5. Oktober
Hl. Faustyna Kowalska
Montag, 27. Woche im Jahreskreis — Jahr II
Die heilige Faustyna Kowalska, geboren 1905 in Polen, ist als "Sekretärin der Barmherzigkeit Gottes" bekannt. Sie trat in jungen Jahren in den Orden der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit ein und empfing tiefe mystische Erfahrungen, in denen sie wiederholt von Jesus zur Verkündigung der göttlichen Barmherzigkeit berufen wurde. Besonders die Verehrung des "Barmherzigkeitsrosenkranzes" und das Bild des barmherzigen Jesus gehen auf ihre Visionen zurück. Die Botschaft, die sie empfing, wurde in ihrem spirituellen Tagebuch festgehalten, das weltweit große Verbreitung fand. Ihr Leben war geprägt von Leiden, Gehorsam und einem tiefen Vertrauen auf die Güte Gottes. 1938 starb sie im Alter von nur 33 Jahren an Tuberkulose. Papst Johannes Paul II., selbst Pole, setzte sich besonders für ihre Heiligsprechung ein und führte den Barmherzigkeitssonntag für die ganze Kirche ein. Die Verehrung der göttlichen Barmherzigkeit, wie sie Sr. Faustyna lebte und verkündete, erinnert uns daran, dass Gottes Erbarmen größer ist als jede menschliche Schwäche und Schuld. Ihr Fest lädt die Gläubigen zur Hoffnung, zur Offenheit für Gottes Gnade und zum Vertrauen auf Seine Liebe ein.
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Fragen zu Hl. Faustyna Kowalska (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
LesungGa 1, 6-12
Brüder,
ich wundere mich, dass ihr so schnell den verlasst,
der euch durch die Gnade Christi berufen hat,
und dass ihr euch einem anderen Evangelium zuwendet.
Doch es gibt kein anderes:
es gibt nur einige Leute, die euch verwirren
und das Evangelium Christi verändern wollen.
Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel
euch ein Evangelium verkündete,
das anders ist als das, das wir euch verkündet haben,
der sei verflucht!
Wie wir zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder:
wenn euch jemand ein anderes Evangelium verkündet,
als das, das ihr empfangen habt,
der sei verflucht!
Jetzt – suche ich die Zustimmung der Menschen oder die Zustimmung Gottes?
Oder bemühe ich mich etwa, Menschen zu gefallen?
Wenn ich noch Menschen gefallen wollte,
wäre ich kein Diener Christi.
Brüder, ich will, dass ihr wisst:
das Evangelium, das ich verkündet habe,
ist keine menschliche Erfindung.
Auch nicht von einem Menschen
habe ich es empfangen oder gelernt,
sondern durch Offenbarung Jesu Christi.
– Wort des Herrn.
PsalmPs 110 (111), 1-2, 7-8, 9.10c
Ich will dem Herrn von ganzem Herzen danken
in der Versammlung der Gerechten.
Groß sind die Werke des Herrn;
alle, die sie lieben, forschen nach ihnen.
Wahrhaftigkeit und Beständigkeit sind das Werk seiner Hände,
verlässlich sind all seine Gebote,
für immer und ewig festgesetzt,
vollbracht in Geradheit und Sicherheit!
Er verschafft seinem Volk Erlösung;
sein Bund bleibt für immer bestehen;
heilig und ehrfurchtgebietend ist sein Name.
Sein Lob wird ewig bestehen.
EvangeliumLc 10, 25-37
In jener Zeit
erhob sich ein Gesetzeslehrer,
um Jesus auf die Probe zu stellen, und sagte:
„Meister, was muss ich tun,
um das ewige Leben zu erben?“
Jesus sprach zu ihm:
„Was steht im Gesetz geschrieben?
Wie liest du?“
Der andere antwortete:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben
von ganzem Herzen, mit ganzer Seele,
mit all deiner Kraft und deinem ganzen Verstand,
und deinen Nächsten wie dich selbst.“
Jesus sagte zu ihm:
„Du hast richtig geantwortet.
Tu das, und du wirst leben.“
Er aber, der sich rechtfertigen wollte,
sagte zu Jesus:
„Und wer ist mein Nächster?“
Da antwortete Jesus:
„Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab,
und er fiel unter die Räuber,
die ihn ausplünderten und zusammenschlugen
und ihn halbtot liegen ließen.
Zufällig kam ein Priester denselben Weg hinab;
er sah ihn und ging vorüber.
Ebenso kam auch ein Levit an den Ort;
er sah ihn und ging weiter.
Ein Samariter aber, der unterwegs war,
kam zu ihm;
er sah ihn und hatte Mitleid.
Er ging zu ihm hin,
verband seine Wunden und goss Öl und Wein darauf;
dann hob er ihn auf sein eigenes Tier,
brachte ihn zu einer Herberge
und sorgte für ihn.
Am nächsten Tag nahm er zwei Denare heraus,
gab sie dem Wirt und sagte:
‚Sorge für ihn;
was du darüber hinaus aufwendest,
werde ich dir erstatten, wenn ich wiederkomme.‘
Wer von diesen dreien, meinst du, ist dem zum Nächsten geworden,
der unter die Räuber gefallen ist?“
Der Gesetzeslehrer antwortete:
„Der, der Barmherzigkeit an ihm geübt hat.“
Jesus sagte zu ihm:
„Geh, und handle du ebenso.“
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org