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Der Heilige des Tages · 5. August

Weihe der Basilika Santa Maria Maggiore

Nicht gebotener Gedenktag

Mittwoch, 18. Woche im Jahreskreis

Liturgische Farbe : Grün


Am 5. August feiert die Kirche die Weihe der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom, eine der vier Papstbasiliken und die älteste Marienkirche im Westen. Die Entstehung der Basilika lässt sich bis ins 5. Jahrhundert zurückverfolgen, kurz nach dem Konzil von Ephesus (431), bei dem Maria feierlich als Mutter Gottes (Theotokos) anerkannt wurde. Die historische Grundlage für die Weihe der Kirche liegt in der wachsenden Marienverehrung nach diesem Konzil und der starken Bindung zwischen Christentum und römischer Geschichte.

Mit ihrer prächtigen Architektur und den bedeutenden Mosaiken zählt Santa Maria Maggiore zu den kunsthistorisch wichtigsten Gotteshäusern der Christenheit. Die Basilika bietet Raum für zahlreiche liturgische Feiern, insbesondere zu Ehren Mariens, und dient als sichtbares Zeichen der besonderen Beziehung zwischen Maria und der Kirche. Eine volkstümliche Legende erzählt, dass Maria selbst dem römischen Patrizier Johannes und Papst Liberius im Traum den Auftrag gegeben habe, an jener Stelle, wo im August Schnee fallen würde, eine Kirche zu bauen – daher auch der volkstümliche Name "Unserer Lieben Frau vom Schnee". Historisch ist diese Erzählung allerdings nicht gesichert, aber sie zeigt die tiefe Verehrung, die Maria in der Volksfrömmigkeit genießt.

Die Feier der Kirchweihe lädt Gläubige ein, dankbar auf die Fürsprache der Gottesmutter zu vertrauen und sich an ihrem Ja zu Gott zu orientieren. Sie erinnert daran, dass Gott im Herzen und in den „geistigen Häusern“ aller Gläubigen Wohnung nehmen möchte, wie es auch die Kirche in der Weihe einer ihrer bedeutendsten Marienkirchen sichtbar macht.

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Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

« Ich habe dich je und je geliebt » — Jr 31, 1-7

    In jenen Tagen – Spruch des Herrn –,
werde ich der Gott aller Sippen Israels sein,
und sie werden mein Volk sein.
    So spricht der Herr:
Gnade fand in der Wüste das Volk,
das dem Schwert entronnen ist;
Israel ist unterwegs zu dem, der es zur Ruhe bringt.
    Aus der Ferne erschien mir der Herr:
Ich habe dich je und je geliebt,
darum habe ich dir die Treue bewahrt.
    Wieder werde ich dich bauen,
du wirst neu aufgebaut, Jungfrau Israel.
Wieder wirst du deine Festtrommeln nehmen,
um dich in die fröhlichen Tänze zu mischen.
    Wieder wirst du Weinberge pflanzen
auf den Bergen Samarias,
und die sie pflanzen,
werden auch ihre ersten Früchte genießen.
    Es wird der Tag kommen, da die Wächter rufen
auf dem Gebirge Ephraim:
„Auf, lasst uns nach Zion ziehen,
zum Herrn, unserem Gott!“
    Denn so spricht der Herr:
Jubelt Jakob zu,
ruft die Erste der Nationen aus!
Lasst eure Loblieder erschallen und ruft alle:
„Herr, rette dein Volk,
den Rest Israels!“

            – Wort des Herrn.

Jr 31, 10, 11-12ab, 13

Hört, ihr Völker, das Wort des Herrn!
Verkündet es auf den fernsten Inseln:
„Der Israel zerstreut hat, sammelt es wieder,
er behütet es wie ein Hirte seine Herde.

„Der Herr hat Jakob erlöst,
hat ihn befreit aus der Hand eines Stärkeren.
Sie kommen, jubeln auf den Höhen Zions:
sie strömen herbei zu den Gütern des Herrn.

„Das Mädchen freut sich, sie tanzt;
junge Männer und Alte, alle zusammen!
Ich wandle ihre Trauer in Freude,
erfreue sie, tröste sie nach ihrem Leid.“

« Frau, groß ist dein Glaube! » — Mt 15, 21-28

In jener Zeit
    zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück.
    Da kam eine Kanaanäerin aus jener Gegend
und rief laut:
„Hab Erbarmen mit mir, Herr, Sohn Davids!
Meine Tochter wird von einem Dämon gequält.“
    Er aber antwortete ihr kein Wort.
Da traten seine Jünger zu ihm und baten ihn:
„Schick sie weg,
sie schreit hinter uns her!“
    Jesus antwortete:
„Ich bin nur gesandt
zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.“
    Sie aber kam, fiel vor ihm nieder und sagte:
„Herr, hilf mir!“
    Er entgegnete:
„Es ist nicht recht, das Brot der Kinder zu nehmen
und es den Hündchen hinzuwerfen.“
    Sie aber sagte:
„Ja, Herr;
aber gerade die Hündchen essen doch von den Brotkrumen,
die vom Tisch ihrer Herren fallen.“
    Da antwortete Jesus ihr:
„Frau, groß ist dein Glaube,
dir geschehe, wie du willst!“
Und zur gleichen Stunde wurde ihre Tochter geheilt.

            – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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