26. November
Donnerstag, 34. Woche im Jahreskreis
Jahr II
Belgien : St. Johannes Berchmans, Ordensmann
Der heutige Tag im liturgischen Kalender ist ein sogenannter "Werktag" (Ferialtag) der 34. Woche im Jahreskreis. Solche Tage sind weder Hochfeste noch Gedenktage bestimmter Heiliger, sondern gewöhnliche Tage innerhalb der Kirche, an denen das tägliche liturgische Stundengebet und die heilige Messe gefeiert werden, ohne einen festen Heiligen oder eine bestimmte Begebenheit zu ehren. Diese Tage laden besonders dazu ein, das Wort Gottes und die Botschaft Jesu im Evangelium zu meditieren und persönlich zu vertiefen.
Im Kontext der 34. Woche spürt man das Ende des Kirchenjahres, das bald im Advent den Neubeginn findet. Die Lesungen dieser letzten Tage vor dem Advent beschäftigen sich oft mit den sogenannten "letzten Dingen" – der Hoffnung auf die Wiederkunft Christi, den Ruf zur Wachsamkeit und zur Treue im Glauben. Die Ferialtage sind Momente der Sammlung, in denen Gläubige eingeladen sind, ihr Leben, ihre Beziehung zu Gott und ihre christliche Berufung neu in den Mittelpunkt zu rücken. Sie unterstreichen die Bedeutung des Alltags im Glaubensleben und die Möglichkeit, auch im Gewöhnlichen Gott zu begegnen. Die Kirche gibt so jedem Tag einen geistlichen Wert.
An Werktagen kann der Pfarrer, sofern kein anderes festes Fest vorgesehen ist, auch eine Messe "für verschiedene Anliegen" feiern oder besondere Anliegen der Gemeinde in die Gebete aufnehmen. So ist die Liturgie des Ferialtags sehr anpassungsfähig und schenkt Raum für persönliche oder gemeindliche Anliegen.
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Fragen zu Donnerstag, 34. Woche im Jahreskreis (Novus Ordo Missae)
Regionale Besonderheiten
- Belgien — St. Johannes Berchmans, Ordensmann
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
LesungAp 18, 1-2.21-23 ; 19, 1-3.9a
Ich, Johannes,
ich sah einen anderen Engel vom Himmel herabsteigen,
der große Macht hatte,
und die Erde wurde von seinem Glanz erleuchtet.
Er rief mit mächtiger Stimme:
„Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große!
Sie ist zur Behausung für Dämonen geworden,
zur Zuflucht aller unreinen Geister,
zur Zuflucht aller unreinen Vögel,
zur Zuflucht aller unreinen und abscheulichen Tiere!
Daraufhin nahm ein mächtiger Engel
einen Stein, der einem großen Mühlstein glich,
warf ihn ins Meer und sagte:
„So wird Babylon, die große Stadt, im Nu hinabgestürzt werden,
und man wird sie nie mehr finden.
Der Klang der Citharaspieler und Musiker,
der Flötenspieler und Trompeter,
wird bei dir nie mehr zu hören sein.
Kein Handwerker irgendeines Handwerks
wird bei dir je wieder gefunden,
und das Geräusch der Mühle
wird bei dir nie mehr zu hören sein.
Das Licht der Lampe
wird bei dir nicht mehr leuchten.
Die Stimme von Bräutigam und Braut
wird bei dir nie mehr zu hören sein.
Doch deine Kaufleute waren die Großen der Erde,
und deine Zauberkünste verführten alle Nationen!“
Nach diesem hörte ich gleichsam die gewaltige Stimme
einer großen Schar im Himmel, die rief:
„Halleluja!
Das Heil und die Herrlichkeit
und die Macht unserem Gott.
Wahrhaftig, gerecht sind seine Urteile.
Er hat die große Hure gerichtet,
die die Erde mit ihrer Unzucht verdorben hat;
er hat das Blut seiner Diener von ihr gefordert,
das sie mit ihrer eigenen Hand vergoss.“
Und die Menge sprach noch einmal:
„Halleluja!
Der Rauch steigt auf von ihrem Brand in alle Ewigkeit.“
Dann sagte der Engel zu mir:
„Schreibe:
Selig, wer zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen ist!“
– Wort des Herrn.
PsalmPs 99 (100), 1-2, 3, 4, 5
Jauchzt dem Herrn, alle Länder der Erde,
dient dem Herrn mit Freude,
kommt zu ihm mit Jubelgesang!
Erkennt, dass der Herr Gott ist:
er hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum,
sein Volk, die Herde seiner Weide.
Geht mit Dank durch seine Tore,
gihr Höfe mit Lobgesang;
dankt ihm, preist seinen Namen!
Ja, der Herr ist gut,
ewig währt seine Liebe,
und von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.
EvangeliumLc 21, 20-28
In jener Zeit
sagte Jesus zu seinen Jüngern:
„Wenn ihr seht, dass Jerusalem von Heeren belagert wird,
dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe ist.
Dann sollen die, die in Judäa sind,
auf die Berge fliehen;
die, die in der Stadt sind,
sollen sie verlassen;
und die, die auf dem Land sind,
sollen nicht in die Stadt gehen,
Denn das sind Tage der Vergeltung,
damit alles in Erfüllung geht, was in der Schrift steht.
Wehe den Frauen, die in jenen Tagen schwanger sind
und denen, die stillen,
Denn es wird große Not im Land herrschen
und Zorn gegen dieses Volk.
Sie werden durchs Schwert fallen
und in alle Nationen verschleppt werden.
Jerusalem wird von den Heiden zertreten werden,
bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind.
Es werden Zeichen an Sonne, Mond und Sternen erscheinen.
Auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein
über das Tosen des Meeres und die Wogen.
Die Menschen werden vor Angst vergehen
in Erwartung der Dinge, die über die Welt kommen werden,
den Himmelkräfte werden erschüttert werden.
Dann wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen
mit Macht und großer Herrlichkeit.
Wenn dies beginnt,
richtet euch auf und erhebt eure Häupter,
Denn eure Erlösung ist nahe.“
– Evangelium, Wort des lebendigen Gottes.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org