in Verbindung gebracht. Die Kirche gedenkt seiner als Beispiel für Tatkraft im Glauben und mutige Verteidigung des Christentums, verbunden mit einem franziskanischen Geist der Demut und Barmherzigkeit.
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Fragen zu Hl. Johannes von Capestrano (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
LesungEp 4, 1-6
Brüder,
ich, der ich um des Herrn willen im Gefängnis bin,
ermahne euch also, euch so zu verhalten,
wie es eurer Berufung würdig ist:
Seid von großer Demut, Sanftmut und Geduld,
ertragt einander in Liebe;
bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren
durch das Band des Friedens.
Wie ihr alle durch eure Berufung
zu einer einzigen Hoffnung berufen seid,
so gibt es auch nur einen Leib und einen Geist.
Es gibt nur einen Herrn, einen Glauben, eine Taufe,
einen Gott und Vater aller,
der über allen,
durch alle und in allen ist.
– Wort des Herrn.
PsalmPs 23 (24), 1-2, 3-4ab, 5-6
Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt,
der Erdkreis und alle, die darauf wohnen!
Er hat ihn auf Meere gegründet,
und über den Wassern fest gemacht.
Wer darf hinaufsteigen auf den Berg des Herrn,
und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?
Der Mensch mit reinem Herzen und unschuldigen Händen,
der seine Seele nicht zu Götzen erhebt.
Er empfängt Segen vom Herrn,
und Gerechtigkeit von Gott, seinem Retter.
Das ist das Geschlecht derer, die nach ihm suchen!
Das ist Jakob, der deine Nähe sucht!
EvangeliumLc 12, 54-59
In jener Zeit
sprach Jesus zu den Volksmengen:
»Wenn ihr eine Wolke im Westen aufsteigen seht,
sagt ihr gleich, dass es regnen wird,
und so geschieht es.
Und wenn ihr den Südwind wehen seht,
sagt ihr, es wird heiß werden,
und es tritt ein.
Ihr Heuchler!
Das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr deuten;
warum aber könnt ihr dann diese Zeit nicht deuten?
Und warum entscheidet ihr nicht von euch aus,
was recht ist?
Wenn du mit deinem Gegner zum Richter gehst,
bemühe dich unterwegs um eine Einigung mit ihm,
dum nicht von ihm vor den Richter geschleppt zu werden,
der Richter könnte dich dem Gerichtsdiener übergeben,
und der Gerichtsdiener dich ins Gefängnis werfen.
Ich sage dir:
Du wirst von dort nicht herauskommen,
bis du auch den letzten Cent bezahlt hast.«
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org