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1. Oktober

Liturgische Farbe : Weiß

Hl. Thérèse vom Kinde Jesus

Gedenktag

Donnerstag, 26. Woche im Jahreskreis — Jahr II


Hl. Thérèse vom Kinde Jesus, auch bekannt als Thérèse von Lisieux oder die 'kleine heilige Thérèse', wurde im Jahr 1873 in Alençon in der Normandie geboren. Bereits als junges Mädchen verspürte sie den Wunsch, sich ganz Gott hinzugeben, und trat mit 15 Jahren in das Karmelitinnenkloster von Lisieux ein. Ihr Leben war geprägt von äußerer Einfachheit und verborgenem Dienst – auf spektakuläre Taten oder große Werke verzichtete sie, sondern entdeckte ihre Berufung in der treuen, liebenden Hingabe und kindlichen Vertrauensbereitschaft. Ihre geistliche Lehre, die sie in ihrer Autobiographie 'Geschichte einer Seele' hinterließ, betont den „kleinen Weg“ der Liebe und des Vertrauens: Durch ganz einfache, liebevolle Akte und das Annehmen der eigenen Schwäche könne jeder Mensch in der Heiligkeit wachsen und auf Gottes Barmherzigkeit vertrauen. Thérèse starb bereits 1897 an Tuberkulose, doch ihr Einfluss weitete sich rasch auf die ganze Welt aus. 1925 wurde sie heiliggesprochen, und 1997 erklärte Papst Johannes Paul II. sie zur Kirchenlehrerin. Sie ist Schutzpatronin der Missionen und wird vielfach als Fürsprecherin bei Gott angerufen. Die Kirche feiert Thérèse, weil sie zeigt, dass die Liebe auch im Kleinen und Verborgenen lebensverändernde Kraft besitzt und dass Gottes Gnade jedem Menschen nahe ist – ein Ansporn, im Alltag auf Gottes Liebe zu vertrauen.

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Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

LesungJb 19, 21-27

Hiob sagte zu denen, die ihm Vorwürfe machten:
    „Habt Mitleid mit mir, habt Mitleid mit mir,
zumindest ihr, meine Freunde,
denn die Hand Gottes hat mich geschlagen.
    Warum verfolgt ihr mich wie Gott selbst?
Werdet ihr nie genug von meinem Fleisch bekommen?
    Ach, wenn doch meine Worte aufgeschrieben würden,
wenn sie in einen Stein gemeißelt würden
    mit einem eisernen Griffel und mit Blei,
wenn sie für immer in den Fels gehauen würden!
    Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt,
dass er als der Letzte über dem Staub stehen wird;
    und selbst wenn man mir die Haut entreißt,
werde ich in meinem Fleisch Gott schauen.
    Ich selbst werde ihn sehen,
meine Augen werden ihn schauen und kein Fremder.
Mein Herz vergeht in mir vor Sehnsucht.“

            – Wort des Herrn.

PsalmPs 26 (27), 7-8a, 8b.9abc, 13-14

Höre, Herr, ich rufe zu dir!
Erbarme dich! Antworte mir!
Mein Herz spricht zu dir mit deinen Worten:
„Sucht mein Angesicht.“

Dein Angesicht, Herr, will ich suchen:
verbirg dein Angesicht nicht vor mir.
Verstoße deinen Knecht nicht im Zorn:
du bist meine Hilfe geworden.

Doch ich bin gewiss, dass ich die Güte des Herrn schauen werde
im Land der Lebenden.
„Hoffe auf den Herrn, sei stark und habe Mut;
hoffe auf den Herrn.“

EvangeliumLc 10, 1-12

In jener Zeit
ernannte der Herr unter den Jüngern noch zweiundsiebzig andere
und sandte sie zu zweit vor sich her,
in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst kommen wollte.
Er sagte zu ihnen:
„Die Ernte ist groß,
aber es gibt nur wenige Arbeiter.
Bittet also den Herrn der Ernte,
Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
    Geht! Siehe, ich sende euch
wie Lämmer mitten unter die Wölfe.
    Nehmt weder Beutel, noch Tasche, noch Sandalen mit,
und grüßt niemanden unterwegs.
    Wenn ihr in ein Haus kommt,
sagt zuerst:
‚Friede diesem Haus!‘
    Ist dort jemand, der den Frieden liebt,
wird euer Friede auf ihm ruhen;
sonst wird er zu euch zurückkehren.
    Bleibt in diesem Haus,
essend und trinkend, was man euch gibt;
denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert.
Wechselt nicht von Haus zu Haus.
    Wenn ihr in eine Stadt kommt
und man euch aufnimmt,
esset, was euch vorgesetzt wird.
    Heilt die Kranken, die dort sind,
und sagt ihnen:
‚Das Reich Gottes ist euch nahe.‘
    Wenn ihr aber in eine Stadt kommt,
und man euch nicht aufnimmt,
geht auf die Straßen hinaus und sagt:
    ‚Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt,
schütteln wir ab als Zeugnis gegen euch.
Doch sollt ihr wissen:
das Reich Gottes ist nahe.‘
    Ich sage euch:
am Tag des Gerichts
wird es Sodom erträglicher gehen als jener Stadt.“

            – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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