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Der Heilige des Tages · 26. Juli

17. Sonntag im Jahreskreis

17ème dimanche du Temps Ordinaire (semaine I du Psautier)

Liturgische Farbe : Grün


Am 17. Sonntag im Jahreskreis lädt die Kirche ihre Gläubigen ein, über das Reich Gottes und die Antworten des Menschen auf Gottes Einladung nachzudenken. Die liturgischen Texte dieses Sonntags knüpfen häufig an Gleichnisse Jesu an, wie beispielsweise das von der kostbaren Perle oder dem Schatz im Acker, die das unermessliche Wert des Himmelreichs aufzeigen. Jesus fordert dazu auf, alles für dieses Reich einzusetzen und nichts Vorrang vor der Suche nach Gott zu geben.

Dieser Sonntag steht im Kontext der sogenannten "Zeit im Jahreskreis", einer geistlichen Zeit, in der die Kirche das Wirken und die Lehren Christi im Alltag entfaltet und vertieft. Die Gläubigen werden dazu ermutigt, ihren Glauben in konkreten Handlungen des Alltags zu leben und sich immer wieder neu auf Christus auszurichten. Die liturgische Farbe Grün symbolisiert Hoffnung, Wachstum und das Reifen des christlichen Lebens.

Die Feier der Sonntage im Jahreskreis soll das Bewusstsein stärken, wie gegenwärtig das Reich Gottes im Leben der Kirche und der Gläubigen ist. Trotz der scheinbaren Alltäglichkeit lädt dieser Tag zur Erneuerung der Beziehung zu Gott und zu einer tieferen Nachfolge Jesu ein.

Eine Frage zum Fest des Tages stellen

Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

« Du hast um Urteilsvermögen gebeten » — 1 R 3, 5.7-12

    In jenen Tagen
    erschien der Herr dem Salomo nachts in Gibeon im Traum.
Gott sprach zu ihm:
« Bitte, was ich dir geben soll.»
    Salomo antwortete:
    «So also, Herr, mein Gott,
du hast mich, deinen Knecht, zum König gemacht
anstelle meines Vaters David.
Doch ich bin ein ganz junger Mann
und weiß nicht, wie ich mich verhalten soll.
    Und nun stehe ich mitten unter dem Volk, das du erwählt hast;
es ist ein großes Volk,
so zahlreich, dass man es nicht zählen noch berechnen kann.
    Schenke deinem Knecht ein hörendes Herz,
damit er dein Volk zu regieren weiß
und zwischen Gut und Böse unterscheiden kann;
wie sonst könnte man dein großes Volk regieren?»

    Diese Bitte Salomos gefiel dem Herrn,
der zu ihm sprach:
    «Weil du darum gebeten hast,
nicht um langes Leben,
nicht um Reichtum,
nicht um den Tod deiner Feinde,
sondern um Einsicht,
das Vermögen zuzuhören und zu regieren,
    so werde ich tun, wie du gesagt hast:
ich gebe dir ein weises und einsichtsvolles Herz,
wie es vor dir niemand gehabt hat
und wie es nach dir keiner haben wird.»

    – Wort des Herrn.

Ps 118 (119), 57.72, 76-77, 127-128, 129-130

Mein Anteil, Herr, habe ich gesagt,
ist es, deine Worte zu bewahren.
Mein Glück ist das Gesetz deines Mundes,
mehr als eine Menge Gold und Silber.

Dein Erbarmen sei mein Trost,
nach deinem Wort an deinen Knecht!
Dein Erbarmen komme zu mir, und ich werde leben:
dein Gesetz ist meine Freude.

Auch liebe ich deine Gebote,
mehr als das feinste Gold.
Ich richte mich nach jedem deiner Vorschriften,
ich hasse jeden Weg der Lüge.

Wie wunderbar sind deine Gebote,
darum bewahrt sie meine Seele!
Das Erschließen deiner Worte erleuchtet
und den Einfältigen schenkt es Einsicht.

« Er hat uns von Anfang an dazu bestimmt, dem Bild seines Sohnes gleich gestaltet zu werden » — Rm 8, 28-30

Brüder,
    wir wissen,
wenn die Menschen Gott lieben,
fügt er alles zu ihrem Besten,
weil sie nach seinem Liebesplan berufen sind.
    Diejenigen, die er im Voraus erkannt hat,
hat er auch von Anfang an dazu bestimmt,
dem Bild seines Sohnes gleich gestaltet zu werden,
damit dieser Sohn
der Erstgeborene vieler Brüder sei.
    Die er von Anfang an bestimmt hat,
hat er auch berufen;
die er berufen hat,
hat er gerecht gemacht;
und die er gerecht gemacht hat,
hat er mit seiner Herrlichkeit beschenkt.

    – Wort des Herrn.

« Er verkauft alles, was er besitzt, und kauft den Acker » — Mt 13, 44-52

In jener Zeit
sagte Jesus der Menschenmenge diese Gleichnisse:
    «Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz,
der in einem Acker verborgen war.
Ein Mann fand ihn und verbarg ihn wieder.
In seiner Freude geht er hin, verkauft alles, was er besitzt,
und kauft den Acker.

    Oder auch:
Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Kaufmann,
der schöne Perlen sucht.
    Als er eine besonders wertvolle Perle fand,
ging er weg, verkaufte alles, was er besaß,
und kaufte die Perle.

    Mit dem Himmelreich ist es auch wie mit einem Netz,
das ins Meer geworfen wurde
und alle Arten von Fischen einfing.
    Als es voll war, zog man es ans Ufer,
setzte sich,
sammelte die guten Fische in Körbe,
und warf weg, was schlecht war.
    So wird es am Ende der Welt sein:
Die Engel werden ausgehen, um die Bösen aus der Mitte der Gerechten herauszuholen,
    und sie in den Feuerofen werfen:
dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.»

    «Habt ihr das alles verstanden?»
Sie antworteten ihm: «Ja».
    Da sagte Jesus zu ihnen:
«Deshalb gleicht jeder Schriftgelehrte,
der ein Jünger des Himmelreiches geworden ist,
einem Hausherrn,
der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.»

    – Lobspruch dem Wort Gottes.

 

ODER KURZFASSUNG

« Er verkauft alles, was er besitzt, und kauft den Acker » — Mt 13, 44-46

In jener Zeit
sagte Jesus der Menschenmenge diese Gleichnisse:
    «Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz,
der in einem Acker verborgen war.
Ein Mann fand ihn und verbarg ihn wieder.
In seiner Freude geht er hin, verkauft alles, was er besitzt,
und kauft den Acker.

    Oder auch:
Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Kaufmann,
der schöne Perlen sucht.
    Als er eine besonders wertvolle Perle fand,
ging er weg, verkaufte alles, was er besaß,
und kaufte die Perle.

    – Lobspruch dem Wort Gottes.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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