3. September
Hl. Gregor der Große
Donnerstag, 22. Woche im Jahreskreis
Der heilige Gregor der Große zählt zu den bedeutendsten Päpsten der Kirchengeschichte und wird als einer der vier großen Kirchenlehrer des Westens verehrt. Er wurde um das Jahr 540 in Rom in eine wohlhabende Familie geboren und trat nach einer kurzen politischen Karriere in das Klosterleben ein. Als Papst (590-604) übernahm Gregor in einer politisch und gesellschaftlich schwierigen Zeit die Leitung der Kirche: Das weströmische Reich war untergegangen, Italien litt unter Kriegen und Seuchen. Gregor zeichnete sich durch pastorale Fürsorge für die Armen, Reformen in der Liturgie—darunter die Förderung des später nach ihm benannten Gregorianischen Chorals—und die Sendung von Missionaren nach England aus. Seine Schriften, besonders das „Regula Pastoralis“, prägten viele Generationen von Seelsorgern. Die Kirche gedenkt Gregors als Vorbild für demütige Führung, tiefe Spiritualität und praktische Nächstenliebe. Sein Titel „der Große“ spiegelt seine Weisheit, seine Fürsorge und seine nachhaltige Wirkung auf die katholische Kirche wider.
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Fragen zu Hl. Gregor der Große (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
Lesung1 Co 3, 18-23
Brüder,
Niemand täusche sich selbst:
Wenn jemand von euch meint, weise zu sein nach dem Maßstab dieser Welt,
so werde er töricht, um weise zu werden.
Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott.
Es steht nämlich geschrieben:
Er fängt die Weisen
in ihrer eigenen Klugheit.
Und weiter steht geschrieben:
Der Herr kennt die Gedanken der Weisen:
sie sind nichtig!
Darum soll sich niemand eines Menschen rühmen.
Denn alles gehört euch,
Paulos, Apollos, Kephas,
die Welt, das Leben, der Tod,
das Gegenwärtige, die Zukunft –
alles gehört euch;
ihr aber gehört Christus,
und Christus gehört Gott.
– Wort des Herrn.
PsalmPs 23 (24), 1-2, 3-4ab, 5-6
Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt,
die Welt und alle, die auf ihr wohnen.
Denn er hat sie auf Meeren gegründet
und über den Fluten befestigt.
Wer darf hinaufsteigen zum Berg des Herrn
und stehen an seiner heiligen Stätte?
Der reine Hände hat und ein lauteres Herz,
der seine Seele nicht an Trugbilder hängt.
Er empfängt vom Herrn den Segen
und Gerechtigkeit von Gott, seinem Retter.
Das sind die Menschen, die nach ihm suchen,
die dein Angesicht suchen, Jakob.
EvangeliumLc 5, 1-11
In jener Zeit
drängte sich die Menge um Jesus,
um das Wort Gottes zu hören,
während er am See Gennesaret stand.
Er sah zwei Boote am Ufer des Sees stehen;
die Fischer waren ausgestiegen
und wuschen ihre Netze.
Jesus stieg in eines der Boote, das Simon gehörte,
und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren.
Dann setzte er sich und lehrte die Volksmenge vom Boot aus.
Als er mit seiner Rede zu Ende war,
sagte er zu Simon:
„Fahr hinaus auf den See,
und werft eure Netze zum Fang aus.“
Simon antwortete ihm:
„Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen;
aber auf dein Wort hin werde ich die Netze auswerfen.“
Und als sie das getan hatten,
umschlossen sie eine große Menge Fische,
sodass ihre Netze zu reißen drohten.
Sie winkten ihren Gefährten im anderen Boot,
herbeizukommen und ihnen zu helfen.
Diese kamen,
und sie füllten beide Boote,
sodass sie fast untergingen.
Als Simon Petrus das sah,
fiel er Jesus zu Füßen und sagte:
„Herr, geh weg von mir,
ich bin ein sündiger Mensch.“
Denn Schrecken hatte ihn und alle, die bei ihm waren, ergriffen
über den Fang der Fische, den sie gemacht hatten;
und ebenso Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Gefährten von Simon.
Jesus aber sagte zu Simon:
„Fürchte dich nicht!
von jetzt an wirst du Menschen fangen.“
Da zogen sie die Boote an Land,
verließen alles und folgten ihm nach.
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org