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10. November

Liturgische Farbe : Weiß

Hl. Leo der Große, Papst und Kirchenlehrer

Gedenktag

Dienstag, 32. Woche im Jahreskreis — Jahr II


Der heilige Leo der Große († 461) war einer der bedeutendsten Päpste der Alten Kirche und wird als Kirchenlehrer verehrt. Er trat sein Pontifikat im Jahr 440 an, einer Zeit großer Herausforderungen für Rom und die Kirche: politischer Zerfall, die Bedrohung durch Völkerwanderung und vor allem schwere theologische Auseinandersetzungen prägten seine Ära. Besonders berühmt wurde Leo durch seine Klarheit in Glaubensfragen, etwa im Kampf gegen gewisse Irrlehren seiner Zeit, und durch seine Verteidigung der Glaubenswahrheiten auf dem Konzil von Chalkedon. Seine Briefe und Predigten, darunter der berühmte 'Tome of Leo', sind noch heute einflussreich, weil sie die Lehre über die wahre Gottheit und wahre Menschheit Christi auf prägnante Weise darlegen.

Besondere Bedeutung gewann Leo auch als Beschützer der Stadt Rom. Überliefert wird, dass er persönlich Attila, dem Hunnenkönig, und später den Vandalenfürsten Geiserich gegenübertrat, um eine völlige Zerstörung Roms zu verhindern – die historischen Details sind vielleicht nicht vollständig gesichert, aber sie zeigen Leos Rolle als Hirte und Fürsprecher seines Volkes. Die Kirche verehrt Leo, weil er in unruhigen Zeiten mit Mut, Weisheit und tiefem Glauben die Kirche geführt und den Glauben an Christus als wahren Gott und Menschen verteidigt hat.

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Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

LesungTt 2, 1-8.11-14

Geliebter,
sage das, was der gesunden Lehre entspricht.
Die älteren Männer sollen nüchtern sein,
achtungswürdig, besonnen
und fest im Glauben, in der Liebe und in der Ausdauer.
Ebenso sollen die älteren Frauen ein heiliges Leben führen,
nicht verleumderisch sein
noch dem Trunk ergeben,
und sie sollen gute Ratgeberinnen sein,
dum die jungen Frauen zu belehren,
dass sie ihre Männer und Kinder lieben,
besonnen und rein sind,
gute Hausfrauen, freundlich,
ihren Männern untertan,
damit das Wort Gottes nicht in Verruf gerät.
Auch die jungen Männer fordere auf, in allem besonnen zu sein.
Sei du selbst ein Vorbild durch dein gutes Handeln,
durch untadelige und achtungswürdige Lehre,
durch die Unangreifbarkeit deines Wortes,
damit der Gegner beschämt wird,
der nichts Schlechtes über uns sagen kann.

Denn die Gnade Gottes ist erschienen,
um alle Menschen zu retten.
Sie erzieht uns dazu, die Gottlosigkeit
und die irdischen Begierden zu verleugnen,
und in der Gegenwart maßvoll zu leben,
in Gerechtigkeit und Frömmigkeit,
voller Erwartung auf die selige Hoffnung:
das Erscheinen der Herrlichkeit
unseres großen Gottes und Retters, Jesus Christus.
Denn er hat sich für uns hingegeben,
um uns von aller Schuld zu erlösen
und uns zu reinigen,
um sich ein Volk zu schaffen,
das eifrig ist, das Gute zu tun.

         – Wort des Herrn.

PsalmPs 36 (37), 3-4, 18.23, 27.29

Vertraue auf den Herrn und tue das Gute,
bewohne das Land und bleibe ihm treu;
habe deine Freude am Herrn:
er wird dir geben, was dein Herz begehrt.

Er kennt die Tage des untadeligen Mannes,
der ein unvergängliches Erbe empfängt.
Wenn der Herr die Schritte eines Menschen lenkt,
sind sie fest, und sein Weg gefällt ihm.

Meide das Böse und tue das Gute,
dann wirst du für immer wohnen,
die Gerechten werden das Land besitzen
und es für immer bewohnen.

EvangeliumLc 17, 7-10

In jener Zeit
sagte Jesus:
« Wer von euch
wird zu seinem Knecht, wenn er vom Pflügen oder vom Viehhüten zurückkommt,
sagen: ‚Komm gleich und setz dich zu Tisch‘?
Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen:
‚Bereite mir das Abendessen,
gürte dich und bediene mich,
während ich esse und trinke.
Danach wirst du selbst essen und trinken‘?
Bedankt er sich etwa bei dem Knecht,
dass er getan hat, was ihm befohlen wurde?
So auch ihr:
wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde,
sagt:
‚Wir sind unnütze Diener:
wir haben nur unsere Pflicht getan.‘ »

         – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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