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Der Heilige des Tages · 23. Juli

Hl. Birgitta von Schweden

Nicht gebotener Gedenktag

Donnerstag, 16. Woche im Jahreskreis

Liturgische Farbe : Grün


Die heilige Birgitta von Schweden (um 1303–1373) ist eine der bedeutendsten Mystikerinnen und Ordensgründerinnen des Mittelalters. Aus einer angesehenen schwedischen Adelsfamilie stammend, führte sie zunächst ein Familienleben und wurde Mutter von acht Kindern, darunter die spätere heilige Katharina von Schweden. Nach dem Tod ihres Ehemannes widmete sich Birgitta einem strengeren geistlichen Leben und empfing zahlreiche Visionen, die einen tiefen Einfluss auf ihr Denken und Handeln hatten. Diese Offenbarungen schrieb sie nieder, wobei sie stets danach strebte, dem Willen Gottes zu folgen. Birgitta wirkte als Beraterin von Königen und Päpsten und setzte sich entschieden für die Reform der Kirche und moralisches Handeln ein. Besonders hervorzuheben ist ihr Engagement für die Rückkehr des Papstes von Avignon nach Rom. Ihre kritische Liebe zur Kirche wurde von Zeitgenossen und auch später geschätzt, obwohl manche ihrer Visionen kontrovers diskutiert wurden.

Sie gründete den Birgittenorden, der sowohl Männern als auch Frauen Aufnahme bot und durch seine einzigartige Ordensstruktur das klösterliche Leben bereicherte. Die Kirche feiert Birgitta als Patronin Europas, da sie die Spiritualität, den religiösen Eifer und das kulturelle Erbe des christlichen Kontinents prägte. Ihr Gedenktag lädt uns ein, auf die Stimme des Gewissens zu hören und unser Leben nach dem Evangelium auszurichten, wie sie es vorlebte.

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Regionale Besonderheiten

  • FrankreichHl. Birgitta, Ordensfrau (Fest in Europa)
  • SchweizHl. Birgitta, Ordensfrau (Fest in Europa)
  • BelgienHl. Birgitta, Ordensfrau (Fest in Europa)
  • LuxemburgHl. Birgitta, Ordensfrau (Fest in Europa)

Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

« Sie haben mich verlassen, mich, die Quelle lebendigen Wassers, und haben sich Zisternen gegraben » — Jr 2, 1-3.7-8.12-13

Das Wort des Herrn wurde an mich gerichtet:
    Geh und verkünde den Ohren Jerusalems:
So spricht der Herr:
Ich erinnere mich an die Zärtlichkeit deiner Jugendzeit,
deine Liebe als junge Braut,
als du mir in die Wüste folgtest,
in ein unbebautes Land.
    Israel war dem Herrn geweiht,
die erste Garbe seiner Ernte;
wer davon aß, machte sich schuldig:
Unglück traf ihn,
– Spruch des Herrn.
    Ich habe euch in ein fruchtbares Land geführt,
um euch von all seinen Früchten zu nähren.
Doch kaum wart ihr eingetreten, habt ihr mein Land entweiht,
mein Erbe in Abscheu verwandelt.
    Die Priester sagten nicht:
„Wo ist der Herr?“
Die Hüter des Gesetzes kannten mich nicht,
die Hirten lehnten sich gegen mich auf;
die Propheten weissagten im Namen des Gottes Baal,
sie folgten Götzen, die zu nichts nützen.
    Ihr Himmel, seid darüber entsetzt, erschüttert, entsetzt euch tief!
– Spruch des Herrn.
    Ja, mein Volk hat eine doppelte Schuld begangen:
sie haben mich verlassen, mich, die Quelle lebendigen Wassers,
und sie haben sich Zisternen gegraben,
geborstene Zisternen, die das Wasser nicht halten können! »

            – Wort des Herrn.

Ps 35, 6-7ab, 8-9, 10-11

Herr, deine Liebe reicht bis zum Himmel;
deine Treue bis zu den Wolken!
Deine Gerechtigkeit ist wie die mächtigen Berge;
deine Urteile wie die große Tiefe!

Wie kostbar ist deine Liebe, o Gott!
Im Schatten deiner Flügel finden die Menschen Zuflucht:
sie genießen die Fülle deines Hauses;
an den Strömen der Wonne tränkst du sie.

Bei dir ist die Quelle des Lebens;
durch dein Licht sehen wir das Licht.
Erhalte deine Liebe denen, die dich kennen,
deine Gerechtigkeit den redlichen Menschen.

« Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu erkennen, aber jenen ist es nicht gegeben » — Mt 13, 10-17

In jener Zeit
    traten die Jünger zu Jesus und sagten zu ihm:
„Warum sprichst du zu ihnen in Gleichnissen?“
    Er antwortete ihnen:
„Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreiches zu erkennen,
aber jenen ist es nicht gegeben.
    Wer hat, dem wird gegeben,
und er wird im Überfluss haben;
wer aber nicht hat,
dem wird auch das genommen, was er hat.
    Dass ich zu ihnen in Gleichnissen spreche,
liegt daran, dass sie sehen und doch nicht sehen,
und hören und doch nicht hören, noch verstehen.
    So erfüllt sich an ihnen die Weissagung Jesajas:
Hört ihr auch, so werdet ihr doch nicht verstehen.
Seht ihr auch hin, so werdet ihr doch nicht erkennen.
    Das Herz dieses Volkes ist stumpf geworden:
sie sind schwerhörig geworden,
haben ihre Augen verschlossen,
damit ihre Augen nicht sehen,
und ihre Ohren nicht hören,
damit ihr Herz nicht versteht,
damit sie sich nicht bekehren,
– und ich sie heile.

    Ihr aber – selig sind eure Augen, weil sie sehen,
und eure Ohren, weil sie hören!
    Amen, ich sage euch:
viele Propheten und Gerechte
haben gewünscht zu sehen, was ihr seht,
und haben es nicht gesehen,
zu hören, was ihr hört,
und haben es nicht gehört.“

            – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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