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24. November

Liturgische Farbe : Rot

Hl. André Dung-Lac und Gefährten

Gedenktag

Dienstag, 34. Woche im Jahreskreis — Jahr II


Am 24. November feiert die Kirche das Gedenken an den Hl. André Dung-Lac und seine Gefährten, die vietnamesischen Märtyrer. Diese Gruppe umfasst Bischöfe, Priester, Ordensleute und zahlreiche Laien, die im 18. und 19. Jahrhundert während schwerer Christenverfolgungen in Vietnam ums Leben kamen. Ihr Zeugnis steht stellvertretend für den starken Glauben vieler Christen, die trotz Folter, Haft und Tod standhaft zu Christus und ihrer Überzeugung standen. Die vietnamesischen Märtyrer waren sowohl Einheimische als auch ausländische Missionare, deren Geschichten teils historisch gut belegt, teils aber auch mit legendenhaften Elementen überliefert sind. Besonders bemerkenswert ist die Treue zur Eucharistie und die Bereitschaft, ihr Leben aus Liebe zu Gott und den Menschen hinzugeben.

Die Verfolgungen, in denen die Märtyrer starben, ereigneten sich vor allem während der Nguyen-Dynastie, als das Christentum als Bedrohung für traditionelle Werte angesehen wurde. Viele Christen mussten im Verborgenen ihren Glauben leben. Die Kirche erinnert an diese Märtyrer nicht nur wegen ihrer Treue im Leiden, sondern auch als Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit für die vietnamesische Kirche und die ganze Weltkirche. Papst Johannes Paul II. hat 117 von ihnen 1988 offiziell heiliggesprochen. Ihr Fest ruft dazu auf, im eigenen Glaubensleben standhaft und mutig zu sein, und erinnert an die weltweite Dimension der Kirche.

Das tägliche Gedenken an die vietnamesischen Märtyrer ermutigt Christen aller Länder, für die Religionsfreiheit einzutreten und im Gebet an die zu denken, die heute noch für ihren Glauben verfolgt werden.

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Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

LesungAp 14, 14-19

Ich, Johannes,
    ich sah:
und siehe, eine weiße Wolke,
und auf der Wolke saß einer,
gleich einem Menschensohn.
Er hatte auf dem Haupt eine goldene Krone
und in der Hand eine scharfe Sichel.
    Ein weiterer Engel trat aus dem Heiligtum heraus.
Er rief mit lauter Stimme dem zu, der auf der Wolke saß:
„Schwing deine Sichel und ernte!
Die Stunde der Ernte ist gekommen,
denn die Ernte der Erde ist reif.“
    Da warf der, der auf der Wolke saß,
die Sichel auf die Erde,
und die Erde wurde abgeerntet.

    Dann kam ein anderer Engel aus dem Tempel im Himmel;
auch er hatte eine scharfe Sichel.
    Noch ein weiterer Engel kam vom Altar her;
er hatte Macht über das Feuer.
Er rief dem, der die scharfe Sichel hatte,
mit lauter Stimme zu:
„Schwing deine scharfe Sichel
und lies die Trauben vom Weinstock der Erde,
denn ihre Beeren sind reif.“
    Da warf der Engel seine Sichel auf die Erde,
las die Weinernte der Erde ein
und warf sie in die große Kelter des Zornes Gottes.

            – Wort des Herrn.

PsalmPs 95 (96), 10, 11-12a, 12b-13ab, 13bcd

Verkündet unter den Nationen: „Der Herr ist König!“
Die Welt bleibt fest gegründet, sie wankt nicht.
Er richtet die Völker mit Geradheit.

Freude am Himmel! Die Erde juble!
Das Meer brause,
und das Feld sei fröhlich.

Die Bäume des Waldes jauchzen vor Freude
vom Angesicht des Herrn, denn er kommt,
denn er kommt, um die Erde zu richten.

Der Herr kommt, um die Erde zu richten.
Er wird die Welt richten mit Gerechtigkeit,
und die Völker nach seiner Treue!

EvangeliumLc 21, 5-11

In jener Zeit,
    als einige über den Tempel sprachen,
über seine schönen Steine und die Weihegeschenke, die ihn schmückten,
sagte Jesus zu ihnen:
    „Was ihr da betrachtet,
es werden Tage kommen,
wo kein Stein auf dem anderen bleiben wird:
alles wird zerstört werden.“
    Sie fragten ihn:
„Meister, wann wird das geschehen?
Und was wird das Zeichen sein, dass dies bevorsteht?“
    Jesus antwortete:
„Gebt acht, dass ihr euch nicht irreführen lasst;
denn viele werden in meinem Namen kommen
und sagen: ‚Ich bin es‘
oder: ‚Die Zeit ist nahe.‘
Lauft ihnen nicht nach!
    Wenn ihr aber von Kriegen und Unruhen hört,
erschreckt nicht:
dies muss zuerst geschehen,
aber das Ende kommt nicht sofort.“

    Dann sagte Jesus weiter:
„Volk wird sich gegen Volk erheben,
Reich gegen Reich.
    Es wird große Erdbeben geben
und an verschiedenen Orten Hungersnöte und Seuchen;
erschreckende Dinge werden geschehen,
und große Zeichen werden am Himmel erscheinen.“

            – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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