27. Oktober
Dienstag, 30. Woche im Jahreskreis
Jahr II
Der heutige Tag wird in der liturgischen Ordnung der katholischen Kirche als "Feria" bezeichnet. Dies bedeutet, dass es sich um einen Werktag im gewöhnlichen Jahreskreis handelt, an dem kein besonderes Hochfest, Fest oder Gedenktag eines Heiligen gefeiert wird. An solchen Tagen richtet sich die Liturgie nach dem fortlaufenden Aufbau der Heiligen Messe und der täglichen Schriftlesungen. Die sogenannte "Zeit im Jahreskreis" – auf Latein "Tempus per annum" – ist geprägt vom beständigen Wachsen im Glauben und dem alltäglichen Leben aus dem Evangelium. Die Kirche lenkt den Blick auf das Geheimnis Christi im Alltag und lädt ein, das Wort Gottes zu hören und im eigenen Leben fruchtbar werden zu lassen. Besonders an solchen Tagen wird deutlich, wie der christliche Alltag durch Gebet, Werke der Nächstenliebe und das regelmäßige liturgische Leben geprägt sein sollte. So werden Gläubige ermutigt, die Beziehung zu Gott nicht nur in großen Festen, sondern im einfachen Alltag zu pflegen – was der Bedeutung der "Feria" einen besonderen Wert gibt.
Permanenter Link
Eine Frage zum Fest des Tages stellen
Fragen zu Dienstag, 30. Woche im Jahreskreis (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
LesungEp 5, 21-33
Brüder,
aus Ehrfurcht vor Christus
seid einander untertan;
die Frauen ihren Männern, wie dem Herrn Jesus;
denn der Mann ist das Haupt der Frau,
wie auch Christus das Haupt der Kirche ist,
er, der Retter seines Leibes.
Also, wie die Kirche Christus untertan ist,
so sollen es auch die Frauen stets ihren Männern gegenüber sein.
Ihr Männer,
liebt eure Frauen, wie auch Christus die Kirche geliebt hat:
er hat sich selbst für sie hingegeben,
um sie heilig zu machen,
sie zu reinigen im Bad des Wassers, durch das Wort,
er wollte sie sich selbst als Kirche zuführen,
glänzend,
ohne Flecken, Falten oder etwas Ähnliches;
er wollte sie heilig und makellos haben.
Auf diese Weise sollen auch die Männer ihre Frauen lieben:
wie ihren eigenen Leib.
Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst.
Niemand hat je seinen eigenen Leib verachtet;
im Gegenteil, man nährt und pflegt ihn.
Das tut auch Christus für die Kirche,
weil wir Glieder seines Leibes sind.
Wie die Schrift sagt:
Deshalb
wird der Mann Vater und Mutter verlassen,
und sich an seine Frau binden,
und die zwei werden ein Fleisch sein.
Dieses Geheimnis ist groß:
ich deute es auf Christus und die Kirche.
Was euch betrifft,
so liebe jeder seine eigene Frau wie sich selbst,
und die Frau erweise dem Mann Ehrfurcht.
– Wort des Herrn.
PsalmPs 127 (128), 1-2, 3, 4-5
Wohl dem, der den Herrn fürchtet
und auf seinen Wegen geht!
Du wirst dich nähren von der Arbeit deiner Hände:
Glücklich bist du! Dir wird es gut gehen!
Deine Frau wird in deinem Haus sein
wie ein fruchtbarer Weinstock,
und deine Söhne rings um deinen Tisch
wie junge Olivenbäume.
So wird der gesegnet sein,
der den Herrn fürchtet.
Vom Zion möge der Herr dich segnen!
Du wirst das Glück Jerusalems sehen alle Tage deines Lebens.
EvangeliumLc 13, 18-21
In jener Zeit
sprach Jesus:
„Wem ist das Reich Gottes ähnlich,
womit soll ich es vergleichen?
Es ist wie ein Senfkorn,
das ein Mann nahm und in seinen Garten warf.
Es wuchs und wurde ein Baum,
und die Vögel des Himmels bauten Nester in seinen Zweigen.“
Er sagte weiter:
„Womit kann ich das Reich Gottes vergleichen?
Es ist wie ein Sauerteig,
den eine Frau nahm und unter drei Scheffel Mehl verbarg,
bis das ganze Mehl durchsäuert war.“
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org