29. September
Hl. Michael, Gabriel und Raphael, Erzengel
Saint Michel, Saint Gabriel et Saint Raphaël, Archanges
Am 29. September feiert die Kirche das Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Raphael, die als Boten Gottes im Herzen der christlichen Überlieferung stehen. Erzengel erscheinen immer wieder in der Heiligen Schrift als souveräne Diener Gottes, die Schutz, Führung und besondere Botschaften überbringen. Während Michael vor allem im Buch Daniel und in der Offenbarung als mächtiger Kämpfer und Schützer der Gläubigen erscheint, bringt Gabriel im Lukasevangelium Maria und Zacharias entscheidende Botschaften von Gott. Raphael, dessen Name „Gott heilt“ bedeutet, wird insbesondere im Buch Tobit geehrt, wo er als Begleiter und Heiler auftritt.
Das Fest fasst diese drei Erzengel zusammen und lädt die Gläubigen ein, Dankbarkeit und Vertrauen in Gottes unsichtbaren Beistand zu erneuern. In einer Welt, die oft von Unsicherheit geprägt ist, erinnern uns die Erzengel daran, dass Gott jeden Menschen begleitet und schützt. Die Verehrung der Erzengel spiegelt ein tiefes Vertrauen in Gottes Fürsorge und die spirituelle Nähe seiner Diener wider. Durch Gebete, Liturgie und traditionelle Andachten bitten Gläubige um ihren Schutz und versuchen, sich ihre Haltung des bereitwilligen Dienstes zum Vorbild zu nehmen. Die Kirche hebt damit auch hervor, dass Gottes Macht und Liebe durch viele Wege und Boten zu uns gelangen können.
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Fragen zu Hl. Michael, Gabriel und Raphael, Erzengel (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
Erste LesungDn 7, 9-10.13-14
In der Nacht, während einer Vision,
ich, Daniel, schaute hin:
Throne wurden aufgestellt,
und ein Hochbetagter setzte sich;
sein Gewand war weiß wie Schnee,
und das Haar auf seinem Kopf wie reine Wolle;
sein Thron war aus lodernden Flammen,
mit Rädern aus brennendem Feuer.
Ein Strom von Feuer floss und ging von ihm aus.
Tausende und aber Tausende dienten ihm,
Myriaden standen vor ihm.
Das Gericht nahm Platz, und die Bücher wurden geöffnet.
Ich schaute weiter in den nächtlichen Visionen
und siehe, mit den Wolken des Himmels
kam einer wie ein Menschensohn;
er gelangte zu dem Hochbetagten,
und man führte ihn vor ihn hin.
Ihm wurden gegeben
Herrschaft, Ehre und Königtum;
alle Völker, Nationen und Menschen aller Sprachen
dienten ihm.
Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft,
die nicht vergeht,
und sein Königtum
wird niemals zerstört werden.
– Wort des Herrn.
ODER
Erste LesungAp 12, 7-12a
Es entstand ein Kampf im Himmel:
Michael und seine Engel mussten mit dem Drachen kämpfen.
Auch der Drache kämpfte mit seinen Engeln,
doch er war nicht stark genug;
für sie gab es keinen Platz mehr im Himmel.
Ja, gestürzt wurde er, der große Drache,
der Ur-Drache, genannt Teufel und Satan,
der Verführer der ganzen Welt.
Er wurde auf die Erde geworfen,
und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.
Da hörte ich im Himmel eine laute Stimme,
die rief:
„Jetzt ist das Heil da,
die Kraft und das Königtum unseres Gottes,
und die Macht seines Christus!
Denn gestürzt ist der Ankläger unserer Brüder,
der sie Tag und Nacht vor unserm Gott verklagte.
Sie aber haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes
und durch das Wort ihres Zeugnisses;
sie hingen nicht an ihrem eigenen Leben,
bis hinein in den Tod.
Seid darum froh, ihr Himmel,
und alle, die dort wohnen!“
– Wort des Herrn.
PsalmPs 137 (138), 1-2a, 2bc-3, 4-5
Ich danke dir, Herr, von ganzem Herzen:
du hast die Worte meines Mundes vernommen.
Ich singe dir im Angesicht der Engel,
wende mich zu deinem heiligen Tempel und werfe mich nieder.
Ich danke deinem Namen für deine Liebe und Treue,
denn du hast deinen Namen und dein Wort über alles erhöht.
Am Tag, als ich rief, hast du mir geantwortet,
du hast meiner Seele Kraft verliehen.
Alle Könige der Erde danken dir,
wenn sie die Worte deines Mundes hören.
Sie singen von den Wegen des Herrn:
„Wie groß ist die Herrlichkeit des Herrn!“
EvangeliumJn 1, 47-51
In jener Zeit
als Jesus Nathanaël zu sich kommen sah,
er sagte über ihn:
„Hier ist wahrhaftig ein Israelit;
keine Falschheit ist in ihm.“
Nathanaël fragt ihn:
„Woher kennst du mich?“
Jesus antwortete ihm:
„Noch bevor Philippus dich rief,
Nathanaël erwiderte ihm:
„Rabbi, du bist der Sohn Gottes;
du bist der König von Israel!“
Jesus antwortete:
„Weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah,
Du wirst noch Größeres sehen.“
Und er sagte zu ihm:
„Amen, amen, ich sage euch:
Ihr werdet den Himmel geöffnet sehen,
und die Engel Gottes auf- und niedersteigen
über dem Menschensohn.“
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org