10. Oktober
Samstag, 27. Woche im Jahreskreis
Jahr II
Der heutige Tag im liturgischen Kalender ist ein sogenannter "Werktag" im Jahreskreis, der auf Latein als "feria" bezeichnet wird. Im Jahreskreis gibt es zahlreiche Tage, an denen kein Hochfest, Fest oder gebotener Gedenktag eines Heiligen gefeiert wird. Diese Zeiten laden die Gläubigen ein, sich auf das alltägliche Leben und die fortlaufende Lesung der Heiligen Schrift zu konzentrieren. Das liturgische Grün erinnert uns dabei an das Wachstum im Glauben und den beständigen Fortschritt im geistlichen Leben.
Der 27. Samstag im Jahreskreis bietet Raum für die persönliche Gebetspraxis und die Vertiefung der Beziehung zu Gott im Alltag. Die Kirche betont an solchen Tagen, dass das gewöhnliche Leben ebenso Ort der Heiligung sein kann. Die ausgewählten Schriftlesungen erzählen oft von der alltäglichen Nachfolge Christi und fordern die Gläubigen dazu heraus, auch in unscheinbaren Momenten göttliche Gegenwart zu entdecken.
An Werktagen wie diesem können Pfarreien und Einzelne dankbar innehalten und das liturgische "normale Leben" ohne spezielle Festlichkeit erfahren. Diese Tage rufen uns wach, dass die christliche Spiritualität sich nicht nur an großen Festen, sondern gerade auch im täglichen Miteinander und im treuen Gebet entfalten soll.
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Eine Frage zum Fest des Tages stellen
Fragen zu Samstag, 27. Woche im Jahreskreis (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
LesungGa 3, 22-29
Brüder,
die Schrift hat alles unter die Herrschaft der Sünde eingeschlossen,
damit durch den Glauben an Jesus Christus
die Verheißung denen zuteil werde, die glauben.
Bevor der Glaube an Jesus Christus gekommen ist,
waren wir Gefangene,
eingeschlossen unter der Herrschaft des Gesetzes,
bis zu der Zeit, da dieser Glaube offenbart werden sollte.
So war das Gesetz wie ein Führer, der uns zu Christus geführt hat,
damit wir durch den Glauben gerechtfertigt würden.
Jetzt aber, da der Glaube gekommen ist,
sind wir diesem Führer nicht mehr unterstellt.
Denn ihr alle seid in Christus Jesus
durch den Glauben Söhne Gottes.
Ihr alle, die ihr auf Christus getauft wurdet,
habt Christus angezogen;
es gibt nicht mehr Juden und Griechen,
es gibt nicht mehr Sklaven und Freie,
es gibt nicht mehr Mann und Frau,
denn ihr alle seid einer
in Christus Jesus.
Wenn ihr aber zu Christus gehört,
dann seid ihr Abrahams Nachkommenschaft:
Erben nach der Verheißung.
– Wort des Herrn.
PsalmPs 104 (105), 2-3, 4-5, 6-7
Singt und spielt für ihn,
erzählt immer wieder von seinen Wundern;
rühmt euch seines heiligen Namens:
Freude den Herzen, die Gott suchen!
Sucht den Herrn und seine Macht,
sucht stets sein Angesicht;
erinnert euch an die Wunder, die er getan hat,
an seine Zeichen, an die Urteile seines Mundes,
Ihr Nachkommen Abrahams, seines Knechtes,
die Söhne Jakobs, die er erwählt hat,
der Herr, er ist unser Gott:
seine Urteile gelten für das ganze All.
EvangeliumLc 11, 27-28
In jener Zeit,
während Jesus redete,
erhob eine Frau mitten aus der Menge ihre Stimme
und sprach zu ihm:
« Selig der Schoß, der dich getragen hat,
und die Brüste, die dich genährt haben! »
Er aber sprach:
« Selig vielmehr, die das Wort Gottes hören
und es bewahren! »
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org