CatéGPT

30. September

Liturgische Farbe : Weiß

Hl. Hieronymus

Gedenktag

Mittwoch, 26. Woche im Jahreskreis


Der heilige Hieronymus (ca. 347–420) zählt zu den bedeutendsten Kirchenvätern und Bibelgelehrten der Spätantike. Geboren in Dalmatien, reiste er nach Rom und wurde dort als Priester und Übersetzer bekannt. Besonders berühmt ist er für seine Übersetzungsarbeit an der lateinischen Bibel, der sog. Vulgata, die viele Jahrhunderte lang für die Liturgie und Theologie maßgeblich war. Sein tiefes Bedürfnis nach Askese und Studium führte ihn später in die syrische Wüste und schließlich nach Bethlehem, wo er ein Kloster gründete. Hieronymus verband geistige Strenge mit einem leidenschaftlichen Temperament: Seine Briefe, Kommentare und Streitschriften waren schon zu seinen Lebzeiten weit verbreitet und zeigen einen intellektuell wachen und zugleich demütigen Glauben. Die Kirche ehrt ihn wegen seines unermüdlichen Einsatzes für das Verständnis und die Weitergabe der Heiligen Schrift. Trotz seines manchmal scharfen Tonfalls war ihm der Dienst an der Gemeinschaft und an den Bedürftigen immer wichtig. Sein Gedenktag erinnert uns an die zentrale Bedeutung von Schrift und Bildung im Glauben sowie an das Bemühen, das Wort Gottes immer besser zu verstehen.

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Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

LesungJb 9, 1-12.14-16

    Ijob nahm das Wort und antwortete seinen Freunden:
    „Wahrhaftig, ich weiß wohl, dass es so ist:
Wie könnte der Mensch im Recht sein gegen Gott?
    Wenn jemand mit ihm streiten wollte,
wüsste er nicht, ihm auch nur einmal von tausend zu antworten.
    Er ist voll Weisheit und von unbesiegbarer Stärke,
niemand wehrt sich ungestraft gegen ihn.
    Er versetzt Berge, ehe sie es merken,
und stürzt sie in seinem Zorn;
    er erschüttert die Erde an ihrem Grund,
lässt ihre Säulen erzittern.
    Er befiehlt, und die Sonne geht nicht auf,
und über die Sterne legt er ein Siegel.
    Er allein spannt den Himmel aus,
er schreitet über die Wogen des Meeres.
    Er erschuf den Großen Bären, Orion,
die Plejaden und die Sternbilder des Südens.
    Er tut gewaltige, unergründliche Werke,
unzählige Wunder.
    Geht er an mir vorüber, sehe ich ihn nicht;
streift er mich, bemerke ich es nicht.
    Reißt er eine Beute an sich – wer kann sie ihm entreißen,
wer wagt zu ihm zu sagen: „Was tust du?“
    Und ich sollte ihm erwidern?
Ich würde Gründe gegen ihn suchen!
    Auch wenn ich im Recht bin – was nützt mir meine Verteidigung?
Ich kann nur um Gnade flehen vor meinem Richter.
    Selbst wenn er antwortet, wenn ich ihn anrufe,
ich weiß nicht, ob er meine Stimme erhört!“

            – Wort des Herrn.

PsalmPs 87 (88), 10bc-11, 12-13, 14-15

Ich rufe dich an, Herr, den ganzen Tag,
ich erhebe meine Hände zu dir:
Wirst du Wunder tun für die Toten?
Erheben sich Totengeister, um dich zu preisen?

Wer erzählt in der Grabeswelt von deiner Liebe,
von deiner Treue im Reich des Todes?
Wer kennt in der Finsternis deine Wunder,
und deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?

Ich aber schreie zu dir, Herr;
schon am Morgen kommt mein Gebet vor dich:
Warum verwirfst du mich, Herr,
warum verbirgst du dein Angesicht vor mir?

EvangeliumLc 9, 57-62

In jener Zeit
    sagte unterwegs einer zu Jesus:
„Ich will dir folgen, wohin du auch gehst.“
    Jesus sagte zu ihm:
„Die Füchse haben Höhlen,
die Vögel des Himmels haben Nester;
aber der Menschensohn
hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.“

    Zu einem anderen sagte er:
„Folge mir nach.“
    Der Mann antwortete:
„Herr, erlaube mir vorher, meinen Vater zu begraben.“
    Jesus aber erwiderte ihm:
„Lass die Toten ihre Toten begraben.
Du aber geh und verkünde das Reich Gottes.“

    Wieder ein anderer sagte:
„Ich will dir folgen, Herr;
aber lass mich vorher Abschied nehmen
von denen, die in meinem Haus sind.“
    Jesus sagte zu ihm:
„Wer die Hand an den Pflug legt
und zurückblickt,
ist nicht geeignet für das Reich Gottes.“

            – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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