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Der Heilige des Tages · 29. Juli

Hl. Martha, Maria und Lazarus

Gedenktag

Mittwoch, 17. Woche im Jahreskreis

Liturgische Farbe : Weiß


Am 29. Juli feiert die Kirche das Gedächtnis der heiligen Martha, Maria und Lazarus von Bethanien. Sie waren Geschwister und enge Freunde Jesu, deren Haus in Bethanien häufig als Ort der Gastfreundschaft und stillen Begegnung mit Jesus erwähnt wird. Im Evangelium begegnet uns besonders Martha als diejenige, die Jesus beherbergt und ihm mit Fleiß und Hingabe dient, während Maria als jene erscheint, die zu Jesu Füßen lauscht. Lazarus, den Jesus von den Toten auferweckte, versinnbildlicht die Hoffnung auf die Auferstehung. Die Verehrung dieser heiligen Familie erinnert uns an die Bedeutung von Freundschaft, Gastfreundschaft und gelebter Nächstenliebe im christlichen Alltag. Martha, Maria und Lazarus stehen für verschiedene Weisen, den Glauben zu leben: durch praktisches Dienen, lauschendes Verweilen und das feste Vertrauen auf Christus. Über Details aus dem späteren Leben der Geschwister ist wenig bekannt, und einige Traditionen aus dem Mittelalter gehen auf Legendenbildungen zurück. Die heutige liturgische Feier hebt hervor, dass die Vielfalt christlicher Berufung – sei es im Dienst, im Gebet oder im Leiden – im gemeinsamen Leben und im Vertrauen auf Jesus ihren Ausdruck findet.

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Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

« Warum ist mein Schmerz ohne Ende? – Wenn du umkehrst, wirst du wieder vor mich treten » — Jr 15, 10.16-21

Weh mir, meine Mutter,
dass du mich geboren hast,
einen Mann des Streits und Zankes für das ganze Land!
Ich habe weder von irgendjemand geliehen noch ihm geliehen,
und doch verfluchen mich alle!

    Herr, so oft ich deine Worte fand, habe ich sie verschlungen;
sie waren meine Freude, die Wonne meines Herzens,
denn dein Name wurde über mir ausgerufen,
Herr, Gott der Heerscharen.
    Ich habe niemals im Kreis der Spötter gesessen,
um mich zu vergnügen;
unter dem Druck deiner Hand saß ich allein,
denn du hast mich mit Entrüstung erfüllt.
    Warum ist mein Schmerz ohne Ende,
meine Wunde unheilbar und weigert sich zu heilen?
Wirst du mir wie eine trügerische Quelle sein,
wie Wasser, auf das kein Verlass ist?

    Darum spricht der Herr:
„Wenn du umkehrst, mache ich dich wieder zurückkommen,
du wirst wieder vor mich treten.
Wenn du das Edle vom Gemeinen trennst,
wirst du wie mein eigener Mund sein.
Sie werden zu dir zurückkehren,
aber du kehrst nicht zu ihnen zurück.
    Ich mache dich für dieses Volk
zu einer festen bronzenen Mauer;
sie werden gegen dich kämpfen,
aber sie werden dich nicht überwältigen,
denn ich bin mit dir, um dich zu retten und dich zu befreien,
spricht der Herr.
    Ich werde dich aus der Hand der Bösen befreien,
und dich aus der Faust der Gewaltigen erlösen.“

            – Wort des Herrn.

Ps 58 (59), 2-3, 4-5ab, 10-11, 17, 18

Rette mich vor meinen Feinden, mein Gott;
schütze mich vor meinen Angreifern.
Befreie mich von den Übeltätern;
von den Mördern, rette mich.

Sie stellen mir heimlich eine Falle:
Mächtige stürzen sich auf mich.
Ich habe weder Schuld noch Sünde, noch habe ich Böses getan, Herr,
und doch laufen sie herbei und stellen sich auf.

Bei dir, meine starke Burg, halte ich Wache;
ja, mein Schutzwall ist Gott!
Der Gott meiner Liebe kommt mir entgegen:
mit ihm trotze ich meinen Gegnern.

Ich aber will deine Macht besingen,
am Morgen deine Liebe rühmen.
Du bist meine Burg gewesen,
ein Zufluchtsort in meiner Not.

Dich will ich preisen, meine feste Burg:
ja, mein Schutzwall ist Gott,
der Gott meiner Liebe.

« Martha, Martha, du machst dir viele Sorgen und bist wegen vieler Dinge beunruhigt » — Lc 10, 38-42

In jener Zeit
  kam Jesus in ein Dorf.
Eine Frau namens Martha nahm ihn auf.
  Sie hatte eine Schwester namens Maria,
die sich zu den Füßen des Herrn setzte und seinem Wort zuhörte.
  Martha aber war ganz davon in Anspruch genommen,
für das Wohl der Gäste zu sorgen.
Sie trat hinzu und sagte:
„Herr, macht es dir nichts aus,
dass meine Schwester mich allein dienen lässt?
Sag ihr doch, sie soll mir helfen.“
  Der Herr antwortete ihr:
„Martha, Martha, du machst dir viele Sorgen
und bist wegen vieler Dinge beunruhigt.
  Nur eines ist notwendig.
Maria hat den besseren Teil gewählt,
der wird ihr nicht genommen werden.“

          – Wort des lebendigen Gottes.

(Man kann auch das Evangelium nach Joh 11, 19-27 nehmen; eines von beiden)

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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