28. Oktober
Hl. Simon und Judas, Apostel
Die katholische Kirche feiert am 28. Oktober das Fest der heiligen Apostel Simon und Judas Thaddäus. Beide gehörten zum engsten Kreis der zwölf Apostel, die von Jesus ausgewählt wurden, um seine Botschaft in die Welt zu tragen. Über das Leben des Simon, der oft „der Zelot“ genannt wird, ist wenig sicher bekannt: Sein Beiname könnte auf eine Zugehörigkeit zur Gruppe der Zeloten – einer jüdischen Widerstandsbewegung – hindeuten oder auf seinen Eifer im Glauben. Judas Thaddäus, nicht zu verwechseln mit Judas Iskariot, ist insbesondere als Helfer in ausweglosen Situationen bekannt und wird als Fürsprecher für schwierige Anliegen verehrt. Die Evangelien berichten nicht viel über das Wirken der beiden Apostel nach Pfingsten; spätere Traditionen beschreiben ihre Missionsreisen in den Osten, wo sie angeblich das Evangelium verkündigten und schließlich das Martyrium erlitten. Die Verehrung an ihrem gemeinsamen Festtag unterstreicht die Bedeutung der apostolischen Mission und lädt ein, sich an ihren Glaubensmut und ihre Treue zu Christus zu erinnern. Die Kirche hebt mit diesem Fest hervor, dass das apostolische Zeugnis bis heute den Grund unseres Glaubens bildet.
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Fragen zu Hl. Simon und Judas, Apostel (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
LesungEp 2, 19-22
Brüder,
ihr seid jetzt nicht mehr Fremde oder Gäste,
sondern Mitbürger der Heiligen
und Hausgenossen Gottes,
denn ihr seid eingefügt in den Bau,
der auf dem Fundament der Apostel und Propheten errichtet ist;
und der Eckstein ist Christus Jesus selbst.
In ihm wächst der ganze Bau, fest gefügt,
um ein heiliger Tempel im Herrn zu sein.
In ihm werdet auch ihr mit eingefügt
um durch den Heiligen Geist eine Wohnung Gottes zu werden.
– Wort des Herrn.
PsalmPs18 (19), 2-3, 4-5ab
Die Himmel verkünden die Herrlichkeit Gottes,
das Firmament bezeugt das Werk seiner Hände.
Ein Tag sagt es dem andern,
eine Nacht tut es der andern kund.
Keine Rede, keine Worte,
und doch wird ihre Stimme gehört;
über die ganze Erde reicht ihr Ruf,
und ihre Botschaft bis zu den Enden der Welt.
EvangeliumLc 6, 12-19
In jenen Tagen
ging Jesus auf einen Berg, um zu beten,
und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.
Als es Tag wurde,
rief er seine Jünger zu sich und wählte zwölf von ihnen aus,
denen er den Namen Apostel gab:
Simon, dem er den Namen Petrus gab,
Andreas, sein Bruder,
Jakobus, Johannes, Philippus, Bartholomäus,
Matthäus, Thomas,
Jakobus, Sohn des Alphäus,
Simon, genannt der Zelot,
Judas, Sohn des Jakobus,
und Judas Iskariot, der zum Verräter wurde.
Jesus stieg mit ihnen den Berg hinab
und stellte sich auf eine ebene Stelle.
Es war dort eine große Schar seiner Jünger
und eine große Menschenmenge,
die aus ganz Judäa, aus Jerusalem
und aus dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon gekommen war.
Sie waren gekommen, um ihn zu hören
und von ihren Krankheiten geheilt zu werden;
die, die von unreinen Geistern geplagt waren,
wurden geheilt.
Und die ganze Menge versuchte, ihn zu berühren,
den von ihm ging eine Kraft aus,
die alle heilte.
– Wort des lebendigen Gottes.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org