9. September
Hl. Peter Claver
Mittwoch, 23. Woche im Jahreskreis
Hl. Peter Claver war ein spanischer Jesuit des 17. Jahrhunderts, der vor allem für seinen missionarischen Einsatz unter den Sklaven in Südamerika bekannt ist. Er wurde um 1580 in Katalonien geboren und reiste als junger Mann nach Cartagena im heutigen Kolumbien, einem der größten Umschlagsplätze für Sklaventransporte in der Neuen Welt. Dort widmete er sein ganzes Leben dem Dienst an den afrikanischen Sklaven, die unter unmenschlichen Bedingungen ankamen. Er begrüßte sie im Hafen, versorgte sie mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe und taufte Schätzungen zufolge Hunderttausende. Seine Spiritualität war ganz von der Barmherzigkeit und tätigen Nächstenliebe geprägt: Peter Claver bezeichnete sich selbst als „Sklave der Schwarzen für immer“. Die Kirche verehrt Peter Claver, weil er unermüdlich für die Rechte und die Würde der Entrechteten eintrat. In einer Zeit, in der die Sklaverei weithin akzeptiert war, setzte er ein radikales Zeichen christlicher Nächstenliebe. Seine Gedenktage erinnern daran, dass christliche Heiligkeit immer auch eine konkrete Option für die Armen und Leidenden ist. Obwohl über sein persönliches Leben vieles bekannt ist, wurde seine genaue Vorgehensweise nicht vollständig dokumentiert. Die Überlieferung betont vor allem seinen Mut, sein Engagement trotz vieler Widerstände und seine Treue zum Evangelium.
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Fragen zu Hl. Peter Claver (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
Lesung1 Co 7, 25-31
Brüder,
was die Ehelosigkeit betrifft, habe ich kein Gebot vom Herrn,
aber ich gebe meine Meinung ab,
ich, der durch die Barmherzigkeit des Herrn vertrauenswürdig geworden ist.
Ich denke, dass Ehelosigkeit etwas Gutes ist,
angesichts der gegenwärtigen Not;
ja, es ist gut, so zu leben.
Bist du verheiratet?
Suche nicht, dich von deiner Frau zu trennen.
Bist du ohne Frau?
Suche nicht zu heiraten.
Wenn du aber doch heiratest, ist es keine Sünde;
und wenn eine junge Frau heiratet, ist es keine Sünde.
Doch jene, die diesen Weg wählen, werden entsprechende Prüfungen erleben,
und davor möchte ich euch bewahren.
Brüder, ich muss euch sagen: die Zeit ist kurz.
Daher sollen, die Frauen haben,
leben, als hätten sie keine,
die weinen,
als weinten sie nicht,
die sich freuen,
als freuten sie sich nicht,
die kaufen,
als besäßen sie nichts,
die diese Welt gebrauchen,
als gebrauchten sie sie nicht wirklich.
Denn diese Welt, wie wir sie sehen, vergeht.
– Wort des Herrn.
PsalmPs 44 (45), 11a.12, 14-15a, 15b-16, 17a.18
Höre, Tochter, sieh her und neige dein Ohr:
den König wird deine Schönheit entzücken.
Er ist dein Herr: wirf dich vor ihm nieder.
Königstochter ist sie, in all ihrer Pracht,
gekleidet in goldene Gewänder;
man führt sie, ganz geschmückt, zum König.
Junge Mädchen, ihre Gefährtinnen, begleiten sie;
man geleitet sie mit festlichen Liedern;
sie treten ein in den Palast des Königs.
Anstelle deiner Väter werden deine Söhne stehen;
Ich lasse deinen Namen leben durch alle kommenden Zeiten:
mögen die Völker dir danken, immer und ewig!
EvangeliumLc 6, 20-26
In jener Zeit
blickte Jesus zu seinen Jüngern auf und sprach:
„Selig seid ihr Armen,
denn das Reich Gottes gehört euch.
Selig, die ihr jetzt hungert,
denn ihr werdet satt werden.
Selig, die ihr jetzt weint,
denn ihr werdet lachen.
Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen
und ausstoßen,
wenn sie euch schmähen und euren Namen als schlecht verwerfen,
um des Menschensohnes willen.
Freut euch an jenem Tag und jubelt,
denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel;
genauso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht.“
Aber wehe euch, ihr Reichen,
denn ihr habt euren Trost schon empfangen!
Wehe euch, die ihr jetzt satt seid,
denn ihr werdet hungern!
Wehe euch, die ihr jetzt lacht,
denn ihr werdet trauern und weinen!
Wehe euch,
wenn alle Menschen nur Gutes von euch reden!
Denn so haben ihre Väter mit den falschen Propheten gehandelt.“
– Loben wir das Wort Gottes.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org