4. September
Freitag, 22. Woche im Jahreskreis
Der heutige Tag im liturgischen Kalender ist ein gewöhnlicher Freitag in der 22. Woche im Jahreskreis. Als 'Ferialtag' oder 'feria' bezeichnet die Kirche Tage, an denen kein besonderes Hochfest oder die Feier eines bestimmten Heiligen begangen wird. Diese Tage bieten Raum, den Alltag im Licht der christlichen Botschaft zu gestalten und die fortlaufenden Lesungen der Woche besonders aufmerksam zu meditieren.
Die alltäglichen Werktage erinnern uns daran, dass das christliche Leben nicht nur von großen Festen und Heiligen geprägt ist. Vielmehr ist es der Alltag, in dem wir unsere Beziehung zu Gott vertiefen, unser Gebetsleben pflegen und die Tugenden im Leben praktisch umsetzen. Die Kirche lädt an solchen Tagen ein, insbesondere die biblischen Lesungen zu betrachten, die im Laufe des Jahreskreises angeboten werden.
In der Liturgie nimmt das "Grün" des Jahreskreises eine besondere Stellung ein: Grün ist die Farbe der Hoffnung und des Wachstums. Durch die regelmäßige Rückkehr zu gewöhnlichen Tagen lernen die Gläubigen, Gottes Wirken im scheinbar Gewöhnlichen neu zu entdecken und zu bejahen. Damit wird deutlich, dass Heiligkeit auch und gerade im 'unspektakulären' Alltag wachsen kann.
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Eine Frage zum Fest des Tages stellen
Fragen zu Freitag, 22. Woche im Jahreskreis (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
Lesung1 Co 4, 1-5
Brüder,
man soll uns also ansehen
als Diener Christi
und Verwalter der Geheimnisse Gottes.
Von Verwaltern verlangt man nur,
dass sie zuverlässig erfunden werden.
Was mich betrifft, so kümmert es mich wenig, von euch gerichtet zu werden,
oder von einem menschlichen Gericht;
übrigens urteile ich nicht einmal über mich selbst.
Mein Gewissen verklagt mich nicht,
aber dadurch bin ich noch nicht gerecht:
der, der mich richtet, ist der Herr.
Also urteilt nicht vor der Zeit,
sondern wartet auf die Ankunft des Herrn,
den er wird ans Licht bringen, was im Verborgenen der Finsternis liegt,
und er wird die Absichten der Herzen offenbar machen.
Dann wird jeder sein Lob
von Gott empfangen.
– Wort des Herrn.
PsalmPs 36 (37), 3-4, 5-6, 27-28ab, 39-40ac
Vertraue auf den Herrn und tue das Gute,
bewohne das Land und bleibe ihm treu;
habe deine Freude am Herrn:
er wird dir geben, was dein Herz begehrt.
Befiehl dem Herrn deinen Weg,
vertrau ihm, und er wird handeln.
Er lässt deine Gerechtigkeit aufgehen wie das Licht,
und dein Recht wie den hellen Mittag.
Meide das Böse und tue das Gute,
so wirst du für immer wohnen,
denn der Herr liebt das Recht,
er verlässt seine Freunde nicht.
Der Herr ist die Rettung für die Gerechten,
ihr Schutz in Zeiten der Not.
Der Herr hilft ihnen und befreit sie,
denn bei ihm suchen sie Zuflucht.
EvangeliumLc 5, 33-39
In jener Zeit
sagten die Pharisäer und die Schriftgelehrten zu Jesus:
„Die Jünger des Johannes fasten oft
und verrichten Gebete;
auch die der Pharisäer.
Aber deine essen und trinken!“
Jesus antwortete ihnen:
„Könnt ihr die Hochzeitsgäste fasten lassen,
während der Bräutigam bei ihnen ist?
Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen;
dann, an jenen Tagen, werden sie fasten.“
Er sagte ihnen auch ein Gleichnis:
„Niemand schneidet ein Stück von einem neuen Kleid
um es an ein altes Kleid zu nähen.
Sonst reißt er das neue auf,
und das Stück aus dem neuen
wird nicht zum alten passen.
Und niemand füllt neuen Wein
in alte Schläuche;
sonst wird der neue Wein die Schläuche zerreißen,
er läuft aus
und die Schläuche sind verloren.
Nein, neuen Wein muss man in neue Schläuche füllen.
Und wer alten Wein getrunken hat, will keinen neuen.
Denn er sagt: ‚Der alte ist gut!‘“
– Lob sei dir, Christus, Wort des lebendigen Gottes.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org