27. September
26. Sonntag im Jahreskreis
Der 26. Sonntag im Jahreskreis zählt zu den sogenannten Sonntagen im Jahreskreis, die außerhalb der beiden großen Festzyklen Weihnachten und Ostern gefeiert werden. Diese Sonntage laden Gläubige dazu ein, das alltägliche Leben im Licht des Evangeliums zu betrachten und christliche Tugenden wie Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Demut zu vertiefen. Die liturgischen Texte dieses Sonntags lenken die Aufmerksamkeit oft auf die Folgen menschlichen Handelns, göttliche Gerechtigkeit und die Notwendigkeit der Umkehr. In der Regel sind die Evangelienlesungen dieser Sonntage Gleichnissen Jesu gewidmet, die praktische Lebensführung, die Bereitschaft zu hören und umzusetzen, sowie Gottes Geduld und Barmherzigkeit thematisieren. Der grüne liturgische Farbton symbolisiert dabei das Wachstum und die Hoffnung des christlichen Lebens.
Im Laufe des Kirchenjahres sind diese 'gewöhnlichen' Sonntage wichtige Momente, um zur Quelle des Glaubens zurückzukehren und das Wort Gottes in die konkrete Lebenssituation zu integrieren. Die Kirche betont an diesen Tagen, dass jede und jeder eingeladen ist, das eigene Leben im Glauben zu erneuern und tiefer mit Christus verbunden zu bleiben, auch ohne einen bestimmten Hochfest-Anlass. Die Erfahrung des sonntäglichen Zusammenkommens, die Feier der Eucharistie und das Hören auf das Evangelium bestärken uns, in unserem Alltag als Christen zu leben. Somit ist auch der 26. Sonntag ein wichtiger Baustein im spirituellen Jahr der Kirche.
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Fragen zu 26. Sonntag im Jahreskreis (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
Erste LesungEz 18, 25-28
So spricht der Herr:
Ihr sagt:
‚Das Verhalten des Herrn ist nicht richtig.‘
Hört also, ihr Israeliten:
ist es mein Verhalten, das nicht richtig ist?
Ist es nicht vielmehr euer Verhalten?
Wenn der Gerechte sich von seiner Gerechtigkeit abkehrt,
das Böse tut und in diesem Zustand stirbt,
wird er um seines Bösen willen sterben.
Wenn aber der Böse sich von seiner Bosheit abkehrt,
um Recht und Gerechtigkeit zu üben,
wird er sein Leben retten.
Er hat die Augen geöffnet
und sich abgewandt von seinen Vergehen.
Wahrlich, er wird leben und nicht sterben.»
– Wort des Herrn.
PsalmPs 24 (25), 4-5ab, 6-7, 8-9
Herr, zeige mir deine Wege,
lass mich deine Pfade erkennen.
Führe mich in deiner Wahrheit, lehre mich,
denn du bist der Gott, der mich rettet.
Denk an dein Erbarmen, Herr,
an deine Liebe von Ewigkeit her.
Vergiss die Auflehnung, die Sünden meiner Jugend nicht;
in deiner Liebe denke an mich.
Gut und gerecht ist der Herr,
der den Sündern den Weg weist.
Er leitet die Demütigen im Recht,
und lehrt die Sanftmütigen seinen Weg.
Zweite LesungPh 2, 1-11
Brüder,
wenn es einen Zuspruch gibt im Christus,
wenn Liebe euch gegenseitig ermutigt,
wenn Gemeinschaft im Geist besteht,
wenn Zuneigung und Erbarmen da sind,
dann macht meine Freude vollkommen,
habt die gleiche Gesinnung,
die gleiche Liebe,
einträchtig und einmütig;
seid auf Einheit bedacht.
Seid niemals eigennützig oder prahlerisch,
sondern seid demütig genug,
dum die anderen höher zu achten als euch selbst.
Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl,
sondern auch auf das der anderen.
Habt unter euch die Gesinnung,
die in Christus Jesus war:
Er, der in göttlicher Gestalt war,
hielt nicht daran fest,
Gott gleich zu sein.
Aber er entäußerte sich,
nahm Knechtsgestalt an,
wurde den Menschen gleich.
Als Mensch erschienen,
erniedrigte er sich selbst
und wurde gehorsam bis zum Tod –
zum Tod am Kreuz.
Darum hat ihn Gott über alle erhöht:
und ihm den Namen verliehen,
der über allen Namen ist,
damit im Namen Jesu
jedes Knie sich beuge
im Himmel, auf Erden und unter der Erde,
und jede Zunge bekenne:
«Jesus Christus ist der Herr»
zur Ehre Gottes, des Vaters.
– Wort des Herrn.
Oder kurze Lesung:
ODER KURZE LESUNG
Zweite LesungPh 2, 1-5
Brüder,
wenn es einen Zuspruch gibt im Christus,
wenn Liebe euch gegenseitig ermutigt,
wenn Gemeinschaft im Geist besteht,
wenn Zuneigung und Erbarmen da sind,
dann macht meine Freude vollkommen,
habt die gleiche Gesinnung,
die gleiche Liebe,
einträchtig und einmütig;
seid auf Einheit bedacht.
Seid niemals eigennützig oder prahlerisch,
sondern seid demütig genug,
dum die anderen höher zu achten als euch selbst.
Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl,
sondern auch auf das der anderen.
Habt unter euch die Gesinnung,
die in Christus Jesus war.
– Wort des Herrn.
EvangeliumMt 21, 28-32
In jener Zeit
sagte Jesus zu den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes:
«Was meint ihr?
Ein Mann hatte zwei Söhne.
Er ging zum ersten und sagte zu ihm:
‚Mein Kind, geh heute in den Weinberg und arbeite.‘
Dieser antwortete: ‚Ich will nicht.‘
Doch später bereute er es und ging hin.
Dann ging der Vater zum zweiten und sprach ebenso mit ihm.
Dieser antwortete: ‚Ja, Herr!‘
aber er ging nicht.
Wer von den beiden hat den Willen des Vaters getan?»
Sie antworteten ihm:
«Der erste.»
Jesus sprach zu ihnen:
«Amen, ich sage euch:
Die Zöllner und die Dirnen
kommen eher in das Reich Gottes als ihr.
Denn Johannes der Täufer ist zu euch gekommen auf dem Weg der Gerechtigkeit,
und ihr habt ihm nicht geglaubt;
aber die Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt.
Und ihr, obwohl ihr das gesehen habt,
habt ihr später noch nicht einmal bereut,
um ihm zu glauben.»
– Lob sei dir, o Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org