Der Heilige des Tages · 4. August
hl. Johannes Maria Vianney
GedenktagDienstag, 18. Woche im Jahreskreis
Liturgische Farbe : Weiß
Der heilige Jean-Marie Vianney, besser bekannt als der Pfarrer von Ars, wurde Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich geboren und wirkte fast sein ganzes priesterliches Leben in dem kleinen Dorf Ars. In einer Zeit des religiösen Niedergangs nach der Französischen Revolution widmete er sich mit außergewöhnlicher Hingabe und Einfachheit der Seelsorge und wurde bald zum Anziehungspunkt für Gläubige aus ganz Frankreich. Besonders bekannt wurde er durch seinen Eifer im Sakrament der Beichte, in dem er täglich viele Stunden zubrachte, um den Menschen Gottes Barmherzigkeit zu schenken. Durch sein Gebetsleben, seine Askese und seine warme Menschlichkeit zeigte er Christus inmitten einer oft gleichgültigen Umgebung. Die Kirche ehrt ihn nicht nur wegen seiner tiefen Spiritualität, sondern auch als herausragendes Beispiel für das priesterliche Wirken. Mit der Feier dieses Gedenktages erinnert die Kirche daran, wie wichtig pastoral engagierte, demütige und betende Priester im Leben der Gemeinden sind. Jean-Marie Vianney wurde später zum Patron aller Pfarrer ernannt, da sein Dienst, sein Eifer und seine Liebe zu den Menschen ein Vorbild für die Priesterschaft bleiben.
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Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
„Deine Sünden sind immer mehr geworden: Deshalb habe ich dir das angetan. Siehe, ich werde die Zelte Jakobs wiederherstellen“ — Jr 30, 1-2.12-15.18-22
Wort des Herrn, das an Jeremia erging:
So spricht der Herr, der Gott Israels:
Schreibe alle Worte, die ich dir gesagt habe, in ein Buch.
So spricht der Herr:
Unheilbar ist deine Wunde, Sion,
tief ist deine Verletzung.
Niemand tritt für dich ein, um dein Geschwür zu verbinden;
kein Heilmittel, das es heilen würde.
Alle deine Liebhaber haben dich vergessen,
niemand fragt nach dir.
Ja, wie ein Feind habe ich dich geschlagen
– strenge Züchtigung!
Wegen der Vielzahl deiner Vergehen
sind deine Sünden immer mehr geworden.
Warum schreist du wegen deiner Wunde?
Dein Schmerz ist unheilbar.
Wegen der Vielzahl deiner Vergehen
sind deine Sünden immer mehr geworden:
darum habe ich dir das angetan.
So spricht der Herr:
Siehe, ich werde die Zelte Jakobs wiederherstellen,
mit Erbarmen schaue ich auf seine Wohnungen;
die Stadt wird wieder aufgebaut auf ihren Trümmern,
die Burg wird an ihren rechten Platz gegründet.
Danklieder werden dort erschallen
und Rufe der Freude.
Statt ihre Söhne zu verringern, will ich sie mehren;
nicht erniedrigen, sondern verherrlichen will ich sie.
Sie werden sein wie einst,
ihr Volk bleibt beständig vor mir,
denn ich werde all ihre Bedrücker strafen.
Jakob wird über sich einen Herrscher haben,
einen Fürsten aus seiner Mitte.
Ich gestatte ihm, mir nahezukommen,
er wird Zugang zu mir haben.
Denn wer hat je aus eigener Kraft gewagt,
sich mir zu nähern?
– Spruch des Herrn.
Ihr werdet mein Volk sein,
und ich, ich werde euer Gott sein.
– Wort des Herrn.
Ps 101 (102), 16-18, 19-21, 29.22-23
Die Völker werden den Namen des Herrn fürchten,
und alle Könige der Erde seine Herrlichkeit:
wenn der Herr Zion wieder aufbaut,
wenn er in seiner Herrlichkeit erscheint,
wird er sich dem Gebet des Bedrängten zuwenden,
er hat sein Gebet nicht verachtet.
Das soll aufgeschrieben werden für das künftige Geschlecht,
das neu erschaffene Volk wird seinen Gott rühmen:
„Von der Höhe, aus seinem Heiligtum neigte sich der Herr herab;
vom Himmel schaut er auf die Erde,
um das Stöhnen der Gefangenen zu hören
und denen Freiheit zu schenken, die dem Tod verfallen waren.“
Die Söhne deiner Knechte werden eine Wohnung finden,
und ihre Nachkommen werden vor dir bestehen.
In Zion wird man den Namen des Herrn verkünden
und sein Lob in ganz Jerusalem,
beim Zusammentreffen der Reiche und Völker,
die kommen werden, um dem Herrn zu dienen.
„Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, wird ausgerissen werden“ — Mt 15, 1-2.10-14
Man kann zwischen den beiden folgenden Texten wählen.
1. (für das Jahr A - 2026, in dem das folgende Evangelium [Mt 14, 22-36] am Vortag gelesen wurde)
In jener Zeit
kamen Pharisäer und Schriftgelehrte aus Jerusalem zu Jesus
und sagten:
„Warum übertreten deine Jünger
die Überlieferung der Alten?
Denn sie waschen sich die Hände nicht,
bevor sie essen.“
Jesus rief die Menge herbei und sprach zu ihnen:
„Hört zu und versteht:
Nicht das, was in den Mund hineingeht,
macht den Menschen unrein,
sondern was aus dem Mund herauskommt,
das macht den Menschen unrein.“
Da traten die Jünger zu ihm und sagten:
„Weißt du, dass die Pharisäer Anstoß genommen haben,
als sie dieses Wort hörten?“
Er antwortete:
„Jede Pflanze,
die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat,
wird ausgerissen werden.
Lasst sie!
Es sind Blinde, die Blinde führen.
Wenn ein Blinder einen Blinden führt,
fallen beide in die Grube.“
– Wort des lebendigen Gottes.
oder
„Herr, befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen“ — Mt 14, 22-36
2. (vorzugsweise in den Jahren B und C zu verwenden)
Jesus hatte die Menge in der Wüste gespeist.
Sogleich nötigte er die Jünger, ins Boot zu steigen
und ihm ans andere Ufer vorauszufahren,
während er die Leute entlassen wollte.
Nachdem er die Leute weggeschickt hatte,
stieg er auf den Berg, um allein zu beten.
Als es Abend wurde, war er dort allein.
Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt,
wurde von den Wellen bedrängt,
denn der Wind stand entgegen.
In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen,
indem er auf dem See wandelte.
Als die Jünger ihn auf dem See gehen sahen,
gerieten sie in Bestürzung.
Sie sagten:
„Es ist ein Gespenst.“
Vor Angst schrien sie auf.
Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen:
„Habt Vertrauen! Ich bin es; fürchtet euch nicht!“
Da ergriff Petrus das Wort und sagte:
„Herr, wenn du es bist,
befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen.“
Jesus sagte:
„Komm!“
Petrus stieg aus dem Boot,
und ging auf dem Wasser, um zu Jesus zu kommen.
Als er aber den heftigen Wind bemerkte, bekam er Angst
und als er zu sinken begann, schrie er:
„Herr, rette mich!“
Sogleich streckte Jesus die Hand aus, ergriff ihn
und sprach zu ihm:
„Du Kleingläubiger,
warum hast du gezweifelt?“
Und als sie ins Boot gestiegen waren,
legte sich der Wind.
Die im Boot aber fielen vor ihm nieder und sagten:
„Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn!“
Nach der Überfahrt landeten sie in Gennesaret.
Die Leute jener Gegend erkannten Jesus,
schickten Boten in die ganze Umgebung,
und man brachte alle Kranken zu ihm.
Sie baten ihn, nur den Saum seines Gewandes berühren zu dürfen,
und alle, die es taten, wurden geheilt.
– Wort des lebendigen Gottes.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org