9. November
Weihetag der Lateranbasilika
Das Fest der Weihe der Lateranbasilika erinnert an die feierliche Einweihung der Kathedrale des Bischofs von Rom, des Papstes, in Rom. Die Lateranbasilika, auch „Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt und des Erdkreises“ genannt, ist die älteste der vier Patriarchalbasiliken Roms und wurde ursprünglich im 4. Jahrhundert errichtet. Sie steht somit symbolisch für die universale Einheit der Kirche unter ihrem Oberhaupt, dem Papst. Die Basilika wurde im Laufe der Geschichte mehrfach zerstört und erneuert, blieb aber immer ein zentrales Symbol der katholischen Kirche.
Dieses Fest wird nicht nur in Rom gefeiert, sondern weltweit, um die Gemeinschaft und Verbundenheit aller, die der katholischen Kirche angehören, sichtbar zu machen. Die Kirche gedenkt damit nicht einfach eines Gebäudes, sondern ihrer eigenen Identität als lebendiger Tempel Gottes. Die Spiritualität des Festes betont die Heiligkeit des Hauses Gottes und erinnert daran, dass die Gläubigen selbst „lebendige Steine“ sind, aus denen Gott seine Kirche erbaut. Der Tag lädt dazu ein, über die eigene Zugehörigkeit zur Kirche und die Verbundenheit mit allen Christen nachzudenken.
Auch wenn Details der frühen Baugeschichte und Weihe teilweise im Dunkeln liegen, bleibt die 324 geweihte Basilika ein Zeichen für das beständige Fundament der Kirche und ihrer Gemeinschaft. So wird diese Feier zu einer geistlichen Erneuerung und einer Vergewisserung im Glauben an Christus, das wahre Fundament der Kirche.
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Fragen zu Weihetag der Lateranbasilika (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
Erste LesungEz 47, 1-2.8-9.12
In jenen Tagen
während einer vom Herrn empfangenen Vision
führte mich der Mann zurück zum Eingang des Hauses,
und siehe: unter der Schwelle des Hauses
strömte Wasser nach Osten,
den das Haus hatte seine Vorderseite nach Osten.
Das Wasser floss unter der rechten Seite des Hauses hinab,
südlich des Altars.
Der Mann ließ mich durch das Nordtor hinausgehen
und führte mich außen herum
bis zu dem Tor, das nach Osten schaut,
und dort floss erneut Wasser auf der rechten Seite heraus.
Er sagte zu mir:
„Dieses Wasser fließt in das Gebiet des Ostens,
es läuft hinab ins Jordantal,
und mündet ins Tote Meer,
wo es das Wasser gesund macht.
Überall, wohin der Strom kommt,
können alle Tiere leben und sich vermehren.
Es wird sehr viele Fische geben,
denn dieses Wasser macht alles gesund, was es berührt,
und überall, wohin der Strom kommt, entsteht Leben.
An den Ufern des Stromes, zu beiden Seiten,
wachsen allerlei Obstbäume;
Ihr Laub wird nicht welken
und ihre Früchte werden nicht ausbleiben.
Jeden Monat bringen sie neue Früchte hervor,
den dieses Wasser kommt vom Heiligtum.
Die Früchte dienen als Nahrung,
und die Blätter als Heilmittel.“
– Wort des Herrn.
ODER
Erste Lesung1 Co 3, 9c-11.16-17
Brüder,
ihr seid ein Haus, das Gott baut.
Nach der Gnade, die Gott mir gegeben hat,
ich, wie ein guter Baumeister,
habe den Grundstein gelegt.
Ein anderer baut darauf weiter.
Doch jeder achte darauf,
wie er weiterbaut.
Denn einen anderen Grund kann niemand legen,
als den, der schon gelegt ist: Jesus Christus.
Wisst ihr nicht, dass ihr ein Heiligtum Gottes seid,
und dass der Geist Gottes in euch wohnt?
Wenn jemand das Heiligtum Gottes zerstört,
wird Gott diesen Menschen zerstören,
denn das Heiligtum Gottes ist heilig,
und dieses Heiligtum seid ihr.
– Wort des Herrn.
PsalmPs 45 (46), 2-3, 5-6, 8-9a.10a
Gott ist für uns Zuflucht und Stärke,
Hilfe in der Not, immer bereit.
Wir fürchten uns nicht, wenn die Erde bebt,
wenn Berge ins Meer stürzen.
Der Strom und seine Arme erfreuen die Stadt Gottes,
die heiligste Wohnung des Höchsten.
Gott ist in ihrer Mitte: sie wird niemals wanken;
wenn der Morgen anbricht, hilft Gott ihr.
Der Herr der Heerscharen ist mit uns;
unsere Burg ist der Gott Jakobs!
Kommt und schaut die Taten des Herrn,
er bringt den Krieg bis ans Ende der Erde.
EvangeliumJn 2, 13-22
Als das jüdische Paschafest nahe war,
ging Jesus hinauf nach Jerusalem.
Im Tempel fand er die Händler,
die Rinder, Schafe und Tauben verkauften,
sowie die Geldwechsler.
Er machte aus Stricken eine Geißel
und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, auch die Schafe und die Rinder;
und er schüttete das Geld der Wechsler aus,
und warf ihre Tische um,
und sagte zu den Taubenverkäufern:
„Schafft das von hier weg.
Macht nicht das Haus meines Vaters
zu einem Markthaus.“
Seine Jünger erinnerten sich daran, dass geschrieben steht:
Der Eifer um dein Haus wird mich verzehren.
Da fragten ihn die Juden:
„Welches Zeichen zeigst du uns,
dass du so handeln darfst?“
Jesus antwortete ihnen:
„Reißt diesen Tempel nieder,
und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten.“
Die Juden erwiderten ihm:
„Sechsundvierzig Jahre wurde an diesem Tempel gebaut,
und du willst ihn in drei Tagen wieder aufrichten?“
Er aber meinte das Heiligtum seines Leibes.
Als er von den Toten auferweckt war,
erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte;
sie glaubten der Schrift
und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.
– Lob sei dir, Christus, für dein Evangelium.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org