4. November
Hl. Karl Borromäus
Mittwoch, 31. Woche im Jahreskreis — Jahr II
Der heilige Karl Borromäus (italienisch: Carlo Borromeo) war einer der bedeutendsten Reformer der katholischen Kirche im 16. Jahrhundert. Geboren in eine angesehene Familie im Herzogtum Mailand, wurde er nach dem Konzil von Trient (1545–1563) zum Erzbischof von Mailand ernannt, um die Erneuerung der Kirche in die Tat umzusetzen. Karl Borromäus wirkte mit großer Energie an der Umsetzung der Konzilsbeschlüsse, legte besonderen Wert auf die Priesterausbildung und gründete zahlreiche Seminare. Durch seine bescheidene Lebensweise und seine Hingabe an die Armen wurde er zum Vorbild bischöflicher Hirten. Während einer schweren Pestepidemie in Mailand kümmerte er sich persönlich um die Kranken und Bedürftigen.
Als spiritueller Führer verkörperte Borromäus das Ideal eines reformierten, seelsorgenden Hirten. Seine Frömmigkeit war geprägt von Demut, Gebet und dem Bewusstsein, dass die Kirche in jedem Zeitalter zu innerer Erneuerung gerufen ist. Der Gedenktag des heiligen Karl Borromäus wird gefeiert, weil er exemplarisch für die Umsetzung christlicher Reformen und für den Dienst am Nächsten steht. Die Kirche ehrt ihn als Patron der Seminaristen und Seelsorger sowie der Kranken- und Krankenhausarbeit. Sein Beispiel fordert Gläubige wie Hirten auf, entschlossen dem Evangelium treu zu bleiben und sich den Herausforderungen ihrer Zeit zu stellen.
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Fragen zu Hl. Karl Borromäus (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
LesungPh 2, 12-18
Meine Geliebten,
ihr, die ihr immer gehorcht habt,
arbeitet an eurem Heil
mit Furcht und tiefem Respekt;
tut es nicht nur, wenn ich da bin,
sondern noch viel mehr, jetzt da ich nicht da bin.
Denn Gott ist es,
der in euch das Wollen und das Vollbringen bewirkt,
nach seinem gütigen Plan.
Tut alles ohne Murren und ohne zu streiten;
so werdet ihr untadelig und rein sein,
ihr, die ihr makellose Kinder Gottes seid
mitten in einer verdorbenen und verkehrten Generation,
unter der ihr leuchtet wie Sterne am Firmament,
indem ihr festhaltet am Wort des Lebens.
Dann werde ich stolz auf euch sein,
wenn der Tag Christi kommt:
Ich bin dann nicht umsonst gelaufen und habe mich nicht umsonst abgemüht.
Und selbst wenn ich mein Blut vergießen müsste,
um es dem Opfer hinzuzufügen,
das ihr Gott durch euren Glauben darbringt,
freue ich mich darüber und teile eure Freude.
Und ihr, freut euch ebenso
und teilt meine Freude.
– Wort des Herrn.
PsalmPs 26 (27), 1, 4, 13-14
Der Herr ist mein Licht und mein Heil;
vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist die Zuflucht meines Lebens;
vor wem sollte ich zittern?
Nur eines erbitte ich vom Herrn,
das ist mein ganzes Verlangen:
im Haus des Herrn zu wohnen
alle Tage meines Lebens,
die Freundlichkeit des Herrn zu schauen
und im Tempel seine Nähe zu suchen.
Ich bin gewiss, dass ich die Güte des Herrn sehen werde
im Land der Lebenden.
„Hoffe auf den Herrn, sei stark und fasse Mut:
hoffe auf den Herrn.“
EvangeliumLc 14, 25-33
In jener Zeit
zogen große Menschenmengen mit Jesus mit;
er drehte sich um und sprach zu ihnen:
„Wenn jemand zu mir kommt
und mich nicht mehr liebt als seinen Vater, seine Mutter, seine Frau,
seine Kinder, seine Brüder und Schwestern
und sogar sein eigenes Leben,
kann er nicht mein Jünger sein.
Wer nicht sein Kreuz trägt
und mir nachfolgt,
kann nicht mein Jünger sein.
Denn wer von euch,
der einen Turm bauen will,
setzt sich nicht zuerst hin
und berechnet die Kosten,
um zu sehen, ob er genug hat, um es zu Ende zu führen?
Sonst, wenn er das Fundament gelegt hat
und nicht fertigstellen kann,
werden alle, die es sehen, ihn verspotten:
‚Dieser Mensch hat angefangen zu bauen
und konnte es nicht vollenden!‘
Und welcher König,
der gegen einen anderen König in den Krieg zieht,
setzt sich nicht zuerst hin,
um zu überlegen, ob er mit zehntausend Mann
den entgegenziehen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn kommt?
Kann er es nicht,
schickt er, solange der andere noch weit entfernt ist,
eine Gesandtschaft, um um Frieden zu bitten.
Ebenso kann keiner von euch mein Jünger sein,
der nicht auf alles verzichtet,
was ihm gehört.“
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org