Der Heilige des Tages · 25. Juli
Heiliger Jakobus, Apostel
FestLiturgische Farbe : Rot
Der heilige Jakobus, oft auch Jakobus der Ältere genannt, war einer der zwölf Apostel Jesu Christi. Er war der Sohn des Zebedäus und der Bruder des Johannes, ebenfalls ein Apostel. Jakobus gehörte zu den drei engsten Vertrauten Jesu und war Zeuge bedeutender Ereignisse wie der Verklärung. Nach der Apostelgeschichte war Jakobus einer der ersten Märtyrer der Kirche: Er soll auf Befehl des Königs Herodes Agrippa hingerichtet worden sein, vermutlich in den frühen Jahren der Kirche in Jerusalem. Schon früh entstanden legendarische Überlieferungen, die berichten, dass Jakobus nach Spanien gereist sei, um das Evangelium zu verkünden. Historische Belege dafür gibt es jedoch nicht. Im Mittelalter entwickelte sich Santiago de Compostela zu einem der wichtigsten Wallfahrtsorte Europas, da man dort die Reliquien des Apostels verehrt. Jakobus wird besonders in Spanien verehrt, wo er als Nationalheiliger gilt. Die liturgische Feier des heiligen Jakobus erinnert die Gläubigen an den missionarischen Auftrag aller Christen, an Treue und Opferbereitschaft für den Glauben sowie an die Verbundenheit mit der weltweiten Kirche.
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Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
„Wir tragen im Leib das Sterben Jesu“ — 2 Co 4, 7-15
Brüder,
wir tragen einen Schatz wie in zerbrechlichen Gefäßen;
sodass deutlich wird, dass diese überragende Kraft
von Gott kommt und nicht von uns.
In jeder Lage sind wir bedrängt,
aber nicht verzweifelt;
wir sind ratlos,
aber nicht hilflos;
wir werden verfolgt, aber nicht verlassen;
wir werden zu Boden geworfen, aber nicht vernichtet.
Immer tragen wir das Sterben Jesu an unserem Leib,
damit auch das Leben Jesu
in unserem Leib offenbar werde.
Denn wir, die Lebenden,
werden ständig um Jesu willen dem Tod ausgeliefert,
damit auch das Leben Jesu
in unserem sterblichen Fleisch offenbar werde.
So wirkt also der Tod in uns,
aber das Leben in euch.
Die Schrift sagt:
Ich habe geglaubt, darum habe ich gesprochen.
Auch wir, die wir denselben Geist des Glaubens haben, glauben,
und deshalb sprechen wir.
Denn wir wissen, dass der, der Jesus, den Herrn, auferweckt hat,
auch uns mit Jesus auferwecken wird,
und uns mit euch zusammen zu sich führen wird.
All das geschieht für euch,
damit die Gnade,
je mehr sie unter vielen verbreitet wird,
den Dank überfließen lasse
zum Ruhme Gottes.
– Wort des Herrn.
Ps 125 (126), 1-2ab, 2cd-3, 4-5, 6
Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete,
waren wir wie Träumende!
Unser Mund war voll Lachen,
unsere Zunge voll Jubel.
Da sagte man unter den Völkern:
„Der Herr hat Großes an ihnen getan!“
Großes hat der Herr an uns getan:
wir waren voll Freude!
Bring uns zurück, Herr, unsere Gefangenen,
wie Bäche im Negev.
Die mit Tränen säen,
werden mit Jubel ernten:
Sie gehen, ja sie gehen und weinen,
sie streuen den Samen aus;
sie kommen, ja sie kommen mit Jubel,
sie bringen ihre Garben heim.
„Meinen Kelch werdet ihr trinken“ — Mt 20, 20-28
In jener Zeit
trat die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen
zu Jesus und warf sich vor ihm nieder, um ihn um etwas zu bitten.
Jesus sagte zu ihr:
„Was willst du?“
Sie antwortete:
„Bestimme, dass meine beiden Söhne hier
einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen dürfen
in deinem Reich.“
Jesus antwortete:
„Ihr wisst nicht, um was ihr bittet.
Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?“
Sie sagen zu ihm:
„Wir können es.“
Er sagte zu ihnen:
„Meinen Kelch werdet ihr trinken;
aber wer zu meiner Rechten und zu meiner Linken sitzen wird,
das zu vergeben steht mir nicht zu;
das ist denen vorbehalten, für die es von meinem Vater bestimmt ist.“
Die zehn anderen, die es hörten,
wurden ärgerlich über die beiden Brüder.
Da rief Jesus sie zu sich und sprach:
„Ihr wisst:
Die Herrscher der Völker halten sie nieder,
und die Großen lassen ihre Macht spüren.
Unter euch soll es nicht so sein:
Wer unter euch groß sein will,
sei euer Diener;
und wer unter euch der Erste sein will,
sei euer Sklave.
Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen,
sondern um zu dienen
und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.“
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org