9. Oktober
Hl. Dionysius und Gefährten
Freitag, 27. Woche im Jahreskreis — Jahr II
Der heilige Dionysius von Paris (französisch: Saint Denis) gilt als einer der ersten christlichen Missionare in Gallien. Historisch ist über sein Leben nur wenig gesichert bekannt. Nach der Überlieferung wurde er im 3. Jahrhundert zum ersten Bischof von Paris ernannt und wirkte dort als eifriger Missionar. Zusammen mit seinen Gefährten Rusticus und Eleutherius erlitt er während der Christenverfolgungen unter der römischen Herrschaft das Martyrium, wahrscheinlich durch Enthauptung auf dem Montmartre. Die genaue Entstehung dieser Tradition sowie das exakte Todesdatum bleiben jedoch unsicher und enthalten legendäre Elemente.
Der heilige Denis wurde in Frankreich bald als Schutzpatron von Paris verehrt, und über seiner angeblichen Grabstätte entstand später die berühmte Basilika Saint-Denis, die zu einer wichtigen Pilgerstätte und zur Nekropole französischer Könige wurde. Sein Fest erinnert die Gläubigen an den Mut und das Durchhaltevermögen im Glauben angesichts der Bedrängnis. Die Legende, Denis habe nach seiner Enthauptung sein eigenes Haupt in den Händen getragen, ist ein Ausdruck des hohen Ansehens, das er bei der christlichen Bevölkerung erlangte. Die Kirche ehrt ihn und seine Gefährten, um das Zeugnis ihres Glaubens und ihre Standhaftigkeit zu preisen, die bis heute als Vorbild für alle Christen gelten.
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Fragen zu Hl. Dionysius und Gefährten (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
LesungGa 3, 6-14
Brüder,
Abraham glaubte Gott,
und es wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet.
Versteht also:
diejenigen, die sich auf den Glauben berufen,
das sind die Söhne Abrahams.
Außerdem hat die Schrift im Hinblick auf die Völker vorausgesehen,
dass Gott sie durch den Glauben rechtfertigen würde,
und sie hatte Abraham im Voraus diese frohe Botschaft verkündet:
In dir sollen alle Völker gesegnet werden.
So werden diejenigen, die sich auf den Glauben berufen,
zusammen mit Abraham, dem Gläubigen, gesegnet.
Diejenigen aber, die sich auf die Werke des Gesetzes verlassen,
sind alle unter dem Fluch,
denn es steht geschrieben:
Verflucht sei, wer nicht darin bleibt, alles zu tun,
was im Buch des Gesetzes geschrieben steht.
Es ist außerdem offensichtlich, dass durch das Gesetz
niemand vor Gott gerecht wird,
denn wie die Schrift sagt:
Der Gerechte wird aus Glauben leben,
und das Gesetz gründet sich nicht auf den Glauben,
sondern sagt:
Wer die Gebote hält,
wird durch sie leben.
Von diesem Fluch des Gesetzes
hat Christus uns erlöst,
indem er für uns zum Fluch geworden ist,
denn es steht geschrieben:
Verflucht ist jeder, der am Holz hängt.
Das alles, damit der Segen Abrahams
zu den Heiden komme in Christus Jesus,
und wir durch den Glauben
den verheißenen Geist empfangen.
– Wort des Herrn.
PsalmPs 110 (111), 1-2, 3-4, 5-6
Von ganzem Herzen will ich dem Herrn danken
inmitten der Gemeinde, bei den Gerechten.
Groß sind die Werke des Herrn;
alle, die sie lieben, forschen danach.
Hoheit und Pracht ist sein Tun:
auf ewig steht seine Gerechtigkeit fest.
Er hat ein Gedächtnis seiner Wunder gestiftet;
der Herr ist voll Erbarmen und Mitleid.
Er gibt Nahrung denen, die ihn fürchten,
denkt ewig an seinen Bund.
Er zeigte seinem Volk seine Macht,
schenkte ihm das Erbe der Völker.
EvangeliumLc 11, 15-26
In jener Zeit,
als Jesus einen Dämon ausgetrieben hatte,
sagten einige:
„Durch Beelzebub, den Anführer der Dämonen,
treibt er die Dämonen aus.“
Andere aber wollten ihn auf die Probe stellen
und verlangten von ihm ein Zeichen vom Himmel.
Jesus aber wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen:
„Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet,
Haus über Haus stürzt zusammen.
Wenn aber auch der Satan mit sich selbst uneins ist,
wie kann sein Reich bestehen?
Ihr sagt ja, ich treibe die Dämonen durch Beelzebub aus.
Wenn aber ich sie durch Beelzebub austreibe,
durch wen treiben eure Anhänger sie aus?
Darum werden sie eure Richter sein.
Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe,
dann ist das Reich Gottes wirklich zu euch gekommen.
Wenn der Starke und Bewaffnete seinen Hof bewacht,
ist alles, was ihm gehört, in Sicherheit.
Kommt aber ein Stärkerer und besiegt ihn,
nimmt er ihm die Waffen weg, auf die er sich verließ,
und verteilt die Beute.
Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich;
wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.
Wenn ein unreiner Geist einen Menschen verlässt,
durchzieht er wasserlose Gegenden
und sucht einen Ort, wo er ausruhen kann.
Findet er aber keinen, sagt er:
‚Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe.‘
Wenn er kommt, findet er es sauber und aufgeräumt.
Dann geht er hin,
holt noch sieben andere Geister, die schlimmer sind als er selbst,
sie ziehen ein und wohnen dort.
So wird der Zustand dieses Menschen am Ende schlimmer als am Anfang.“
– Lob sei dir, Christus, König der ewigen Herrlichkeit.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org