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2. Oktober

Liturgische Farbe : Weiß

Hl. Schutzengel

Gedenktag

Freitag, 26. Woche im Jahreskreis — Jahr II


Am 2. Oktober feiert die Kirche das Gedächtnis der Heiligen Schutzengel. Die Verehrung der Engel hat biblische Wurzeln: Schon im Alten Testament wird immer wieder von Engeln berichtet, die als Boten und Beschützer Gottes auftreten. Im Neuen Testament spricht Jesus davon, dass die Engel der Kinder ständig das Angesicht Gottes schauen (Mt 18,10). Die Kirchenväter und Theologen haben diese Stellen als Hinweis gedeutet, dass jedem Menschen ein Schutzengel anvertraut ist, der ihn im Leben begleitet.

Die konkrete Feier des Schutzengelfestes wurde im Mittelalter populär, als der Glaube an persönliche Schutzengel mehr theologisch reflektiert und liturgisch aufgegriffen wurde. Papst Paul V. führte 1608 ein eigenes Fest ein, das seitdem am 2. Oktober begangen wird. Die Engel als geistige Wesen stehen ganz im Dienst Gottes und sind Ausdruck seiner Liebe und Fürsorge für die Menschen. Der Glaube an Schutzengel lädt dazu ein, auf Gottes schützende Gegenwart zu vertrauen und gleichzeitig eine Haltung des Vertrauens und der Demut vor dem geheimnisvollen Wirken Gottes einzunehmen.

Das Gedenken an die Heiligen Schutzengel will daran erinnern, dass niemand jemals ganz allein ist; Gottes Boten begleiten, führen und schützen auf dem Lebensweg.

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Fragen zu Hl. Schutzengel (Novus Ordo Missae)

Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

LesungJb 38, 1.12-21 ; 40, 3-5

    Der Herr sprach zu Ijob mitten aus dem Sturm und sagte:
    „Hast du in deinem Leben jemals dem Morgen befohlen,
der Morgendämmerung ihren Platz zugewiesen,
    damit sie die Erde an ihren Enden fasse
und die Frevler von ihr abschüttle?
    Die Erde formt sich dann wie Ton unter dem Siegel
und breitet sich aus wie ein Gewand;
    den Bösen wird das Licht genommen,
und der erhobene Arm wird zerbrochen.
    Bist du zu den Quellen des Meeres gelangt,
hast du im Grund des Abgrunds gewandelt?
    Haben sich dir die Tore des Todes aufgetan,
hast du die Tore des Todesschattens gesehen?
    Hast du über die Weite der Erde nachgedacht?
Berichte, wenn du das alles weißt!
    Welcher Weg führt zur Wohnung des Lichts,
und wo ist die Finsternis zuhause,
    damit du sie jeder an ihren Bereich bringst
und die Pfade zu ihrem Haus erkennst?
    Wenn du es weißt, dann warst du geboren,
und die Zahl deiner Tage ist sehr groß!“
    Ijob antwortete dem Herrn und sagte:
    „Ich bin so gering – was könnte ich dir entgegnen?
Ich lege meine Hand auf meinen Mund.
    Ich habe einmal geredet – ich antworte nicht mehr;
zweimal – ich füge nichts hinzu.“

            – Wort des Herrn.

PsalmPs 138 (139), 1-3, 7-8, 9-10, 13-14ab

Du erforschst mich, Herr, und du kennst mich!
Du weißt, ob ich sitze oder stehe;
von fern erkennst du meine Gedanken,
Ob ich gehe oder ruhe – du siehst es,
alle meine Wege sind dir vertraut.

Wohin kann ich gehen vor deinem Geist?
Wohin fliehen vor deinem Angesicht?
Steige ich hinauf in den Himmel – du bist da;
steige ich hinab ins Totenreich – auch dort bist du.

Nehme ich die Flügel der Morgenröte
und lasse mich nieder am äußersten Meer:
auch dort wird deine Hand mich führen,
deine Rechte hält mich fest.

Du hast mein Innerstes geschaffen,
hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
Ich preise dich als ein Wunder,
dies erstaunliche Wesen, das ich bin.

EvangeliumMt 18, 1-5.10

          Zu jener Zeit kamen die Jünger zu Jesus und fragten ihn:
„Wer ist denn der Größte
im Himmelreich?“
  Da rief Jesus ein Kind herbei;
er stellte es in ihre Mitte,
  und sagte:
„Amen, ich sage euch:
wenn ihr euch nicht ändert
und wie die Kinder werdet,
werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.
  Wer sich so klein macht wie dieses Kind,
der ist der Größte im Himmelreich.
  Und wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt,
der nimmt mich auf.“
  Hütet euch davor, einen einzigen von diesen Kleinen zu verachten;
denn ich sage euch, ihre Engel im Himmel
sehen stets das Angesicht meines Vaters, der im Himmel ist.

          – Wort des lebendigen Gottes.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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