6. September
23. Sonntag im Jahreskreis
Der 23. Sonntag im Jahreskreis ist Teil des sogenannten „grünen“ Kirchenjahres, also der Zeit im Jahreskreis, die zwischen den großen Festzyklen wie Weihnachten oder Ostern liegt. In dieser Phase konzentriert sich die Liturgie auf das alltägliche Leben der Christinnen und Christen und lädt dazu ein, die Botschaft Jesu in die Lebenswirklichkeit zu übersetzen. Die Texte des heutigen Sonntags rufen besonders zur brüderlichen Zurechtweisung und gegenseitigen Liebe auf – eine Erinnerung an die christliche Verantwortung füreinander. In den Lesungen und dem Evangelium wird deutlich, dass Gemeinschaft und persönliches Wachstum Hand in Hand gehen: Gott lädt jede und jeden ein, sich zu öffnen, Fehler einzugestehen, aber auch andere liebevoll auf ihren Weg aufmerksam zu machen. Die Kirche feiert an diesem Tag, dass gerade die scheinbar gewöhnliche Zeit des Jahres eine spirituelle Tiefe birgt. Sie erinnert uns daran, dass der Alltag das Feld ist, auf dem der Glaube Früchte trägt. Im gemeinsamen Gottesdienst bringt die Gemeinde ihre Anliegen und ihr Bemühen, nach dem Willen Gottes zu leben, vor den Herrn und empfängt die Kraft, den Glauben in die Tat umzusetzen.
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Fragen zu 23. Sonntag im Jahreskreis (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
Erste LesungEz 33, 7-9
Das Wort des Herrn erging an mich:
„Menschensohn, ich mache dich zum Wächter
über das Haus Israel.
Wenn du ein Wort aus meinem Mund hörst,
sollst du sie in meinem Namen warnen.
Wenn ich zum Bösen sage: ‚Du musst sterben‘,
und du ihn nicht warnst,
wenn du ihm nicht sagst, er solle von seinem bösen Weg ablassen,
er, der Böse, wird wegen seiner Sünde sterben,
aber dich werde ich für sein Blut zur Rechenschaft ziehen.
Wenn du aber den Bösen warnst, von seinem Weg abzulassen,
und er kehrt nicht um,
er wird wegen seiner Sünde sterben,
ab er du hast dein Leben gerettet.“
– Wort des Herrn.
PsalmPs 94 (95), 1-2, 6-7ab, 7d-8a.9
Kommt, lasst uns jubeln vor dem Herrn,
rufen wir unserem Fels, unserem Heil zu!
Lasst uns mit Dank vor sein Angesicht treten,
mit Liedern ihm jauchzen!
Tretet ein, verneigt euch, fallt nieder,
beten wir den Herrn an, der uns gemacht hat.
Ja, er ist unser Gott;
wir sind das Volk, das er führt.
Heute, wenn ihr seine Stimme hört,
"Verhärtet euer Herz nicht wie in der Wüste,
wo eure Väter mich versuchten und herausforderten,
und doch hatten sie meine Taten gesehen."
Zweite LesungRm 13, 8-10
Brüder,
bleibt niemandem etwas schuldig,
außer, einander zu lieben.
denn wer den anderen liebt,
hat das Gesetz vollkommen erfüllt.
Das Gesetz sagt:
Du sollst nicht die Ehe brechen,
du sollst nicht töten,
du sollst nicht stehlen,
du sollst nicht begehren.
Diese Gebote und alle anderen
werden in diesem Wort zusammengefasst:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses an.
Deshalb ist die Erfüllung des Gesetzes
die Liebe.
– Wort des Herrn.
EvangeliumMt 18, 15-20
In jener Zeit
sagte Jesus zu seinen Jüngern:
"Wenn dein Bruder gegen dich sündigt,
gehe zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht.
Hört er auf dich, hast du deinen Bruder gewonnen.
Hört er aber nicht auf dich,
nimm noch einen oder zwei mit dir,
damit jede Sache durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werde.
Hört er auch auf sie nicht,
sag es der Gemeinde;
will er auch auf die Gemeinde nicht hören,
betrachtet ihn als einen Heiden und einen Zöllner.
Amen, ich sage euch:
Alles, was ihr auf Erden bindet,
wird auch im Himmel gebunden sein,
und alles, was ihr auf Erden löst,
wird auch im Himmel gelöst sein.
Ebenso, amen, ich sage euch:
wenn zwei von euch auf Erden eins werden in einer Sache, um sie zu erbitten,
wird es ihnen von meinem Vater im Himmel gewährt werden.
Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,
bin ich mitten unter ihnen.“
– Lasset uns das Wort Gottes preisen.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org